0:01
erkannt kritik der reinen vernunft b74
0:06
dieter hat rupp liest der trans
0:09
zentralen elemente lehre zweiter teil
0:11
die transzendentale logik einleitung
0:14
erstens von der logik überhaupt unsere
0:17
erkenntnisse entspringt aus zwei grund
0:19
quellen des gemütes deren die erste ist
0:21
die vorstellungen zu empfangen also die
0:24
rezepte wie tät der eindrücke die zweite
0:26
das vermögen durch diese vorstellungen
0:28
einen gegenstand zu erkennen also die
0:31
spontanität der begriffe durch die
0:33
erstere wird uns ein gegenstand gegeben
0:35
durch die zweite b dieser entfällt - auf
0:38
jene vorstellung als bloße bestimmung
0:40
des gemütes gedacht anschauen und
0:43
begriffe machen also die elemente aller
0:45
unserer erkenntnis aus so dass weder
0:47
begriffe ohne ihnen auf einige art
0:49
korrespondierende anschauen noch
0:51
anschauen ohne begriffe eine erkenntnis
0:55
beide sind entweder rein oder empirisch
0:58
empirisch wenn empfindung welche die
1:01
wirkliche gegenwart des gegenstandes
1:02
voraussetzt darin enthalten ist rein
1:05
aber wenn der vorstellung einer
1:07
empfindung beigemischt ist
1:08
man kann die letztere die materie der
1:11
sinnlichen erkenntnissen nennen
1:13
b 75 und daher enthält eine anschauung
1:17
lediglich die form unter welcher etwas
1:20
angeschaut wird und rainer begriff
1:22
allein die form des denkens eines
1:24
gegenstandes überhaupt nur alleine
1:27
anschauen oder begriffe sind a priori
1:29
möglich empirische nur apostel wollen
1:34
wir die rezepte wie tät unseres gemütes
1:36
vorstellungen zu empfangen sofern es auf
1:39
irgendeine weise afi ziert wird
1:40
sinnlichkeit nennen so ist dagegen das
1:43
vermögen vorstellung und selbst
1:46
oder ich kontinuität der kenntnis der
1:49
verstand unsere natur bringt es somit
1:51
sich dass die anschauung niemals anders
1:53
als sinnlich sein kann
1:55
das heißt nur die 8 enthält wie wir von
1:58
gegenständen afi ziert werden
2:00
dagegen ist das vermögen den gegenstand
2:03
sinnlicher anschauung zu denken denn der
2:05
verstand er keine dieser eigenschaften
2:08
ist der anderen vorzuziehen ohne
2:10
sinnlichkeit würde uns kein gegenstand
2:12
und ohne verstand keiner gedacht werden
2:15
gedanken ohne inhalt sind näher
2:17
anschauen ohne begriffe sind blind daher
2:21
ist es ebenso notwendig seine brille für
2:23
sinnlich zu machen das heißt ihnen den
2:25
gegenstand in der anschauung beizufügen
2:27
als seine anschauen sich verständlich zu
2:30
machen das heißt sie unter begriffe zu
2:33
um beide vermögen oder fähigkeiten
2:35
können auch ihre funktion nicht
2:37
vertauschen der verstand zum vermag
2:40
nichts anzuschauen und die sind nicht zu
2:42
denken nur daraus dass sie sich
2:44
vereinigen kann erkenntnis entspringen b
2:48
76 deswegen darf man aber doch nicht
2:51
ihren anteil vermischen sondern man hat
2:54
große ursache jedes von dem anderen
2:56
sorgfältig abzusondern und zu
2:58
daher unterscheiden wir die wissenschaft
3:01
der regeln der sinnlichkeit überhaupt dh
3:03
ästhetik von der wissenschaft der
3:06
verstandes regeln überhaupt das heißt
3:08
der logik die logik kann wiederum in
3:11
zweifacher absicht unternommen werden
3:13
entweder als logik des allgemeinen oder
3:15
des besonderen verstandes gebrauchen die
3:18
erste enthält die schlechthin
3:19
notwendigen regeln des denkens oder
3:22
welche gar keinen gebrauch des
3:23
verstandes stattfindet und geht also auf
3:25
diesen unbeschadet der verschiedener
3:28
gegenstände auf welche er gerichtet sein
3:30
mal die logik des besonderen verstandes
3:33
gebauers enthält die regeln über eine
3:35
gewisse art von gegenständen richtig zu
3:38
jede kann man die elementar logik nennen
3:41
ließe aber das orgon dieser oder jener
3:44
wissenschaften die letztere wird oft in
3:46
den schulen der pro bedeutet der
3:48
wissenschaften voran geschickt obwohl
3:50
sie nach dem gang der menschlichen
3:52
vernunft das späteste ist wozu sie erst
3:54
gelangt wenn die wissenschaft schon
3:56
