Martin Heidegger - Zeit und Sein (Vortrag aus dem Jahr 1962)
[Applaus]
meine Damen und
Herren der folgende
Vortrag verlangt ein kurzes
Vorwort würden uns jetzt im
Original zwei Bilder von Paul KLE
gezeigt der in seinem Todesjahr
geschaffen hat das Aquarell heilige aus
aus seinem Fenster und den tempor
aufrupfen Tod und
Feuer dann möchten wir lange davor
verweilen und jeden Anspruch
aufmittelbare
Verständlichkeit
preisgeben könnte uns jetzt und gar
durch den Dichter Georg trakel selbst
sein Gedicht sieben Gesang des Todes
vorgesagt
werden dann möchten wir es oft hören und
jeden Anspruch auf unmittelbare
Verständlichkeit
preisgeben wollte uns jetzt Werner
Heisenberg einen Ausschnitt seiner
theoretisch physikalischen Gedanken auf
dem Weg zu der von ihm gesuchten
Weltformel
darstellen dann möchten vielleicht wenn
es hochkmt zwei oder drei der Zuhörer
ihm folgen können wir übrigen aber ohne
Wiederrede jeden Anspruch auf
unmittelbare
Verständlichkeit
preisgeben nicht so gegenüber dem Denken
das Philosophie heißt denn es soll
Weltweisheit bieten
wenn nicht gar eine Anweisung zum
seligen
Leben nun könnte aber ein solches Denken
heute in eine Lage versetzt
sein die Besinnung verlangt die weit
abliegt von einer nutzbaren
Lebensweisheit ein denken könnte nötig
geworden sein dass sol zu bedenken hat
woraus sogar die genannte Malerei und
Dichtung und die
mathematischphysikalische Theorie ihre
Bestimmung
empfangen wir müssten dann auch hier den
Anspruch auf unmittelbare
Verständlichkeit
preisgeben wir müssen in das gleich wohl
zuhören weil es gilt
unumgängliches aber
vorläufiges zu
denken darum darf es weder überraschen
noch
verwundern wenn die meisten der Hörer
sich an dem Vortrag
stoßen ob jedoch einige durch den
Vortrag jetzt oder später in ein
weiteres Nachdenken
gelangen lässt sich nicht
ausmachen es gilt einiges von dem
Versuch zu sagen der das sein ohne die
Rücksicht auf eine Begründung des Seins
aus dem Seienden
denkt der Versuch sein ohne das Seiende
zu denken wird
notwendig weil anders sonst wie mir
scheint keine Möglichkeit mehr besteht
das sein dessen was heute rund um den
Erdball ist eigenes in den Blick zu
bringen geschweige denn das Verhältnis
des Menschen zu dem was bislang sein
hieß hinreichend zu
bestimmen ein kleiner Wink für das Hören
sei
gegeben es
gilt nicht eine Reihe von sesetzen
anzuhören sondern dem Gang des Zeigens
zu
folgen Zeit und
sein was gibt den Anlass Zeit und sein
zusammen zu
nennen sein besagt seit der Frühe des
abendländischuropäischen Denkens bis
heute dasselbe wie Anwesen aus Anwesen
Anwesenheit spricht
Gegenwart diese bildet nach der
geläufigen Vorstellung mit Vergangenheit
und Zukunft die Charakteristik der Zeit
sein wird als
Anwesenheit durch die Zeit
bestimmt dass es sich so
verhält könnte schon genügen um eine
unablässige Unruhe in das Denken zu
bringen diese Unruhe steigert sich
sobald wir uns aufmachen dem
nachzudenken inwiefern es diese
Bestimmung des Seins durch die Zeit gibt
inwiefern das frägt weshalb auf welche
Weise und woher spricht im sein der
gleichen wie
Zeit jeder Versuch das Verhältnis von
Sein und Zeit mit Hilfe der landläufigen
und ungefähren Vorstellungen von Zeit
und sein hinreichend zu denken
verstrickt sich als bald in ein
unentwirrbares Geflecht kaum
durchdachter
Beziehungen wir nennen die Zeit wenn wir
sagen jedes Ding hat seine Zeit dies
meint jegliches was jeweilen ist jeder
Seiende kommt und geht zur rechten Zeit
und bleibt eine Zeit lang während der
ihm zugemessenen Zeit jedes Ding hat
seine Zeit aber ist das sein ein Ding
ist das sein so wie ein jeweilig
Seiendes in der Zeit ist das sein
überhaupt würde es sein dann müssten wir
es unweigerlich als etwas Seiendes
anerkennen und dem zufolge unter dem
übrigen Seienden als ein solches
vorfinden dieser Hörsaal ist der Hörsaal
ist beleuchtet den beleuchteten hösal
werden wir ohne Bedenken als etwas
Seiendes
anerkennen aber wo im ganzen heersaal
finden wir das
ist nirgends unter den Dingen finden wir
das
sein jedes Ding hat seine Zeit sein aber
ist kein Ding ist nicht in der Zeit
gleichwohl bleibt sein als Anwesen
Gegenwart durch die Zeit durch
zeithaftes
bestimmt was in der Zeit ist und der
Gestalt durch die Zeit bestimmt wird
nennt man das
zeitliche wir sagen wenn ein Mensch
stirbt und aus dem hiesigen hier und
dort Seienden weggenommen wird er hat
das Zeitliche
gesegnet das Zeitliche meint das
Vergängliche solches was im Verlauf der
Zeit
vergeht unsere Sprache sagt dies noch
genauer solches was mit der Zeit vergeht
denn die Zeit selber
vergeht aber indem die Zeit ständig
vergeht bleibt sie als
Zeit bleiben heißt nicht verschwinden
also
Anwesen damit wird die Zeit durch ein
Sein
bestimmt wie soll dann sein durch Zeit
bestimmt
bleiben sein ist kein Ding dennoch
nichts zeitliches demnch nichts
zeitliches wird in des gleichwohl als
Anwesenheit durch Zeit
bestimmt Zeit ist kein
Ding demnach nichts Seiendes bleibt aber
in ihrem Vergehen ständig ohne selber
etwas zeitliches zu sein wie das in der
Zeit
seien Sein und Zeit bestimmen sich
