0:02
Um Verwirrung zu vermeiden, sei darauf
0:03
hingewiesen, dass Kant auch in der
0:05
ersten Kritik, also in der Kritik der
0:07
reinen Vernunft auch schon von Ästhetik
0:09
spricht, nämlich in der im Kapitel über
0:12
Ästhetik, mit der beginnt quasi das der
0:15
der Haupttext des Buches. Aber in der
0:17
ersten Kritik meint Ästhetik etwas
0:19
anderes, nämlich also nicht sozusagen
0:21
die Wissenschaft der sinnlichen
0:22
Wahrnehmung oder nicht die Wissenschaft
0:24
der sinnlichen Wahrnehmung für äh das
0:27
Schöne, für Erfahrung des
0:29
Schönen, sondern es meint die
0:31
Untersuchung von Bedingungen sinnlicher
0:34
Wahrnehmung, die wir annehmen müssen,
0:35
damit wir überhaupt ein Objekt sozusagen
0:38
quantifizieren oder sinnlich wahrnehmen
0:41
können. Und diese Bedingung der
0:43
sinnlichen Wahrnehmung und darum geht's
0:44
in der transzendentalen Ästhetik. Also
0:46
was sind die Bedingungen der Möglichkeit
0:47
sinnlicher Wahrnehmung an dieser dabei
0:50
kommt ja auf Raum und Zeit zu sprechen,
0:53
um deutlich zu machen, dass nur in Raum
0:54
und Zeit überhaupt sinnliche Wahrnehmung
0:56
stattfinden kann. Er nennt das reine
0:58
Anschauung und unterscheidet die dann
1:02
Kategorien. Mit der Kritik der
1:03
Urteilskraft, also der dritten Kritik
1:06
verhält es sich aber anders. jetzt
1:07
interessiert kann nicht mehr nur die
1:09
erkenntnisoretischen Bedingungen von
1:10
sinnlicher Wahrnehmung eben dazu gehören
1:12
Raum und Zeit, sondern sein Ziel ist es
1:14
einen Beitrag zu Fragen der Rezeption
1:19
leisten, aber er tut es auf eine ganz
1:21
andere Art und Weise als Baumgarten es
1:25
tat, denn in der Kritik der
1:27
Urteilskraft, also der dritten von drei
1:29
Kritiken kümmert es kann nämlich nicht,
1:31
ob und wie sinnliche Wahrnehmung zur
1:33
Erkenntnis beiträgt. Das war das
1:35
Baumgarten, sondern ihn interessiert,
1:37
unter welchen Bedingungen wir etwas als
1:40
beurteilen. Es geht um die Bedingungen
1:43
des Geschmacksurteils und das etwas ganz
1:45
anderes als was jetzt Baumgarten
1:49
Denn diese Geschmacksurteile und das
1:51
interessiert kann können die mich von
1:53
urteilen, das ist ein Mikrofon und
1:57
moralischen Urteilen lügen. Äh du sollst
1:59
nicht lügen oder der Mensch soll nicht
2:00
lügen, unterschieden werden und dann ist
2:02
die Frage, ja, aber wie unterscheiden d
2:04
sich sich diese verschiedenen
2:07
voneinander? Damit aber verändert sich
2:10
bei Kant tatsächlich die Rolle der
2:11
Ästhetik. Sie ist bei Baumgarten noch
2:14
Teil der Erkenntnislehre. Also insofern
2:15
er sagt, ja, was ist was ist mehr in der
2:17
partikulären Hetzetas der Dinge an
2:20
Wahrheitspotenzial, selbst wenn dieses
2:21
Wahrheitspotenzial nicht propositional
2:23
begrifflich aufgefangen werden kann?
2:26
Es geht eben bei Baumgarten um die
2:29
Erkenntnisquellen. Bekannt aber geht es
2:31
um den Bereich der Urteilskraft, also
2:32
sagen, was sind die Eigenschaften, die
2:34
in bestimmten Urteilen über das Schöne
2:38
finden, nämlich das betrifft eben unsere
2:41
subjektive Empfindung oder diverse eine
2:43
oder eine universale Geltung dieses
2:45
Urteil über das Schöne, was das damit
2:47
bekannt konkret auf sich hat, dazu
2:49
kommen wir noch, wenn wir uns mit der
2:51
mit dem ganz konkret mit dem schönen
2:54
auseinandersetzen. Oder noch einmal
2:55
anders gesagt, Kant interessiert weniger
2:57
die Bestimmung, inwiefern die sinnliche
2:59
Erkenntnis irreduzibel gegenüber einer
3:02
Verstandesnammenhänge ist, sondern er
3:05
möchte wissen, was genau ein Urteil über
3:07
einen schönen Gegenstand von einem
3:08
Urteil über ein Faktum oder ein Urteil
3:10
über einen moralischen Sachverhalt
3:14
unterscheidet. Das bleibt immer noch
3:16
sehr abstrakt, ja, wenn man sich denkt,
3:17
h okay, aber was hat das tatsächlich
3:20
jetzt mit Ästhetik zu tun? Äh und das
3:22
wird jetzt irgendwie gleich noch mal
3:24
deutlicher. Da jedoch einige von ihnen
3:27
Kanzphilosophie noch nicht mehr studiert
3:29
haben, muss ich einen kleinen Umweg
3:31
machen, um nämlich deutlich zu machen,
3:32
warum Kant überhaupt glaubt über über
3:34
eine Kritik der Urteilskraft schreiben
3:39
müssen. Daher er erst einige einleitende
3:42
Kommentare zu Kant und zu zentralen
3:44
Einsichten, die mit seiner Philosophie
3:46
verbunden sind, damit wir begreifen.