lange fertig ist und nur die letzte hand
3:59
zu ihrer berichtigung und vollkommenheit
4:01
bedarf denn man muss die gegenstände
4:03
schon eine ziemlich hohe gerade kennen
4:05
wenn man die regeln angeben will wie
4:08
sich eine wissenschaft von ihnen
4:09
zustande bringen lassen
4:10
b 77 die allgemeiner logik ist nun
4:15
entweder die reine oder die angewandte
4:17
logik in der ersteren abstrahieren wir
4:20
von allen empirischen bedingungen unter
4:23
denen unser verstand ausgeübt wird zum
4:26
einfluss der sinne von spiele der
4:28
einbildung den gesetzen des
4:30
gedächtnisses der macht der gewohnheit
4:32
der neigungen und so weiter mithin auch
4:35
den quellen der vorurteile ja gar
4:37
überhaupt von allen ursachen daraus uns
4:39
gewisse erkenntnisse entspringen oder
4:42
untergeschoben werden mögen weil sie
4:44
bloß den verstand unter gewissen
4:46
umständen seine anwendung betreffen
4:48
und um diese zu kennen erfahrung
4:51
erfordert wird eine allgemeine aber
4:54
reine logik hat es also mit lauter
4:56
prinzipien apriori zu tun und ist ein
4:58
kanon des verstandes und der vernunft
5:01
aber nur in ansehung des formalen ihres
5:04
gebrauchs der innerhalb von max sein
5:07
empirisch oder transzendentalen eine
5:11
allgemeine logik heißt aber als dann
5:12
angewandt wenn sie auf die regeln des
5:14
gebrauchs des verstandes unter den
5:17
subjektiven empirischen bedingungen die
5:19
uns die psychologie lehrt gerichtet ist
5:21
sie hat also empirische prinzipien ob
5:25
sie zwei insofern allgemein ist dass sie
5:27
auf den verstandes gebraucht ohne
5:29
unterschied der gegenstände geht um
5:31
dessen willen ist sie auch weder ein
5:33
kanon des verstandes überhaupt noch ein
5:36
organ besonderer wissenschaften sondern
5:38
lediglich anka taktiken eine reinigung
5:41
des gemeinen verstandes in der
5:44
allgemeinen logik muss also der teil der
5:46
die reine vernunft lehrer ausmachen will
5:48
von demjenigen gänzlich abgesondert
5:50
werden welche die angewandte ob zwar
5:53
noch immer allgemeine logik ausmacht
5:55
der erstere ist eigentlich nur allein
5:58
wissenschaft und zwar kurz und trocken
6:00
und wie es die schul gerechte
6:02
darstellung einer elementar lehre des
6:04
verstandes erfordert in dieser müssen
6:07
also die logik jederzeit zwei regeln vor
6:11
erstens als allgemeiner logik up street
6:13
sie von allem innerhalb der verstandes
6:15
erkenntnis und der verschiedenheit ihrer
6:17
gegenstände und hat mit nichts als der
6:20
bloßen form des denkens zu tun
6:22
zweitens als reine logik hat sie keine
6:26
empirischen prinzipien mit den schöpft
6:29
die man sich bisweilen überredet hat aus
6:31
der psychologie die also auf den kern
6:34
des verstandes gar keinen einfluss hat
6:36
sie ist eine demonstrierte doktrin
6:39
und alles muss in ihr völlig apriori
6:41
gewiss sein was sich die angewandte
6:44
logik nennen gegen die gemeinde
6:46
bedeutung dieses wortes nachdem sie
6:48
gewisse exerzitien und dazu die reine
6:51
logik die regel gibt enthalten soll
6:53
so ist sie einer vorstellung des
6:55
verstandes und der regeln seines
6:58
notwendigen gebrauchtes in konkrete
7:00
nämlich unter den zufälligen bedingungen
7:03
des subjekts die diesen gebrauch hindern
7:05
oder befördern können und die insgesamt
7:08
nur empirisch gegeben werden
7:11
79 sie handelt von der aufmerksamkeit
7:14
deren hindernis und folgen dem ursprung
7:17
des irrtums im zustand eines zweifels
7:20
des rubels der überzeugung und so weiter
7:23
und zu ihr verhält sich die allgemeine
7:25
und reine logik wie die reine moral
7:28
welche bloß die notwendigen sittlichen
7:30
gesetze eines freien willens überhaupt
7:32
enthält zu der eigentlichen tugend
7:35
lehrern welche diese gesetze unter den
7:38
hindernissen der gefühle der neigungen
7:40
und leidenschaften in denen die menschen
7:42
mehr oder weniger unterworfen sind
7:44
erweckt und welche niemals eine wahre
7:46
und demonstrierte wissenschaft abgeben
7:49
kann weil sie eben sowohl als jene
7:51