wechselweise jedoch so dass jenes das
sein
weder als zeitliches noch dieses die
Zeit als Seiendes angesprochen werden
kann dies alles
bedenkend treiben wir in
widersprechenden Aussagen
[Musik]
umher doch wie sollen wir uns auf den
durch die Titel Sein und Zeit Zeit und
seinen genannten Sachverhalt sachgerecht
einlassen Antwort in der Weise dass wir
dem hier genannten Sachen vorsichtig
nachdenken vorsichtig dies mein zunächst
nicht übereilt die Sachen mit
ungeprüften Vorstellungen überfallen
Ihnen viel mehr sorgsam
Nachsinnen aber dürfen wir sein dürfen
wir Zeit als Sachen
ausgeben sie sind keine Sachen wenn
Sache meint etwas
Seiendes das Wort Sache eine Sache soll
uns jetzt solches bedeuten worum es sich
in einem maßgebenden Sinne handelt
sofern sich darin etwas
unübergebares
verbirgt sein eine Sache vermutlich die
Sache des
Denkens Zeit eine Sache vermutlich die
Sache des Denkens wenn anders im sein
als Anwesenheit dergleichen wie Zeit
spricht Sein und
Zeit Zeit und sein nennen das Verhältnis
beider Sachen den Sachverhalt der beide
Sachen zueinander hält und ihr
Verhältnis
aushält diesem Sachverhalt nach zu
Sinnen ist dem Denken
aufgegeben gesetzt dass es gesonnen
bleibt seine Sache
auszuhaden sein eine Sache aber nichts
Seiendes Zeit eine Sache aber nichts
zeitliches vom Seienden sagen wir es
ist in der Hinsicht auf die Sache sein
und auf die Sache
Zeit bleiben wir vorsichtig wir sagen
nicht sein ist Zeit ist sondern es gibt
sein und es gibt
Zeit zunächst haben wir durch diese
Wendung nur den Sprachgebrauch
geändert statt es ist sagen wir es
gibt um über den sprachlichen Ausdruck
zurück zur Sache zu gelangen müssen wir
erweisen was dieses es gibt
sagt wir gelangen zur Sache indem wir
erörtern was sein besagt dass es gibt
indem wir erörtern was Zeit besagt die
es gibt dem gemäß versuchen wir auf das
es vorzublicken das Sein und Zeit gibt
also
vorblickend werden wir noch in einem
anderen Sinne
vorsichtig wir versuchen das es und sein
geben in die Sicht zu bringen und
schreiben das es
groß wir denken zuerst am sein nach um
es selbst in sein eigenes zu denken wir
denken soan der Zeit nach um sie selbst
in ihr eigenes zu denken schließlich
sehen wir zu welcher Sachverhalt im
Verhältnis beider Sachen im Durchblick
durch sie sich zeigt sein dahindurch
jegliches Seiende als ein solches
gezeichnet ist sein Anwesen besagt
eigens gedacht Anwesen
nämlich
anwesendes denken wir nun das sooh zu
denkende sein nicht mehr nur in seiner
Beziehung zum
Seienden denken wir das Anwesen lassen
aus ihm
selbst
eigentlicher dann sagt es uns das
Anwesen lassen wird dadurch in sein
eigenes bestimmt dass es ins
unverborgene bringt an an Wesen lassen
heißt
entbergen im
entbergen spielt ein geben jenes nämlich
das im Anwesen lassen das Anwesen das
heißt sein gibt
indes bleibt für uns das geben noch
ebenso dunkel wie das hier genannte es
das
gibt das sein selbst eigigen denken
verlangt vom sein abzusehen
ist wie in aller Metaphysik nur aus dem
Seienden her und für dieses als dessen
Grund ergründet und ausgelegt wird
abzusehen das sein eigens denken
verlangt das sein als den Grund des
Seienden fahren lassen
zugunsten des im ent
verborgen spielenden Gebens das heißt
des es
gibt sein gehört als die Gabe dieses es
gibt in das geben die Gabe wird nicht
weggegeben sondern verwandelt nämlich
als entbergen im geben
einbehalten sein ist nicht sein gibt es
als das entbergen von
Anwesen dass es gibt sein könnte sich um
einiges deutlicher zeigen sobald wir dem
hier gemeinten geben noch entschiedener
nachdenken und solches gelingt dadurch
dass wir auf den Reichtum der Wandlung
dessen achten was man unbestimmt genug
das sein nennt was man zugleich in
seinem eigensten verkennt solange man es
für den Lehsten aller Lehren Begriffe
hält ein Versuch der wandlungsfülle des
Seins nachzusinnen gewinnt den ersten
und zugleich wegweisenden Anhalt dadurch
dass wir sein im Sinne von Anwesen
denken woher nehmen wir aber nun das
Recht zur Kennzeichnung des Seins als
Anw
die Frage kommt zu spät denn diese
Prägung des Seins hat sich längst ohne
unser Zutun oder gar Verdienst
entschieden demnach sind wir in die
Kennzeichnung des Seins als Anwesen
gebunden sie hat ihre Verbindlichkeit
aus dem Beginn der entbergung des Seins
als eines Sagbaren das heißt
denkbaren seit dem Anfang des
abendländischen Denkens bei den Griechen
hält sich alles sagen von sein und ist
im Andenken an die das Denken bindende
Bestimmung des Seins als
Anwesen dies gilt auch von dem die
modernste Technik und industrieleitenden
Denken freilich nur noch in einem
gewissen
nachdem die moderne Technik ihre
Ausbreitung und Herrschaft über die
ganze Erde hin eingerichtet hat Kreisen
nicht erst die sputniks und deren
Ableger um unseren Planeten sondern das
sein als Anwesen im Sinne des
berechenbaren
Bestandes spricht als bald gleichförmig
alle Erdbewohner an ohne dass die
Bewohner der AU europäischen Erdteile
eigens davon wissen oder gar von der
Herkunft dieser Bestimmung des Seins
Wissen Können und Wissen