3:47
Okay, also die auch die seine dritte
3:49
Kritik versucht nicht nur etwas über
3:52
Urteile der Schönen zu sagen, sondern
3:54
sie hat auch irgendwie einen größeren
3:56
mit sousagen sie hat eine sie zu
3:58
schreiben hat eine Notwendigkeit, die
3:59
sich aus den ersten beiden Kritiken
4:01
ergibt und das versuche ich Ihnen im
4:06
darzulegen. Man könnte sagen, eine der
4:08
grundlegendsten Einsichten von Kant ist
4:12
der simple Hinweis, dass es überall
4:14
dort, wo wir etwas erkennen, zu einem
4:15
Zusammenspiel von Erkenntniskkräften
4:18
kommt, nämlich einerseits Sinnlichkeit
4:23
Dieses Zusammenspiel findet immer dann
4:25
statt, wenn wir etwas verstehen oder
4:27
wenn sich uns etwas in der Welt optisch
4:28
darbiet, taptisch äh oder in Worten.
4:32
Dann höre ich etwas beispielsweise und
4:34
mein Verstand verarbeitet das
4:37
gehört. Also das Zusammenspiel betrifft
4:39
nämlich einerseits unsere sinnliche
4:41
Empfänglichkeit, also unsere fünf
4:43
Sinne und das was unsere fün fünf Sinne
4:47
quasi unserem geistigen
4:49
Bestimmungsvermögen zutragen. Also, wir
4:51
haben unsere fünf Sinne und wir haben
4:53
Bestimmungsvermögen, die zwei Quellen
4:58
Erkenntnis. Interessanterweise fällt
5:00
dabei auf, dass wir Menschen als Wesen,
5:02
die Sinneseindrücke haben, letztlich
5:03
immer mit einer unbegrenzten Vielfalt
5:06
sinnlicher Eindrücke konfrontiert
5:08
sind. Das ganz trivial, denn kein Blatt,
5:11
keine Pflanze gleich dem anderen, kein
5:13
Stuhl gleich dem anderen etc. Das heißt,
5:15
wir sind scheinbar immer mit anderen
5:16
Formen und Ansichten der uns umgebenden
5:18
Welt der Erfahrung konfrontiert.
5:23
anderen. Kann spricht in diesem Kontext
5:25
auch von einer unbegrenzten sinnlichen
5:27
Mannighaltigkeit, die uns
5:30
umgibt. Aber wir gehen in dieser
5:32
Mannfaltigkeit eben nicht einfach unter,
5:34
sondern wir schaffen es ähnlich wie
5:36
nichtsprachbegabte Tiere das auch tun
5:38
können, nämlich die Welt um uns so zu
5:40
ordnen, dass wir für uns nicht nur aus
5:41
Sinneseindrücken besteht, sondern auch
5:43
aus über die Zeit gleichbleibenden
5:45
Konstanten oder Objekten. Das haben wir
5:47
eigentlich mit Tieren gemeinsam, weil
5:49
auch Tiere lernen mit Objekten natürlich
5:52
umzugehen. Wir erkennen schließlich in
5:54
der Welt vielfältige Dinge und als
5:56
sprachliche Wesen können wir diese Dinge
5:57
und das unterscheidet uns von nicht
5:59
sprachbegabten Tieren eben auch in
6:01
abstrakte Ordnungsklaster eingruppieren
6:04
und uns Gedanken darüber machen und auch
6:06
uns Gedanken über die Gedanken, die wir
6:10
machen. Wir können also unsere
6:12
Anschauung unter Begriffe bringen. Also,
6:14
es gibt sinnliche Anschauung durch
6:15
unsere Sinne. Ganz klar, wir ordnen die
6:17
Begriffe und können quasi diese Begriffe
6:21
in Begründungsstrukturen
6:23
wiederum bauen, neue Begriffe empfinden
6:25
erfinden, feinere Begriffe und uns
6:27
Gedanken über diese Begriffe machen, ob
6:28
diese Begriffe mit dem sinnlichen Input
6:30
irgendwie gut zusammenstimmen oder
6:35
Wie gesagt, Blätter ähneln sich durch
6:37
Akte der Komplexitätsreduktion, so wie
6:39
Tische sich ähneln und keine Ahnung, wie
6:41
ich ein die Farbe rot eben nicht nur in
6:42
der Schweizer Flagge entdecke, sondern
6:46
Feuerlöscher. Das leistet unser
6:47
geistiges Bestimmungsvermögen. Also
6:49
sonst du sagen, wäre das, was wir
6:51
wahrnehmen, nur ein einziger Flow von
6:53
Wahrnehmungen, nur ein Strom von völlig