angewandte logik empirischer und
7:54
psychologischer prinzipien bedarf b 79 2
7:58
von der tanzband ahlen logik die
8:02
allgemeine logik abstrahiert wie wir
8:03
gezeigt haben von allem inhalt der
8:05
erkenntnis das heißt von all ihrer
8:07
beziehung auf das objekt und betrachtet
8:09
nur die logische form im verhältnisse
8:11
erkenntnisse aufeinander
8:12
das heißt die form des denkens überhaupt
8:15
weil es nun aber sowohl reine als
8:18
empirische anschauung gibt wie die
8:20
transzendentale ästhetik da tut so
8:23
könnte auch wohl ein unterschied
8:24
zwischen reinem und empirischen denken
8:26
der gegenstände angetroffen werden
8:28
b 80 in diesem falle würde es eine logik
8:32
geben in der man nicht von allem inhalte
8:34
erkenntnis abstrahierte denn diejenige
8:37
welche bloß die regeln des reinen denken
8:40
seines gegenstandes and titel würde alle
8:42
diejenigen erkenntnisse ausschließen
8:44
welche von empirischen inhalte wären sie
8:48
würde auch auf den ursprung unserer
8:49
erkenntnisse von gegenständen gehen
8:51
sofern er nicht den gegenständen
8:53
zugeschrieben werden kann
8:55
dahingegen die allgemeine logik mit
8:57
diesem ursprung der erkenntnis nichts zu
8:59
tun hat sondern die vorstellungen sie
9:03
möge nur anfänglich apriori in uns
9:05
selbst oder nur empirisch gegeben seien
9:07
bloß nach den gesetzen betrachtet nach
9:11
welchen der verstand sie im verhältnis
9:12
gegeneinander braucht wenn er denkt und
9:15
also nur von der verstandes verwandelt
9:17
die den vorstellungen verschafft werden
9:19
kann wo ihr sie auch sonst entsprungen
9:22
und hier mache ich eine anmerkung die
9:25
ihren einfluss auf alle nachfolgenden
9:27
betrachtungen erstreckt und die man wohl
9:29
vor augen haben muss nämlich dass nicht
9:31
jede erkenntnis apriori sondern nur die
9:34
dadurch wir kennen das und wie gewisse
9:37
vorstellungen also anschauung oder
9:40
begriffe lediglich apriori angewandt
9:42
werden oder möglich sind transzendentale
9:45
das heißt die möglichkeit der erkenntnis
9:47
oder der gebrauch derselben apriori
9:53
daher ist weder der raum noch irgendeine
9:56
geometrische bestimmung des selben
9:58
apriori eine transzendentale vorstellung
10:01
sondern nur die erkenntnis dass diese
10:04
vorstellungen gar nicht empirische
10:06
ursprungs sind und die möglichkeit wie
10:08
sie sich gleichwohl apriori auf
10:10
gegenstände der erfahrung beziehen
10:12
können kann transzendentale heißen
10:15
ebenso wurde der gebrauch des raumes von
10:18
gegenständen überhaupt auch
10:19
transzendentale seien aber ist er
10:22
lediglich auf gegenstände der sinne
10:24
eingeschränkt so heißt der empirisch der
10:27
unterschied des transzendentalen und
10:29
empirischen gehört also nur zur kritik
10:31
der erkenntnisse und betrifft nicht ihre
10:34
beziehung auf ihren gegenstand in der
10:37
erwartung also dass es vielleicht
10:38
begriffe geben könnte die sich apriori
10:41
auf gegenstände beziehen mögen nicht als
10:44
reine oder sinnliche anschauen sondern
10:46
bloß handlungen des reinen denkens die
10:48
mithin begriffe aber weder empirischen
10:51
nach ästhetischen ursprungs sind so
10:53
fassen wir uns zum vor was die idee
10:55
einer wissenschaft des reinen verstandes
10:57
und der vernunft erkenntnis dadurch wie
11:00
gegenstände völlig apriori denken
11:04
welche den ursprung den umfang und die
11:07
objektive gültigkeit solche erkenntnisse
11:09
bestimmte würde transplantate logik
11:11
heißen müssen weil sie es bloß mit den
11:13
gesetzen des verstandes und der vernunft
11:16
zu tun hat aber lediglich sofern sie auf
11:19
gegenstände apriori bezogen wird und
11:21
nicht wie die allgemeine logik auf die
11:23
empirischen sowohl als reinen vernunft
11:25
erkenntnisse ohne unterschied wie 82
11:29
drittens von der einteilung der
11:31
allgemeinen logik in analytik und
11:33
dialektik die alte und berühmte frage
11:36
womit man die logica in die enge zu
11:38
treiben vermeinte und sie da
11:40
hinzubringen suchten dass sie sich
11:43