mögen sein als Anwesen vernehmen wir
aber keineswegs nur und erst im Andenken
an die frühe durch das Griechentum
vollbrachte Darstellung der entbergung
des Seins wir vernehmen Anwesen jeder
einfachen hinreichend vorurteilsfreien
Besinnung auf die vorhandenheit und
zuhandenheit des
sein
zuhandenheit sowohl wie vorhandenheit
sind weisen des
Anwesens am bedrängendsten zeigt sich
uns das
weitreichende des Anwesens dann wenn wir
bedenken dass auch und gerade das
abwesen durch ein bis Weilen ins
unheimliche gesteigertes
Anwesen bestimmt
bleibt
indes können wir die wandlungsfühle des
Anwesens auch historisch feststellen
durch den Hinweis das Anwesen sich zeigt
früh als das hen das einigende einzig
eine als der Logos die das allfwahrende
Versammlung
als die idea Usia energa
substania akualitas Perzeption mon als
Gegenständlichkeit als gesetztheit des
sich Setzens im Sinne des Willens der
Vernunft der Liebe des Geistes der Macht
als Wille zur Willen zum Willen in der
ewigen Wiederkehr des
Gleichen das historisch
feststellbare lässt sich im innerhalb
der Geschichte
vorfinden die Entfaltung der
wandlungsfülle des Seins sieht zunächst
aus wie eine Geschichte des
Seins aber das sein hat keine Geschichte
so wie eine Stadt oder ein Volk seine
Geschichte hat das geschichtartige der
Geschichte des Seins bestimmt sich
offenbar daraus und nur daraus wie sein
geschieht dies heißt nach dem bisher
dargelegten aus der Weise wie es sein
gibt im Beginn der entbergung von sein
wird zwar sein
einion gedacht aber nicht dass es gibt
stattdessen sagt parmenedes
estig ein es ist nämlich
sein vor Jahr
1947 wurde im Brief über den Humanismus
zu dem genannten Spruch des paramenedes
vermerkt dass estiger einer des
parmenedes ist heute noch
ungedacht dieser Hinweis möchte einmal
anmerken dass wir dem genannten Spruch
es ist nämlich sein nicht vorschnell
eine naheliegende Auslegung unterstellen
dürfen die das in ihm gedachte
unzugänglich macht
jegliches nämlich von dem wir sagen es
sei wird dabei als etwas Seiendes
vorgestellt aber sein ist nichts
Seiendes somit kann das im Spruch des
paramides betonte
esti das sein das es nennt nicht als
etwas Seiendes vorstellen das betonte
esti besagt zwar wörtlich übersetzt es
ist allein die ung hört aus dem esti
jenes heraus was die Griechen damals
schon in dem betonten esti dachten und
was wir umschreiben können durch es
vermag
indes blieb der Sinn dieses Vermögens
damals und späterhin ebenso ungedacht
wie das es das sein
vermag sein Vermögen heißt ergeben und
geben in dem esti verbirgt sich dass es
gibt im Beginn des abendländischen
Denkens wird das sein gedacht aber nicht
dass es gibt als ein
solches dieses entzieht sich zugunsten
der Gabe die es gibt welche Gabe
künftigin ausschließlich als sein und
zwar im Hinblick auf das Seiende gedacht
und in Begriffe gebracht
wird ein
geben das nur seine Gabe
gibt sich selbst jedoch dabei zurückhält
und
entzieht ein solches geben nennen wir
das
schicken nach dem so zu denkenden Sinn
von geben ist sein dass es gibt das
geschickte der Gestalt geschickt bleibt
jede seiner
Wandlungen das geschichtliche der
Geschichte des Seins bestimmt sich aus
dem geschickhaften eines
schickens nicht aus einem unbestimmt
gemeinten
Geschehen Seins Geschichte heißt
Geschick von sein in welchen schickungen
sowohl das schicken als auch das es das
schickt an sich halten mit einer
Bekundung und so sich dem Denken
vorenthalten an sich halten heißt
griechisch
Epoche daher die Rede von Epochen des
seinsgeschickes
Epoche meint hier nicht einen
Zeitabschnitt im Geschehen sondern den
Grundzug des schickens das jeweilige an
sich halten seiner selbst zugunsten der
vernehmbarkeit der Gabe das heißt des
Seins im Hinblick auf die Ergründung des
Seienden die Folge der Epochen im
Geschick von sein ist weder zufällig
noch lässt sie sich als notwendig
errechnen gleichwohl bekundet sich das
schickliche im Geschick das gehörige im
zusammengehören der
Epochen wenn Platon das sein als Eidos
und als kinonia der Ideen vorstellt
Aristoteles als
inergeier kannt als Position Hegel als
den absoluten Begriff nche als Willen
zur Macht dann sind das nicht zufällig
vorgebrachte lehren sondern Worte des
Seins als Antworten auf einen Zuspruch
der in dem sich selber verbergenden
schicken
im es gibt
sein
spricht jeweils einbehalten in der sich
entziehenden Schickung wird das sein mit
seiner epochalen wandlungsfülle
dem Denken
entborgen in die Überlieferung der
Epochen des
seinsgeschickes bleibt das Denken
gebunden auch dann und gerade dann wenn
es Eining Gedenk wird dessen wie und
woher jeweils das Sein selbst die im
eigene Bestimmung
empfängt
nämlich aus dem es gibt sein
das geben zeigte sich jetzt als
schicken wie aber ist das es zu denken
das sein
gibt der einleitende Vermerk über die
Zusammenstellung von Zeit und sein wies
darauf hin dass sein als Anwesenheit
Gegenwart in einem noch nicht bestimmten
Sinne durch einen zeitcharakter und
somit durch Zeit geprägt
sei von daher legt sich die Vermutung
nahe dass es das sein gibt sein als
Anwesen und Anwesen lassen