6:56
unbestimmten Partikularitäten. Der Geist
6:58
ordnet diese Partikularitäten in
7:00
sozusagen in Kluster und als
7:02
sprachbegabte Wesen können wir diese
7:04
Klennen und orden und uns darüber
7:09
machen. Das funktioniert aber nur, wenn
7:11
eben unsere Erkenntnisse von dem
7:13
Zusammenspiel zwischen Besonderheit,
7:14
also der Mannigfalt des Sinnlichen, vor
7:16
mir ist eine Mannigfahlt des Sinnlichen,
7:20
unendlich und einer Allgemeinheit der
7:22
geistigen Ordnung geprägt ist. Also
7:24
unser Erkenntnis braucht dieses
7:26
Zusammenspiel. sinnliche Mannfertigkeit
7:28
und dann die Allgemeinheit des ordnenden
7:32
Und dabei spielt dann die sinnliche
7:34
Anschauung eine entscheidende Rolle als
7:36
eine von zwei Erkenntnisgränten und
7:38
natürlich unser begriffliches
7:46
Verstandesf. Unsere Erkenntnisse und
7:48
auch die der Kunst müssen immer diese
7:49
Kluft zwischen dem sinnlichen
7:50
Besonderheiten und den geistigen
7:52
Allgemeinheiten überbrücken. Also unsere
7:54
Erkenntnis ist am am angewiesen auf
8:00
Das heißt aber auch, dass wir die uns
8:01
umgebende Wirklichkeit scheinbar nie in
8:03
der epistemischen Fülle all der
8:05
Vielheiten erkennen, die es ja da
8:09
gibt. Und deshalb kann man sagen, dass
8:11
die uns umgebende Wirklichkeit kleiner
8:13
ist als die Menge ihrer Teile. Man
8:15
könnte sagen, keine Ahnung, wenn Sie
8:17
hier ein Tier haben, das erkennt
8:18
vielleicht noch mal ganz andere Dinge,
8:20
oder wenn wir einen Sonarrezeptor haben,
8:22
dann hätten wir da noch irgendwie
8:23
könnten wir aus dieser Viel, die es da
8:24
draußen gibt, noch was anderes
8:25
wahrnehmen, was vielleicht eine Flederus
8:27
aus wahrnehmen kann. Können wir aber
8:28
nicht. Wir haben auch nicht so gute
8:29
Nasen, keine Ahnung wie Bären oder
8:32
Tiere. Das heißt auch auf unsere fünf
8:34
Sinne können natürlich nur das heraus
8:36
Entschuldigung können natürlich nur das
8:41
ähm was sich innerhalb der Grenzen
8:45
befindet. Also die uns umgebende
8:47
mögliche Möglichkeit ist kleiner als die
8:49
Menge ihrer Teile. Da könnte man sagen,
8:51
ist die Menge ihrer Teile überhaupt
8:52
abzählbar aus oder ist die Menge ihrer
8:58
Hier quasi liegt ein eine erste zentrale
9:00
These ersten Kritik. hatten wir im
9:01
Seminar, glaube ich, auch besprochen aus
9:03
der Vorräde, wenn ich mich recht sinne.
9:04
Genau. Äh was das alles mit Ästhetik zu
9:06
tun hat, keine Sorge, wir kommen wir
9:08
kommen nach hin. Ich muss nur das
9:09
Problem aufweisen. Also hierin, also
9:10
deswegen schreibt er hierin liegt eben
9:13
das Experiment einer Gegenprobe der
9:14
Wahrheit des Resultats jener ersten
9:16
Würdigung unserer Vernunfterkenntnis A
9:20
Verstandbegriffe, die Erfahrung möglich
9:22
machen, kommen nicht aus der Erfahrung,
9:24
dass sie nämlich nur auf Erscheinungen
9:26
gehen, die Sache an sich, also die
9:28
Wirklichkeit in ihrer Vielfalt dagegen
9:31
zwar als für sich wirklich, also da
9:32
tatsächlich, wir müssen da annehmen,
9:33
dass da eine Vielfalt ist, die
9:35
unbegrenzt ist, aber von uns unerkannt
9:37
liegen lassen, denn Das was uns
9:40
notwendig über die Grenze der Erfahrung
9:41
oder Erscheinung hinaus zugehen treibt,
9:43
ist das unbedingte und dann spricht
9:45
dazuagen von den Dingen, die wir dann
9:46
trotzdem denken wollen, weil sie jen
9:48
unserer Erfahrung liegen, beispielsweise
9:50
äh Gott Unsterblichkeit und so weiter,
9:54
Objekte. Aber das Zitat zeige ich Ihnen.