entweder auf einer elenden die alex
11:45
einem fehlschluss mussten betreffen
11:47
lassen oder ihre unwissenheit mit ihnen
11:50
die täter ihrer ganzen kunst bekennen
11:52
sollten ist diese was ist wahrheit
11:55
die namen erklärung der wahrheit dass
11:57
sie nämlich die übereinstimmung der
11:59
erkenntnis mit ihrem gegenstandes sei
12:01
mit hergeschenkt und vorausgesetzt man
12:04
verlangt aber zu wissen welches das
12:06
allgemeine und sichere kriterium der
12:09
wahrheit einer jeden erkenntnis sein
12:11
es ist schon ein großer und nötiger
12:14
beweis der klugheit oder ein sich zu
12:16
wissen was man vernünftigerweise fragen
12:20
denn wenn die frage an sich ungereimt
12:22
ist und unnötige antworten verlangt
12:24
sonst die außer der beschämung dessen
12:26
der sie auf werft bis weiter noch den
12:28
nachteilen ihren und behutsamen höhere
12:31
zu ungeahnten antworten zu verleiten und
12:33
den belastungswerten anblick zu geben
12:35
dass einer wie die alten sagten den bock
12:38
melkt in der andere ein sieb darunter
12:43
wenn wahrheit in der bestimmung einer
12:46
erkenntnis mit ihrem gegenstände besteht
12:48
so muss dadurch dieser gegenstand von
12:51
anderen unterschieden werden
12:52
in einer erkenntnis ist falsch wenn sie
12:55
mit dem jeden stande
12:56
worauf sie bezogen wird nicht
12:58
übereinstimmt obwohl sie etwas enthält
13:00
was von anderen gegenständen gelten
13:03
nun würde ein allgemeines kriterium der
13:06
wahrheit dasjenige sein welches von
13:08
allen erkenntnissen ohne unterschied
13:10
ihrer gegenstände gültig wäre es ist
13:12
aber klar dass man dabei von allem
13:14
inhalt der erkenntnis in bezug auf ihr
13:17
abstrahiert und wahrheit gerade diesen
13:20
inhalt angeht ist ganz unmöglich und
13:22
ungereimt sei nach einem merkmal der
13:25
wahrheit dieses inhaltes und
13:26
erkenntnisse zu fragen und das also ein
13:29
hinreichendes und doch zugleich
13:31
allgemeines kennzeichen der wahrheit
13:33
unmöglich angegeben werden können
13:35
da wie oben schon den inhalt einer
13:37
erkenntnis die materie der erkenntnis
13:39
genannt haben so wird man sagen müssen
13:41
von der wahrheit der kenntnis der
13:43
materie nach lässt sich kein allgemeines
13:46
kennzeichen verlangen weil es in sich
13:48
selbst widersprechend ist wie 84 was
13:52
aber die erkenntnis der großen form nach
13:54
ohne allen inhalt betrifft so ist ebenso
13:57
klar dass eine logik sofern sie die
13:59
allgemeinen und notwendigen regeln des
14:01
verstandes vorträgt eben in diesen
14:04
regeln kriterien der wahrheit darlegen
14:07
denn was diesen widerspricht ist falsch
14:09
weil der verstand dabei seinen
14:11
allgemeinen regeln des denkens mithin
14:14
sich selbst wieder streitet diese
14:16
kriterien aber betreffen nur die form
14:19
der wahrheit das heißt es denkens
14:21
überhaupt und sind insofern ganz richtig
14:24
aber nicht hinreichend denn obgleich
14:26
eine erkenntnis der logischen form
14:29
völlig gemäss sein möchte das heißt sich
14:31
selbst nicht widerspreche so kann sie
14:34
doch noch immer dem gegenstand
14:36
also ist das bloß logische kriterium der
14:39
wahrheit nämlich die übereinstimmung
14:41
eine erkenntnis mit den allgemein und
14:43
formalen gesetzen des verstandes und der
14:45
vernunft zwar die conditio sine qua non
14:48
mithin die negative bedingung aller
14:51
wahrheit weiter aber kann die logik
14:53
nicht gehen und den irrtum denn ich die
14:56
form sondern der inhalt trifft kann die
14:58
logik durch keinen pro birstein
15:00
entdecken die allgemeine logik löst nun
15:03
das ganze formale geschäft des
15:04
verstandes und der vernunft in seiner
15:07
elemente auf und stellt sie als
15:09
prinzipien alle logischen beurteilung
15:12
unserer erkenntnis dar
15:13
dieser teil der logik kann der analytik
15:16
heißen und ist eben darum der wenigstens
15:19
negative pro birstein der wahrheit in
15:21
dem man zuvörderst alle erkenntnis ihrer
15:24
form nach an diesen regeln prüfen und
15:26
schätzen muss ehe man sie selbst ihrem