bestimmt könnte sich in dem finden
lassen was im Titel Sein und Zeit Zeit
und sein Zeit
heißt wir folgen dieser Mutung und
Denken der Zeit
nach Zeit ist uns in gleicher Weise
durch geläufige Vorstellungen bekannt
wie sein aber auch in derselben Weise
unerkannt sobald wir uns vornehmen das
der
zeiteigentümliche zu
erörtern während wir soeben dem sein
nachdachten hat sich erwiesen das
eigentümliche des Seins das wohin es
gehört und worin es einbehalten bleibt
zeigt sich im es gibt und dessen geben
als
schicken das eigentümliche des Seins ist
nichts
seinsartiges denken wir dem sein eigens
nach dann führt uns die Sache selbst in
gewisser Weise vom sein Weg und wir
denken das Geschick das sein als Gabe
gibt sofern wir dies
beachten machen wir uns darauf gefasst
dass auch das eigentümliche der Zeit
sich nicht mehr mit Hilfe der geläufigen
Charakteristik der gewöhnlich
vorgestellten Zeit bestimmen
lässt die Zusammenstellung von Zeit und
sein enthält jedoch doch die
Anweisung mit dem Blick auf das vom sein
Gesagte die Zeit in ihr
eigentümliches zu
erörtern sein heißt Anwesen Anwesen
lassen
Anwesenheit wir lesen z.B irgendwo die
Mitteilung in Anwesenheit zahlreicher
Gäste
wurde das Fest
gefeiert der Satz könnte auch lauten im
Beisein oder in Gegenwart zahlreicher
Gäste
Gegenwart kaum haben wir sie für sich
genannt denken wir auch schon
Vergangenheit und Zukunft das früher und
das später im Unterschied zum
jetzt allein die vom jetzt her der
verstandene Gegenwart ist durchaus nicht
das gleiche wie die Gegenwart im Sinne
der Anwesenheit der
Gäste wir sagen denn auch niemals und
können es auch nicht sagen im jetzt
zahlreicher Gäste wurde das Fest
gefeiert wenn wir jedoch die Zeit von
der Gegenwart her kennzeichnen sollen
verstehen wir sie die Gegenwart
gewöhnlich das jetzt im Unterschied zum
nicht mehr jetzt der Vergangenheit und
zum noch nicht jetzt der Zukunft aber
Gegenwart besagt zugleich
Anwesenheit indes sind wir es nicht
gewohnt das eigene der Zeit aus dem
Hinblick auf die Gegenwart im Sinne der
Anwesenheit zu bestimmen viel mehr wird
die Zeit die Einheit von Gegenwart
Vergangenheit und Zukunft vom jetzt her
vorgestellt schon Aristoteles sagt
dasjenige was an der Zeit ist das heißt
anwest ist das jeweilige
jetzt Vergangenheit und Zukunft sind ein
meonti etwas nicht
Seiendes zwar kein
schlechthinnichtiges viel mehr
anwesendes dem etwas fehlt welches
fehlen durch das nicht mehr und das noch
nicht jetzt genannt
wird so gesehen erscheint die Zeit als
das nacheinander der jetzt von denen
jedes kaum genannt schon in das soeben
wegschwindet und bereits vom sogleich
verfolgt wird kan sagt von der so
vorgestellten Zeit sie hat nur eine
Dimension die als nacheinander in der
jetztfolge bekannte Zeit meint man wenn
man die Zeit misst und
berechnet wir haben die gerechnete Zeit
so scheint es unmittelbar handgreiflich
vor uns wenn wir die Uhr den Zeitmesser
zur Hand nehmen auf die Zeigerstellung
sehen und feststellen jetzt ist es
20:50
Uhr wir sagen jetzt und meinen die Zeit
aber nirgends an der Uhr die uns doch
die Zeit angibt finden wir die Zeit
weder auf dem ziferblatt noch im
Urwerk gleich wenig finden wir die Zeit
an den modernen technischen
Chronometern die Behauptung trängt sich
auf je technischer das heißt im Effekt
der Messung exakter und ergiebiger die
Chronometer umso geringer die
Veranlassung erst noch dem eigenen der
Zeit nachzud
denken wo aber ist die Zeit ist sie
überhaupt und hat sie einen Ort
offenkundig ist die Zeit nicht
nichts wir bleiben daher vorsichtig und
sagen es gibt Zeit wir werden noch
vorsichtiger und blicken sorgsam auf das
was sich uns als Zeit seigt indem wir
vorblicken auf sein im Sinne von
Anwesenheit allein die
Anwesenheit ist von der Gegenwart im
Sinne des jetzt so weitgehend
verschieden dass sich die Gegenwart als
Anwesenheit auf keine Weise von der
Gegenwart als dem jetzt her bestimmen
lässt eher scheint das Umgekehrte
möglich trefe dies zu dann müsste die
Gegenwart als Anwesenheit und alles was
zu solcher Anwesenheit gehört die
eigentliche Zeit heißen wennleich sie
unmittelbar nichts von der gewöhnlich
vorgestellten Zeit im Sinne des
nacheinander der berechenbaren jetzt
Folge an sich
hat doch bislang haben wir das
Unterlassen deutlicher zu erweisen was
Gegenwart im Sinne von Anwesenheit
besagt durch diese wird das sein
einheitlich als Anwesen und Anwesen
lassen das heißt entbergung
bestimmt welche Sache denken wir wenn
wir Anwesen
sagen Wesen heißt
wären aber zu rasch beruhigen wir uns
dabei wären als bloßes dauern und die
Dauer am leitfahen der gewohnten
Zeitvorstellung als eine zeitstrecke von
einem jetzt zu einem folgenden
aufzufassen die Rede von Anwesen
verlangt jedoch wir im whren als dem
anwähren das weilen und verweilen
vernehmen Anwesen geht uns an
Gegenwart das heißt uns
entgegenweilen uns den
Menschen wer sind
wir wir bleiben vorsichtig mit der
Antwort denn es könnte so stehen dass
ich das
was den Menschen als Menschen
auszeichnet gerade aus dem bestimmt was
wir jetzt zu bedenken haben der Mensch