9:57
Also die Erscheinungswelt ist kleiner
9:59
als die Welt der Sachen an sich oder der
10:04
Die uns umgebende Wirklichkeit ist
10:05
kleiner als die Menge ihrer Teile und
10:06
das Raster, dass wir Menschen auf die
10:08
sinnlichen Anschauungen legen, liefert
10:10
uns nicht die Natur selbst, liefert uns
10:12
nicht die Sachen selbst oder das Ding an
10:15
sich selbst, sondern die Natur, wie sie
10:18
von unserem Erkenntnisvermögen rezipiert
10:20
werden kann. Ist ja klar, sind alle noch
10:27
Okay. Kann schreibt dann aber auch noch
10:29
eine zweite Kritik. Also sozusagen das
10:30
wäre die eine Kernthese der ersten
10:33
Wir erkennen, wir kennen wir erkennen
10:34
objektive Sachen, weil wir alle die
10:36
gleichen Gleisterstrukturen haben, aber
10:38
die Wirklichkeit in ihrer Fülle erkennen
10:39
wir nicht. ob es sie dann wirklich gibt
10:40
oder ob das ein Grenzbegriff ist, se
10:42
dahingestellt. Dann schreibt aber Kant
10:44
noch eine zweite Kritik, denn ihm war
10:46
klar, dass den Menschen nicht nur
10:47
interessiert, was er in der Welt
10:48
erkennen kann, sondern auch wie der
10:49
Mensch handeln muss, also Kritik der
10:51
praktischen Vernunft, zumindest dann,
10:52
wenn er glaubt, ein freiheitliches und
10:54
moralisches Wesen zu
10:56
sein. Unter naturwissenschaftlichen
10:58
Prämissen, die Kant in der ersten Kritik
11:01
sozusagen thematisiert, weil er will ja
11:02
sagen, ist Naturwissenschaft wirklich
11:04
möglich. Ja, und er sagt, ja, es ist
11:05
möglich, weil es geistige abriorische,
11:07
also erfahrungsunabhängige Prinzipien
11:09
gibt. Ist das ist also diese Frage der
11:12
Moralität nur ein begrenztes Thema.
11:14
Kommt auch vor, aber nicht in dem im
11:15
gleichen Maße wie in der Kritik der
11:18
Vernunft. Und das ist ein und also wenn
11:20
es in der ersten Kritik nur eben sag mal
11:22
um nur Naturwissenschaft geht, dann
11:24
merken sie auch, dass sie gleich
11:25
irgendwie ein Problem mit der Freiheit
11:26
haben. Denn wenn sie und ihr
11:28
menschliches ihr Gehirn oder unser
11:29
menschliches Gehirn unter einem
11:30
Mikroskop legen, dann entdecken sie da
11:34
Sie entdecken dann vielleicht
11:36
Sprachregionen und können dann sagen,
11:38
dass in diesen Sprachregionen ihre
11:39
kognitive Kraft liegt, Urteile zu
11:41
fällen. Aber in diesem Fall wäre ja die
11:43
Freiheit ja wiederum eine
11:44
Natureigenschaft. Das heißt also
11:46
determiniert durch eine Gehirnregion und
11:51
frei. Unser Gehirn ist schließlich wie
11:53
das Gehirn eines Elefanten ein
11:54
Naturprodukt und wenn sie die
11:55
Schädeldecke aufdrücken, finden Sie
11:56
darin natürlich ein Naturprodukt und
12:01
K weiß um das Problem erlöst es, indem
12:03
er behauptet, dass Freiheit zwar nicht
12:04
naturwissenschaftlich bewiesen werden
12:06
kann, aber doch moralphilosophisch
12:08
postuliert werden muss. Schließlich ruht
12:10
unser ganzes Moral- und Rechtssystem auf
12:12
der Prämisse, dass wir Menschen ab einem
12:14
bestimmten Alter für unsere Handlung
12:17
sind. Und nicht nur das Kant behauptet
12:19
darüber hinaus den Primat der
12:21
praktischen Vernunft. Also, es gibt eine
12:24
eine höhere Bedeutung der praktischen
12:26
Vernunft über die theoretische, so als
12:29
wolle er unter allen Umständen
12:30
vermeiden, dass man ihn als materiellen
12:32
Reduktionisten bezeichnen könnte. Also
12:34
so über überspitzt formuliere ich das
12:37
mal. Und der Hinweis auf die
12:39
Vorherrschaft der praktischen Vernunft
12:41
ist auch nachvollziehbar, da es ja
12:42
ansonsten zwei Vernunft Vernünfte gäbe,
12:45
ja, eine theoretische und eine
12:47
praktische. Klingt irwi klingt irgendwie
12:48
nicht gut. Ja, wir haben doch wir sind
12:49
doch wir denken doch mit einer Vernunft.