15:28
inhalt nach untersucht um auszumachen
15:31
ob sie in ansehung des gegenstandes
15:33
positive wahrheit enthalten
15:35
weil aber die bloße form der erkenntnis
15:38
so sehr sich auch mit logischen gesetzen
15:40
übereinstimmen mag noch lange nicht
15:42
hinreicht materiell und objektive
15:45
wahrheit erkenntnis daraus zu machen
15:47
so kann sich niemand bloß mit der logik
15:49
wagen über gegenstände zu urteilen und
15:52
irgendetwas zu behaupten ohne von ihnen
15:55
vorher gegründete erkundigungen aus der
15:57
logik angezogen zu haben um hier nach
16:00
bloss die benutzer und die verknüpfung
16:01
derselben in einem zusammenhängenden
16:03
ganzen nach logischen gesetzen zu
16:05
versuchen noch besser aber sie lediglich
16:10
gleichwohl liegt so etwas verlockendes
16:13
in den besitzer einer so scheinbaren
16:15
kunst allen unseren erkenntnissen die
16:17
form des verstandes zu geben und man
16:20
gleich in ansehung seines inhaltes noch
16:21
sehr leer und arm sein mag dass jene
16:24
allgemeine logik die bloß ein kanon zur
16:27
beurteilung ist gleichsam wie ein organ
16:30
zu wirklichen hervorbringung wenigstens
16:32
zum blendwerk von objektiven
16:34
behauptungen gebraucht und mithin in der
16:36
tat dadurch missbraucht worden
16:38
die allgemeine logik nun als
16:40
vermeintlich organon heißt electric so
16:44
verschieden auch die bedeutung ist in
16:45
der die alten dieser benennung einer
16:47
wissenschafts oder kunst sich bedienten
16:49
so kann man doch aus ihrem wirklichen
16:51
gebrauche sicher abnehmen dass sie bei
16:53
ihnen nichts anders war als die logik
16:55
des scheins b86 eine solistische kunst
17:00
seiner unwissenheit ja auch seinen
17:02
vorsätzlichen blendwerk in den anstrich
17:05
der wahrheit zu leben dass man die
17:07
methode der gründlichkeit welche die
17:09
logik überhaupt vorschlag nachahmte und
17:12
ihre topic zur beschädigung jedes
17:14
lehrern vorgehens benutzte nun kann man
17:17
es als eine sichere und brauchbare
17:19
warnung anmerken dass die allgemeine
17:21
logik als organ betrachtet jeder zeigt
17:24
eine logik des scheins das heißt
17:27
dialektisch sein denn da sie uns gar
17:29
nichts über den inhalt der
17:31
erkenntniswert sondern nur bloß die
17:33
formalen bedingungen der übereinstimmung
17:35
mit dem verstanden welche übrigens in
17:38
ansehung der gegenstände gänzlich
17:40
gleichgültig sind so muss die zumutung
17:42
sich iris eines werkzeuges
17:44
als eines organs zu gebrauchen um seine
17:47
kenntnisse wenigstens den vorgeben nach
17:49
auszubreiten und zu erweitern
17:51
auf nichts als geschwätzigkeit
17:53
hinauslaufen alles was man will
17:55
mit einigem scheint zu behaupten oder
17:57
auch nach belieben anzufechten
17:59
eine solche unterweisung ist der würde
18:02
der philosophie auf keine weise gemäß um
18:05
dessen willen hat man diese benennung
18:06
der dialektik lieber als eine kritik des
18:09
dialektischen scheines der logik bei
18:11
gezählt und als eine solche wollen wir
18:13
sie auch hier verstanden wissen
18:15
mb 780 viertens von der einteilung der
18:19
transzendentalen logik in die trans
18:21
zentrale analytik und dialektik in einer
18:24
kontinentalen logik isolieren wir den
18:27
verstand sowie oben in der tanz mental
18:29
ästhetik die sinnlichkeit und heben bloß
18:32
den teil des denkens aus unserer
18:34
erkenntnis erfuhr der lediglich seinen
18:37
ursprung in den verstand der gebrauch
18:40
dieser reinen erkenntnis aber beruht
18:42
darauf als ihrer bedingung dass uns
18:45
gegenstände in der anschauen gegeben
18:46
sind worauf jene angewandt werden können
18:49
denn ohne anschauen fehlt es aller
18:51
unserer erkenntnis an objekten und sie
18:54
bleibt als dann völlig leer
18:56
der teil der transzendentalen logik also
18:58
der die elemente der reinen verstandes
19:01
erkenntnis vorträgt und die prinzipien
19:04
ohne welche überall kein gegenstand
19:06
gedacht werden kann ist die
19:08
transzendentale analytik und zugleich
19:10