der von Anwesenheit angegangene deraus
solchem Angang selber auf seine Weise
anwesende zu allem an und
abwesende der Mensch Inn stehend im
Angang von Anwesenheit
dies jedoch so dass er das Anwesen das
es gibt als Gabe
empfängt indem er vernimmt was ihm
Anwesen lassen
erscheint wäre der Mensch nicht der
stäte Empfänger der Gabe aus dem es gibt
Anwesenheit erreichte den Menschen nicht
das in der Gabe
gereichte dann bliebe beim ausbleib
dieser Gabe
sein nicht nur
verborgen auch nicht nur
verschlossen sondern der Mensch bliebe
ausgeschlossen aus der Reichweite des es
gibt sein der Mensch wäre nicht
Mensch nun sieht es so aus als seien wir
mit dem Hinweis auf den Menschen vom Weg
abgekommen auf dem wir doch dem eigenen
der Zeit nachdenken
möchten in gewisser Weise trifft das zu
gleichwohl sind wir der Sache die Zeit
heißt und sich eigens in der Gegenwart
als Anwesenheit zeigen soll
näher als wir
meinen Anwesenheit besagt das stehte den
Menschen angehende ih erreichende und
ihm gereichte
verweilen woher aber nun dieses
reichende erreichen in das Gegenwart als
Anwesenheit gehört sofern es Anwesenheit
gibt zwar bleibt der Mensch immer vom
Anwesen eines jeweilig Anwesenden
angegangen ohne dass er dabei auf das
Anwesen selbst eigens
achtet aber ebenso oft das heißt stets
geht uns auch das abwesen
an einmal so dass mancherlei nicht mehr
in der Weise anwest wie wir es vom
Anwesen im Sinne der Gegenwart
kennen und
dennoch auch dieses nicht mehr
gegenwärtige W in seinem abwesen
unmittelbar an nämlich nach der Art des
uns
angehenden
gewesen dieses fällt nicht wie das bloß
vergangene aus dem vormaligen jetzt weg
das gewesen WST viel mehr an jedoch auf
seine eigene Weise im gewesen wird
Anwesen
gerecht das abwesen geht uns aber auch
an im Sinne des noch nicht
gegenwärtigen nach der Art des Anwesens
im Sinne des auf uns
zukommens die Rede vom auf uns zukommen
ist inzwischen zur Redensart geworden so
hört man sagen die Zukunft hat schon
begonnen was nicht der Fall ist weil die
Zukunft niemals erst beginnt insofern
das abwesen des noch nicht
gegenwärtigen uns immer schon auf
irgendeine Weise angeht das heißt anwest
ebenso unmittelbar wie das
gewesen in der Zukunft im auf uns
zukommen wird Anwesen
gereicht achten wir noch vorsichtiger
auf das
Gesagte dann finden wir im Wesen sei es
das gewesen sei es die Zukunft eine
Weise von Anwesen und
Angang die sich
keinesfalls mit dem Anwesen im Sinne der
unmittelbaren Gegenwart
deckt dem gemäß gilt es zu
beachten nicht jedes Anwesen ist
notwendig
Gegenwart in finden wir solches Anwesen
nämlich das uns erreichende angehen auch
in der
Gegenwart auch in ihr wird Anwesen
gerecht wie sollen wir dieses in der
Gegenwart im gewesen in der Zukunft
Spielende reichen von Anwesen
bestimmen beruht dieses reichen darin
dass es uns
erreicht oder erreicht es uns weil es in
sich ein reichen ist
allerdings
ankommen als noch nicht Gegenwart reicht
und erbringt zugleich nicht mehr
Gegenwart das gewesen und umgekehrt
reicht dieses sich Zukunft zu der
Wechselbezug beider reicht und erbringt
zugleich
Gegenwart zugleich sagen wir und
sprechen damit dem sicheinander reichen
von Zukunft gewesen und
Gegenwart das heißt ihrer eigenen
Einheit einen zeitcharakter
zu dieses Vorgehen ist offenbar nicht
sachgerecht gesetzt dass wir die jetzt
gewiesene Einheit des reichens und
gerade sie Zeit nennen
müssen denn die Zeit ist selber nichts
zeitliches so wenig wie sie etwas
Seiendes ist darum bleibt uns verboten
zu sagen Zukunft gewesenheit Gegenwart
seien zugleich
vorhanden
gleichwohl gehört ihr einander sich
zureichen zusammen ihre einigende
kann sich nur aus ihrem eigenen
bestimmen daraus dass sie einander sich
reichen doch was reichen sie einander
nichts anderes als sich selber dadurch
lichtet sich das was wir den Zeitraum
nennen mit dem Wort Zeit meinen wir aber
jetzt nicht mehr das nacheinander der
jetzt Folge demnach besagt Zeitraum auch
nicht mehr nur den Abstand zwischen zwei
jetztpkten der gerechneten Zeit denn wir
meinen wenn wir z.B feststellen im
Zeitraum von 50 Jahren geschah dies und
jenes Zeitraum nennt das offene dass
sich im einander sich reichen von
Ankunft gewesenheit und
Gegenwart sich lichtet
erst dieses offene und nur es räumt dem
uns gewöhnlich bekannten Raum seine
mögliche Ausbreitung ein das lichtende
einander sich reichen von Zukunft
gewesenheit und Gegenwart ist selber
vorräumlich nur deshalb kann es Raum
einräumen das heißt
geben der gewöhnlich verstandene
Zeitraum im Sinne des gemessenen
Abstandes zweier Zeitpunkte ist das
Resultat der
Zeitrechnung durch sie wird die als
Linie und Parameter vorgestellte und so
nach
einimensionale Zeit zahlenmäßig
abgemessen das so gedachte dimensionale
der Zeit als nacheinander der jetztfolge
ist der Vorstellung des
dreidimensionalen Raumes
entlehnt vor aller Zeitrechnung und
unabhängig von ihr beruht
jedoch das Licht der einander sich
reichen von Zukunft gewesenheit und
Gegenwart im eigenen der eigentlichen
Zeit
dementsprechend eignet ihr und nur ihr
das was wir leicht