12:54
Schizophren. Und trotzdem könnte man
12:56
sagen, ja, bekannt es ist, bleibt der
12:57
Mensch fast ein bisschen schizophren
13:01
Spekulative Erkenntnis, theoretische und
13:03
praktische Vernunft können eben nicht
13:05
irgendwie wie nebeneinander
13:08
bestehen. Der spekulativen Vernunft,
13:10
aber untergeordnet zu sein, kann man der
13:12
reinen praktischen Vernunft gar nicht
13:14
zumuten. Also der spekulativen Vernunft,
13:18
aber untergeordnet sein kann man der
13:19
reinpraktischen Vernunft gar nicht
13:21
zumuten, weil alles Interesse zuletzt
13:23
ist und selbst dass der spekulativen
13:25
Vernunft nur bedingt und praktischen
13:27
Gebraucher allein vollständig ist.
13:31
Nun hat also Kant zwei Bücher
13:33
geschrieben. Im ersten Buch, das den
13:34
Bereich der theoretischen Philosophie
13:35
zugesprochen wird, geht es um eine
13:37
Philosophie theoretische Kritik, wie die
13:40
menschlichen Erkenntnisbedingungen
13:42
aussehen. Wie gesagt, zwei Quellenlehre.
13:45
Und im zweiten Buch, das Philosophie
13:47
praktisch ist, geht es um die Frage, ob
13:48
und wie wir Menschen moralisch handeln
13:55
können. Kant kommt dann dabei, also bei
13:57
der zweiten Kritik auf ein objektives
14:00
moralisches Gesetz zu sprechen, das den
14:01
Menschen nicht als ein rein pragmatisch
14:03
denkendes Wesen auslegt oder jetzt nicht
14:05
nur als ein Naturwesen auslegt, sondern
14:08
eben als ein Freiheitswesen auslegt. äh
14:11
das tatsächlich aufgrund von einer
14:13
moralischen ein Einsichtskraft
14:14
tatsächlich fähig ist, sagen wir mal
14:16
das, was Kant das Faktum der Vernunft
14:18
nimmt, zu verwirklichen. Also wir sind
14:19
eben nicht nur Tiere äh sondern wir sind
14:23
freiheitliche Wesen kann nennt das wir
14:24
sind Bewohner zweier Welten, also ein
14:26
ein phänomenaler Bereich, ein
14:27
sogenannter nominaler Bereich. äh und
14:31
auf diese Art und Weise versucht er zu
14:33
sagen, okay, also ich spreche nicht über
14:34
zwei Vernunftformen, ich spreche
14:35
eigentlich über eine, äh aber ich muss
14:38
aber dennoch spreche ich gleichzeitig
14:39
doch über zwei, äh aber die eine ist
14:41
höher zu bewerten als die andere.
14:45
Das heißt, Kant hat trotzdem ein Problem
14:47
und das ist gerade für die wie die
14:48
Nachkant Jana ist ein sehr großes
14:50
Problem, weil sie Kant wie Mosels
14:52
Mendels und sagen wird als den alles
14:57
darstellen. ein schönes Wort auch eben
14:59
von Mendelson habe ich aber auch bei
15:01
Herder mal gelesen, denn seine also wie
15:04
gesagt, sie sehen das Problem, denn
15:05
seine theoretische Philosophie ist
15:07
trotzdem nicht mit seiner praktischen
15:09
Philosophie einfach kompatibel und das
15:12
zeigt sich an dem simplen Hinweis, dass
15:13
wir kannzufolge tatsächlich nie ganz
15:15
sicher sein können, ob wir Menschen
15:16
wirklich dem moralischen Gesetz, dessen
15:19
Einsicht für Kant Bedingung menschlicher
15:21
Freiheit ist, folgen, wenn wir
15:22
beispielsweise jetzt auch auf einem auf
15:25
der Straße einem Obdachlosen einen
15:26
Almosen geben, dann Dann kann es sein,
15:28
dass wir das nicht aus dem reinen
15:30
moralischen Gesetz tun, sondern weil wir
15:31
dann gutes Gefühl haben möchten und dann
15:33
wäre wäre wäre quasi dann hätten wir z
15:35
eine gute Handlung, aber das
15:36
Motivationsvermögen wäre nicht das
15:38
Richtige gewesen für Kant. Und wir
15:39
wissen im gewissen Sinne nie, ob wir
15:41
tatsächlich das reine moralische Gesetz
15:43
äh also befolgen können, äh weil wir uns
15:47
in dem Sinne selber nicht transparent
15:52
Dann wäre aber die Motivation eben in
15:54
diesem Fall des Obdach des des
15:56
Almosengebens eine falsche. Wir würden
15:58
aus Eigeninteresse eher Almosen schenkt
15:59
nicht aufgrund moralischer
16:03
Gesetze. Kant glaubt seiner Perspektive
16:05
trotzdem das Problem gelöst zu haben
16:07
durch das im Zitat erwähnte Primat der
16:09
praktischen Vernunft.