eine logik der wahrheit denn ihr kann
19:13
keine erkenntnis widersprechen ohne dass
19:15
sie zugleich allen innerhalb verlöre das
19:18
heißt alle beziehungen auf irgendein
19:20
objekt mit den aller wahrheit
19:22
weil es aber sehr anlocken und verleitet
19:25
ist sich dieser reinen verstandes
19:27
erkenntnis und grundsätze allein und
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selbst über die grenzen der erfahrung
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hinaus zu bedienen welche jedoch einzig
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und allein und die materie die objekte
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an die hand geben kann worauf jeder rein
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verstandenes begriffe angewandt werden
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die 88 so gerät er verstand in gefahr
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durch lehrer vernünftig leyen von den
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blues formalen prinzipien des reinen
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verstandes einen material gebrauch zu
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machen und über gegenstände ohne
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unterschied zu urteilen
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die uns doch nicht gegeben sind ja
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vielleicht auf keinerlei weise gegeben
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werden können da sie also eigentlich nur
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ein kanon der beurteilung des
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empirischen gebrauch sein sollte so wird
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sie missbraucht wenn man sie als das
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organ eines allgemeinen und
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unbeschränkten gebrauch essen ist und
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sich mit dem reinen verstande allein
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wagt synthetisch über gegenstände
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überhaupt zu urteilen zu behaupten und
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also würde der gebrauch des reinen
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verstandes alsdann dialektisch sein der
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zweite teil der transzendentalen logik
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muss also eine kritik dieses
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dialektischen scheines sein und heißt
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transzendentale dialektik nicht als eine
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kunst der gleichen scheint automatisch
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eine leider sehr gangbare kunst
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mannigfaltiger metaphysischer glaube
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werke sondern als eine kritik des
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verstandes und der vernunft in ansehung
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ihres hyper physischen gebraucht um den
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falschen schein ihrer grundlosen
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anmaßung aufzudecken und ihre ansprüche
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auf erfindung und erweiterung die sie
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bloß durch transzendentale grundsätze zu
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erreichen vermeint zur bloßen
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beurteilung und verfahren des reinen
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verstandes vor sufis tischen blendwerk