missdeutbar
Dimension dur Messung
nennen diese beruht in dem
gekennzeichneten lichtenden reichen als
welches Ankunft die gewesenheit diese
jene und beider Wechselbezug die
Lichtung des offenen
Erbringen von diesem dreifachen reichen
her gedacht erweist sich die eigentliche
Zeit als
dreidimensional Dimension es sei
wiederholt wird hier nicht nur als
Bezirk der möglichen Abmessung gedacht
sondern als das lichtende der Reichen
was erst verstattet einen Bezirk der
Messung auszugrenzen und
vorzustellen woher bestimmt sich nun
aber die Einheit der drei Dimensionen
der eigentlichen Zeit das heißt ihrer
drei ineinander spielenden Weisen des
reichens von
Anwesen wir hörten bereits sowohl im
ankommen des noch nicht gegenwärtigen
als auch dem gewesen des nicht mehr
gegenwärtigen und sogar in der Gegenwart
selbst spielt jeweils eine Art von
Angang und anbringen das heißt
Anwesen dieses so zu denkende Anwesen
dürfen wir nicht der einen der drei
Dimensionen der Zeit
zuweisen nämlich nicht was nahe liegt
der Gegenwart viel mehr beruht die
Einheit der drei Dimensionen in dem
Zuspiel jeder für jede dieses Zuspiel
erweist sich als das eigentliche im
eigenen der Zeit Spielende reichen also
gleichsam als die vierte
Dimension nicht nur gleichsam sondern
aus der Sache
die eigentliche Zeit ist
vierdimensional was wir jedoch in der
abzählung die vierte nennen ist der
Sache nach die erste das heißt das alles
bestimmende reichen es erbringt in der
Ankunft im gewesen in der Gegenwart dass
ihnen jeweils eigene Anwesen hält sie
lichtend auseinander und hält sie so
zueinander in der Nähe aus der die drei
Dimensionen einander genaht
bleiben deshalb nennen wir das erste
anfängliche im wörtlichen Sinne
anfangende reichen worin die Einheit der
eigentlichen Zeit beruht die nähernde
Nähe aber sie nähert Ankunft gewesenheit
Gegenwart ein
indem sie entfernt denn sie hält das
gewesen offen indem sie seine Ankunft
als Gegenwart
verweigert das nähern der Nähe hält das
Ankommen der Zukunft offen indem es im
kommen die Gegenwart
vorenthält die nähernde Nähe hat den
Charakter der Verweigerung und des
vorenthalts sie hält im voraus die
Weisen des reichens von gewesenheit
Ankunft und Gegenwart
zueinander in der
Einheit die Zeit ist nicht es gibt die
Zeit das geben das sie ergibt bestimmt
sich aus der verweigernd vorenthaltenden
Nähe sie gewährt das offene des
Zeitraums und verwartt was im gewesen
verweigert was in der Ankunft
vorenthalten bleibt wir nennen das geben
dass die eigentliche Zeit gibt das
lichtend verbergende reichen insofern
das reichen selber eingeben ist verbirgt
sich in der eigentlichen Zeit das geben
eines
Gebens aber wo gibt es die Zeit und den
Zeitraum
so bedrängend die Frage im ersten
Anschein bleiben mag wir dürfen auf eine
solche Art nicht mehr nach einem wo nach
dem Ort der Zeit
fragen denn die eigentliche Zeit selber
der Bereich ihres durch die nähernde
Nähe bestimmten dreifachen reichens ist
die vorräumliche Ortschaft durch die
erst ein mögliches wo sich
gibt zwar hat die Philosophie seit ihrem
Beginn wann immer sie der Zeit
nachdachte auch gefragt wohin sie gehöre
dabei hatte man vornämlich die als
Ablauf des nacheinander der jetzt Folge
gerechnete Zeit im Blick man erklärte
dass es die gezählte Zeit mit der wir
rechnen nicht geben könne ohne die
Psyche nicht ohne den Animus nicht ohne
die Seele ohne das Bewusstsein ohne den
Geist Zeit gibt es nicht ohne den
Menschen doch was meint dieses nicht
ohne ist der Mensch der Geber der Zeit
oder ihr
Empfänger und wenn dieser wie empfängt
der Mensch die Zeit ist der Mensch
zunächst Mensch um dann
entlich zu irgendeiner Zeit die Zeit in
Empfang und die Beziehung zu ihr
aufzunehmen die eigentliche Zeit ist die
ihr
dreifältiges lichten des reichen
einigende von Anwesen aus Gegenwart
gewesenheit und Zukunft
Spielende spielendes
reichen diese Zeit hat den Menschen als
solchen schon so erreicht dass er nur
Mensch sein kann indem er Inn steht im
dreifachen reichen und aussteht die es
bestimmende
verweigernd vorenthaltende
Nähe die Zeit ist kein Gemächte des
Menschen der Mensch ist kein Gemächte
der Zeit es gibt hier kein machen es
gibt nur das geben im Sinne des
genannten den Zeitraum lichtenden
reichens doch einmal zugestanden die
Weise des Gebens darin es die Zeit gibt
verlange die dargestellte
Kennzeichnung wir stehen immer noch vor
dem rätselhaften
es das wir nennen in der Rede es gibt
Zeit es gibt
sein
die Gefahr wächst dass wir mit der
Nennung des E willkürlich eine
unbestimmte macht ansetzen die alles
geben von sein und von Zeit
bewerkstelligen soll indes entgehen wir
der Unbestimmtheit und vermeiden die
Willkür solange wir uns an die die
Bestimmungen des Gebens halten die wir
zu zeigen versuchten und zwar aus der
Vorsicht auf das sein als Anwesenheit
und auf die Zeit als den Bereich des
reichens der Lichtung eines mehrfältigen
Anwesens das geben im es gibt sein
zeigte sich als schicken und als
Geschick von Anwesenheit in ihren
epochalen Wandlung das geben im es gibt
Zeit zeigte sich als lichtendes