16:12
Und auf praktischer Ebene muss man Kant
16:13
hier wirklich recht geben. Stellen Sie
16:15
sich vor, Sie gehen zur Bahnhofsmission
16:16
und verkünden die Relativität der guten
16:18
Handlungen oder oder sie würden vor
16:20
Gericht stehen und sagen, ja, ich bin
16:21
irgendwie in Naturwesen, ich bin ja gar
16:22
nicht frei. Insofern können sie mich gar
16:24
nicht beurteilen. Sie merken, äh man man
16:26
würde sie nicht wahrnehmen können. Das
16:27
Gericht wird sie trotzdem verurteilen
16:29
oder man oder wenn sie alle guten Werke
16:31
in Frage stellen werden im Sinne von ja,
16:32
das sind wahrscheinlich doch alles nur
16:33
tierische Reaktionen, stehen sie als
16:39
Von hier liegt sich also theoretisch
16:40
gesprochen tatsächlich die Normativität
16:43
nah, die die Kant vertreten muss, damit
16:45
seine Vernunft nicht in verschiedene
16:46
Vernunftformen auseinanderbricht und
16:47
sozusagen schizophren wird. Und trotzdem
16:49
muss man sagen, dass das Problem
16:50
bestehen bleibt und zwar, weil das von
16:52
Kant erwähnte Primat der praktischen
16:54
Vernunft der selbst wiederum eigentlich
16:55
nur so etwas wie eine Art Postulat ist.
16:58
Es kann nicht wissenschaftlich bewiesen
16:59
werden. Er muss es also er muss es ist
17:05
Es begründet sich zirkulär. Es kann ja
17:07
nicht über die theoretische
17:08
naturwissenschaftliche Vernunft also
17:10
begründet werden. Es ist es ist es ist
17:12
zirkulär. Es ist es ist ein es ist eine
17:15
Selbstsetzung. Zwar pragmatisch
17:17
nachvollziehbar, aber es ist eine
17:18
Selbstsetzung. Es begründet sich
17:20
zirkulär, das heißt aus seiner eigenen
17:21
Perspektive, der Perspektive der
17:23
praktischen Vernunft. Diese ist ja nicht
17:25
theoretischer, sondern funktional
17:27
pragmatischer Art. Aber das moralische
17:29
Gesetz verbleibt eben in diesem Sinne
17:30
auf dem Status einer
17:32
Idee. Selbst wenn Kant behauptet, dass
17:34
es das gerade nicht ist, sondern
17:36
unmittelbarer Ausdruck des moralischen
17:38
Gesetzes in uns selbst.
17:43
Das Faktum der Vernunft soll aber für
17:45
Kant gerade keine Idee sein, weil es
17:48
keine kein regulativer Begriff ist, wie
17:50
andere Ideen Gott, Welt Seele und es
17:52
soll auch kein Postulat sein wie
17:55
Unsterblichkeit, weil es nicht
17:57
angenommen werden muss, sondern weil er
17:59
behauptet, dass es gegeben ist, das
18:01
Faktum der Vernunft.
18:03
Aber als Gegebnis ist es natürlich doch
18:08
postuliert. Insofern versteht man auch
18:10
eine Kritik von Habermaß und Apel, die
18:13
sich genau mit diesem Faktum der
18:14
Vernunft sozusagen als eine subjektive
18:16
Eigenschaft des Menschen kritisch
18:18
auseinandersetzen, weil sie der Meinung
18:20
sind, das Faktum der Vernunft hat nichts
18:23
mit dem der subjektiven Bestimmung des
18:25
Menschen und seiner Abhängigkeit von
18:26
Faktum der Vernunft zu tun, sondern mit
18:28
dem Menschen als einem dialogischen
18:29
Wesen und dann kommen sie plötzlich von
18:31
Faktum der Vernunft als eine subjektive
18:33
Eigenschaft des des einzelnen Menschen
18:35
zum Zur Diskursethik, die dann sagt, das
18:37
Faktum der Vernunft hängt an bestimmte
18:40
Diskursprämissen, ist nicht mehr
18:41
individuell, sondern quasi
18:46
Sie werden das für ein marginales
18:48
Problem halten, aber tatsächlich hatte
18:49
ich vor einigen Wochen ein Kollege mit
18:51
einem Kollegen äh von einer anderen
18:54
Universität genau über diese Frage einen
18:56
riesigen Streit, der dazu führte, dass
18:59
wir uns jetzt nicht mehr zum Geburtstag
19:03
gratulieren. Und zwar war das Problem,
19:05
dass ich in der in einer Seminarsitzung
19:07
tatsächlich darauf hinwies und in der
19:09
Seminarsitzung ging es um um KZ
19:11
Autonomiebegriff und dann wies ich
19:13
darauf hin, dass Kant diesen
19:14
Autonomiebegriff ja irgendwie spaltet,
19:16
also irgendwie aufweiß, dass es zwei
19:17
verschiedene Kritik Formen gibt oder
19:22
Vernunftformen. Und äh der Kollege warf
19:24
mir deswegen vor quasi diese die
19:26
Studenten nicht mit dieser These
19:28
konfrontieren zu müssen, weil wir sie
19:30
wir ich muss sie ja stärken im Leben.