reichen des vierdimensionalen
Bereichs sofern sich im sein als
Anwesenheit dergleichen wie Zeit
bekundet verstärkt sich die schon
erwähnte Vermutung die eigentliche
Zeit das vierfältige reichen des offenen
ließe sich als das es Auffinden dass uns
sein das heißt Anwesen
gibt die Vermutung scheint sich vollens
zu bestätigen wenn wir darauf achten
dass auch das abwesen jeweilen sich als
eine Weise von Anwesen
bekundet nun zeigte sich im gewesen das
nicht mehr
gegenwärtiges durch Verweigerung von
Gegenwart Anwesen lässt zeigte sich im
auf uns zukommen dass noch nicht
gegenwärtiges durch vorenthalt von
Gegenwart Anwesen lässt diejenige Art
des lichtenden reichens die alles
Anwesen ins offene gibt somit erscheint
die eigentliche Zeit als das
es das wir nennen im sagen es gibt
sein das Geschick darin es sein gibt
beruht im reichen von Zeit er weist sich
durch diesen Hinweis die Zeit als das es
das sein gibt
keineswegs denn die Zeit bleibt selber
die Gabe eines es gibt dessen geben den
Bereich verwartt in dem Anwesenheit
gereicht
wird so bleibt das es weiterhin
unbestimmt
rätselhaft in solchem Falle ist es
ratsam das es das gibt aus dem bereits
gekennzeichneten geben her zu bestimmen
dies zeigte sich als schicken von sein
als Zeit im Sinne des lichtenden
reichens im schicken des Geschicks von
sein im reichen von Zeit zeigt sich ein
zueignen ein übereignen nämlich von sein
als Anwesenheit und Zeit als Bereich in
ihr
eigenes was beide Sein und Zeit in ihr
eigenes und das heißt in ihr
zusammengehören
bestimmt nennen wir das
Ereignis was dieses Wort nennt können
wir jetzt aus dem herdenken was sich in
der Vorsicht auf sein und auf Zeit als
Geschick und als reichen bekundet dahin
Zeit und sein
gehören beide sein sowohl wie Zeit
nannten wir Sachen und das und zwischen
beiden ließ ihre Beziehung zueinander im
unbestimmten nun mehr zeigt sich was
beide Sachen zueinander gehören lässt
was beide Sachen nicht nur in ihr
eigenes bringt sondern in ihr
zusammengehören verwartt und darin hält
der verhalt beider Sachen der
Sachverhalt ist das Ereignis der
Sachverhalt kommt nicht
nachträglich als aufgestockte Beziehung
zu sein und Zeit hinzu der Sachverhalt
ereignet erst sein und Zeit aus ihrem
Verhältnis in ihr eigenes und zwar durch
das im Geschick und im lichtenden
reichen sich verbergende
ereignen demnach bezeugt sich das es das
gibt im es gibt sein es gibt Zeit als
das
Ereignis die Aussage ist richichttig und
doch zugleich unwahr das heißt sie
verbirgt uns den Sachverhalt denn
unversehens haben wir ihn als etwas
anwesendes vorgestellt während wir doch
versuchen Anwesenheit als solche zu
denken aber vielleicht werden wir mit
einem Schlag allen Schwierigkeiten allen
umständlichen und anscheinend
fruchtlosen Erörterungen enthoben wenn
wir die schon
längstfällige einfache Frage stellen und
beantworten was ist das
Ereignis hierzu sei eine Zwischenfrage
erlaubt was heißt hier beantworten und
Antwort Antworten meint das
sagen dass dem hier zu denkenden
Sachverhalt das heißt dem
Ereignis
entspricht wenn der Sachverhalt jedoch
verwehrt von ihm in der Weise eine
Aussage zu sagen dann müssen wir auf den
in der gestellten Frage erwarteten
Aussagesatz
verzichten dies bedeutet jedoch das
Unvermögen
eingestehen das hierzu denkende
sachgerecht zu
sagen
oder ist es ratsamer nicht erst auf die
Antwort sondern bereits auf die Frage zu
verzichten denn wie steht es mit der
einleuchtend berechtigten
unverzwungen vorgebrachten Frage was ist
das
Ereignis dabei fragen wir nach dem was
sein nach dem Wesen nachdem wie das
Ereignis W das heißt
mit der anscheinend harmlosen Frage was
ist das
Ereignis verlangen wir eine Auskunft
über das Sein des
Ereignisses wenn nun aber das Sein
selbst sich als solches erweist was ih
das Ereignis gehört und aus ihm erst die
Bestimmung von Anwesenheit
empfängt dann fallen wir mit der
vorgebrachten Frage zu dem zurück was
allererst seine Bestimmung verlangt das
sein aus der
Zeit diese Bestimmung zeigte sich aus
der Vorsicht auf das es gibt im
Durchblick durch die ineinander
verfugten Weisen des Gebens nämlich das
schicken und
reichen schicken von sein beruht im
lichtend verbergenden reichen des
mehrfältigen Anwesens in den offenen
Bereich des
Zeitraums das reichen aber beruht in
eins mit dem schicken im
ereignen dieses das heißt das
eigentümliche des ereignens
Ereignisses bestimmt sich bestimmt auch
den Sinn dessen was wir hier immer
wieder das beruhen
nennen das jetzt Gesagte
erlaubt nötigt sogar in gewisser
Hinsicht zu sagen wie das Ereignis nicht
zu denken
ist wir können das mit dem Namen das
Ereignis genannte nicht mehr am
Leitfaden der geläufigen Wortbedeutung
vorstellen denn sie versteht Ereignis im
Sinne von Vorkommnis und
Geschehnis nicht aus dem E
als dem lichtend
verwahrenden reichen und
schicken so hörte man neulich verkünden
die innerhalb der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft erzielte
Einigung sei ein europäisches Ereignis
von welthistorischeer
Bedeutung fällt nun im Zusammenhang eine
Erörterung des Seins das Wort Ereignis