19:33
Ja, ich muss Ihnen ja ich muss ihn ja
19:34
sozusagen auf die Schulter klopfen und
19:37
im Sinne von gehen Sie mal, Sie sind ein
19:39
autonomes Wesen und also sie merken es
19:41
sei unverantwortlich diese diese These
19:44
äh zu stark zu machen, weil man den
19:47
Eindruck hat, also Kant will will ja
19:49
eigentlich doch die Vernunft irgendwie
19:50
retten und zu sagen, ja, die die
19:51
Autonomie ist und wir gar nicht zu
19:52
sagen, bei Kant in sich gespalten äh
19:56
wäre in dem Sinne unverantwortlich.
19:58
Also, es war wirklich ein ziemlich
20:00
interessanter Streit.
20:03
Äh, ich erwähne das äh nicht, weil ich
20:05
hier vielleicht im Unrecht war und mein
20:06
mein mein Kollege im Recht, sondern weil
20:08
hier wirklich etwas ernstzunehmendes
20:11
Auftritt, als hier, dass hier wirklich
20:12
ein Problem ist, mit dem Kant uns
20:16
äh und das tatsächlich Kant eigenes
20:18
System irgendwie an die Grenzen der der
20:21
Kohenz bringt. Und ich meine These oder
20:24
zu sagen, ich würde sagen, dass Größe
20:27
darin darin liegt, dass ihr dieses
20:29
diesen Konflikt nicht löst.
20:32
und zwar ganz bewusst nicht löst, weil
20:33
dieses Konflikt quasi vom der dieser
20:35
Konflikt quasi vom Subjekt selbst
20:36
irgendwie gelöst werden muss. Also es
20:38
gibt sie haben keine Garantie, ich
20:40
überspitze es jetzt ein bisschen, sie
20:40
haben keine Garantie, sie haben kein
20:42
Urheberrecht auf ihre Autonomie.
20:45
Die Autonomie ist selber eine Frage, die
20:47
sich die Sie sich stellen
20:50
müssen. Aber eben Sie sehen das Problem
20:52
Kant liegt uns einerseits nah, dass
20:53
Freiheit jenseits unserer Grenzen der
20:55
Erkenntnis liegt und sie im Sinne und in
20:57
dem Sinne nur ein Postulat ist und in
20:59
der Kritik der praktischen Vernunft wird
21:00
sie ein Faktum der Vernunft, aber sie
21:02
bleiben bei dem Problem, sie kriegen
21:04
ihre Freiheit nicht unter ein unter ein
21:05
Mikroskop. Da da finden sie nur ein ein
21:09
Naturjekt ihr ihr Gehirn.
21:13
Das heißt aber auch, dass diese dass das
21:16
Subjekt und ich möchte behaupten, dass
21:18
es das mustergültige Subjekt der
21:20
Freiheit im Reich der Freiheit
21:22
ist. Also ich fühle ja Kant ein, um sie
21:25
einzuführen in das Reich der
21:27
Freiheit. Und ich würde sagen, die
21:29
Freiheit von er kann spricht, Hand hat
21:31
etwas mit diesem Problem zu tun, das im
21:32
Zentrum seiner Theorie ist.
21:36
Also das nämlich das Subjekt der
21:38
Freiheit im Reich der Freiheit ist in
21:41
dem Sinne immer jenseits dieser Welt,
21:44
aber eben nicht als als Phänomen und
21:46
irgendwie sozusagen auch nicht als
21:47
Garantie, sondern eher als eine Art
21:48
Idee. Aber die Idee muss das einzelne
21:50
Subjekt in dem Sinne verkörpern.
21:54
Sie erinnern sich vielleicht noch einmal
21:55
an meine These zu den Höhlenmalereien
21:57
von Lasco, wo ich darauf hingewiesen
21:58
habe, dass das Subjekt hier so etwas wie
22:01
eine Art transzendentale Blickrichtung
22:05
verkörpert. Es ist kein klassisches
22:07
Objekt unter Objekten, sondern mit
22:09
Witgenstein sagt eine Grenze zur Welt.