und hört man das Wort nur nach der
geläufigen Bedeutung dann trät es sich
förmlich auf vom Ereignis des Seins zu
reden denn ohne das sein vermag kein
Seiendes als ein solches zu sein dem
gemäß kann das sein für das höchste für
das allerbedeutsamste
Ereignis
gewöhnlichen Sinne ausgegeben
werden allein
geht nicht auch die einzige Absicht
dieses Vortrags dahin dass sein selbst
als das Ereignis in den Blick zu bringen
allerdings nur sagt das mit dem Wort
Ereignis genannte ganz
anderes
dementsprechend ist auch das
unscheinbare und stets verfängliche weil
merdeutige
zu
denken gesetzt wir lassen für die
Erörterung von Sein und Zeit die
gewöhnliche Bedeutung des Wortes
Ereignis fahren und folgen stattessen
dem im schicken von Anwesenheit und im
lichtenden reichen des Zeitraums sich
andeutenden
Sinn dann bleibt auch so noch die Rede
vom sein als eignis
unbestimmt sein als das
Ereignis früher dachte die Philosophie
vom Seienden her sein als idea als
aktuualitas als Wille und jetzt dies
könnte man denken als
Ereignis so verstanden meint Ereignis
eine abgewandelte Auslegung des Seins
die sie zurecht besteht eine Fortsetzung
der Metaphysik
darstellt das All bedeutet in diesem
Falle
Ereignis als eine Art des Seins
untergeordnetem sein das den
festgehaltenen Leitbegriff
bildet denken wir jedoch wie es versucht
wurde sein im Sinne von Anwesen lassen
dass es im Geschick
gibt dass seinerseits im lichtend
Verborgenen reichen der eigentlichen
Zeit beruht dann gehört das Sein in das
Ereignis aus diesem empfangen das geben
und dessen Gabe ihre
Bestimmung dann wäde das sein eine Art
des Ereignisses und nicht das Ereignis
eine Art des
Seins die Zuflucht in eine solche
Umkehrung wäre zu billig sie denkt an
der Sache vorbei
Ereignis ist nicht der umgreifende
Oberbegriff unter den sich sein und Zeit
einordnen
ließen logische
ordnungsbeziehungen sagen hier nichts
denn indem wir dem Sein selbst
nachdenken seinem eigenen vololgen
erweist es sich als die durch das
reichen von Zeit Werte Gabe des
Geschicks von
Anwesenheit die Gabe von Anwesen ist
Eigentum des
ereignens sein verschwindet im
Ereignis in der Wendung sein als das
Ereignis meint das alles jetzt sein
Anwesen lassen geschickt im
ereignen Zeit gereicht im ereigen Sein
und Zeit
ereignet im
Ereignis und dieses
selbst lässt sich vom Ereignis noch mehr
sagen unterwegs wurde schon mehr gedacht
aber es wurde nicht eigens
gesagt nämlich dies das zum geben als
schicken das an sich halten
nämlich dieses das im reichen von
gewesen und ankommen Verweigerung von
Gegenwart und vorenthalt von Gegenwart
spielen das jetzt genannte an sich
halten Verweigerung
vorenthalt zeigt dergleichen wie ein
sich
entziehen kurz gesagt den
Endzug sofern aber die durch ihn
bestimmten Weisen des bens schicken und
reichen im ereigenen beruhen musste ein
Zug zum eigentümlichen des Ereignisses
gehören dies zu erörtern ist nicht mehr
Sache dieses
Vortrags zwar wurde jetzt im Durchblick
durch das Sein selbst durch die Zeit
selbst wurde im Einblick in das Geschick
von sein und in das reichen von Zeitraum
erblickbar was Ereignis
sagt doch gelangen wir auf diesem Weg zu
etwas anderem als zu einem bloßen
Gedankengebilde aus dem Hinterhalt
dieses
Verdachts spricht die Meinung das
Ereignis müsste doch etwas Seiendes sein
indes das Ereignis ist weder noch gibt
es das Ereignis das eine wie das andere
sagen bedeutet eine Verkehrung des
sachverhals gleich als wollten wir den
Quell aus dem Strom
herleichen was bleibt zu sagen nur dies
das Ereignis
ereignet damit sagen wir vom selben her
auf dasselbe zu dasselbe dem Anschein
nach sagt dies nichts es sagt auch
nichts solange wir das Gesagte als einen
bloßen Satz hören und ihn dem Verhör
durch die Logik
ausliefern wie aber wenn wir das Gesagte
unablässig als den Anhalt für das
Nachdenken übernehmen und dabei
bedenken dass dieses selbe
nicht einmal etwas Neues ist sondern das
älteste des alten im abendländischen
denken das
uralte das sich in dem Namen
ala
verbirgt aus dem was durch dieses
anfängliche aller leitworte des Denkens
vorgesagt wird spricht eine
Verbindlichkeit die jedes Denken bindet
gesetzt dass er sich dem Geheiß des zu
denkenden
fügt es galt sein im Durchblick durch
die eigentliche Zeit in sein eigenes zu
denken aus dem
Ereignis ohne Rücksicht auf die
Beziehung des Seins zum
seien sein ohne das Seiende denken heißt
sein ohne Rücksicht auf die Metaphysik
denken eine solche Rücksicht herrscht
nun aber auch noch in der Absicht die
Metaphysik zu
überwinden darum gilt es vom Überwinden
der Metaphysik abzulassen und die
Metaphysik sich selbst zu
überlassen wenn eine Überwindung nötig
bleibt dann geht sie dasjenige denken an
dass ich eigens in das Ereignis
einlässt um es aus ihm her auf es zu zu
sagen es gilt
unablässig die Hindernisse zu überwinden
die ein solches sagen leicht
unzureichend
machen ein Hindernis dieser
Art bleibt auch das Sagen vom
Ereignis in der Weise eines Vortrags er
hat nur in aussagees setzen
[Musik]
gesprochen
[Musik]
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