22:11
Also das Subjekt ist immer eine Art
22:16
Und ich würde sagen, das das begegnet
22:17
uns bei Kant auch eben bei die Grenze
22:19
unter anderem schon an der an der quasi
22:23
an der Bipolarität zwischen
22:25
theoretischer Philosophie Natur und
22:27
praktischer Philosophie Freiheit
22:30
auftaucht. Das kantische Subjekt kann
22:32
nicht selbst Objekt seiner eigenen
22:33
Erkenntnis sein und das kann auch nicht
22:35
selbst Objekt seiner seiner Moralität
22:37
werden. Das könnte nur aus
22:39
Gottesperspektive, so wie das Auge sich
22:41
selbst nicht quasi in seinem im
22:43
Gesichtsfeld sehen kann. Das Subjekt
22:45
erscheint bekannt demnach nur indirekt
22:47
als Lehrer Ort der Möglichkeit als
22:48
strukturelle Bedingung, nicht als
22:50
phänomenale Gegebenheit. Oder man könnte
22:52
auch sagen, es begegnet uns im gewissen
22:53
Sinne aus seiner Negativität heraus.
22:56
Aber scheinbar hat diese Negativität
22:57
etwas mit der Freiheit zu tun. Und da
23:00
merken Sie schon, Freiheit ist hier
23:01
nicht irgendwie Wahlfreiheit im Sinne
23:02
von ess ich jetzt Nutella oder Marmelade
23:05
am Morgen. Ja, daran beweist sich nicht
23:06
ihre Freiheit. ja, zu sagen, dass das
23:08
wäre irgendwie das da daran entscheidet
23:10
sich irgendwie welche Vorlieben sie
23:12
haben, ja, oder was was ihnen sinnlich
23:14
gefällt, aber jetzt noch nicht zu sagen,
23:15
die Freiheit im Kantischen
23:21
Sinn. Also deswegen noch mal, also die
23:23
es gibt eben deswegen diese
23:25
Inkompatibilität zwischen der ersten
23:29
zweiten. Sie impliziert für Kant nicht,
23:31
dass wir unseren Glauben an das
23:33
moralische Gesetz aufgeben dürfen.
23:35
Gerade nicht. Also selbst wenn das
23:37
moralische Geselb nicht nicht
23:38
naturwissenschaftlich bewiesen werden s
23:40
kann, sind sie umso mehr auf
23:42
aufgefordert sozusagen sich der Frage,
23:43
ob es das gibt und ob sie dafür ein
23:45
Stellvertreter sein wollen in dieser ja
23:48
chaotischen Welt kurzusagen die Frage
23:52
zurückfällt. Aber es heißt doch, dass
23:54
wir nicht eben mit erkennstoretische
23:56
wissenschaftlicher Erkenntnis, also mit
23:57
der Erkennisk der Essenkritik unser
23:58
Handelt als freiheitlich und moralisch
24:02
können. Und doch ist es auch eine
24:04
philosophische Katastrophe. Das kann die
24:06
eben wie gesagt dieses dieses Urteil
24:07
fällt unter anderem, weil die
24:09
traditionelle Philosophie immer darum
24:11
bemüht war und das ist sie bis heute ein
24:13
einheitliches sich nicht
24:15
widersprechendes philosophisches System
24:17
zu entwerfen und die Kantianer die quasi
24:20
Postkantianer arbeiten sich genau daran
24:22
ab von Fichte Überschellung bis bis
24:26
Hegel aber sie sehen bisschen die
24:28
Modernität also die Nachkantianer werfen
24:29
Kant also auch wiederum sehr überspitzt
24:32
vor ein nichteinheitliches System
24:34
überliefert zu haben.
24:36
Und die Stärke von Kant würde ich sagen,
24:37
besteht daran gerade das nicht geleistet
24:39
zu haben, sondern sozusagen ein ein
24:41
unvorständiges System hat stehen stehen
24:46
haben. Aber Kanzmodernität liegt eben
24:48
darin mit diesem Anspruch zu brechen,
24:50
also ein einheitliches System zu
24:51
bringen. Das jetzt meine Interpretation.
24:54
Man kann nicht sagen, dass er sich
24:55
dessen bewusst ist, weil natürlich er
24:57
auch wieder darum ringt, dieses System
24:59
kohent zu machen. Aber ich habe den
25:00
Eindruck, es gelingt ihm am letztenendes
25:04
Mit anderen Worten gesagt, Kant
25:06
etabliert zwei grundlegend
25:07
unterschiedliche Bereiche der Vernunft.
25:08
Also er würde das nicht so sehen. Ja,
25:10
aber jetzt sehen wir mal, also wenn alle
25:12
K Postkan ein Problem mit Kant haben,
25:14
dann hat Kant etwas nicht gesehen, was
25:15
die anderen aber in dem
25:16
sagen. Also zwei scheinbar
25:18
unterschiedliche Vernunftbereiche, erste
25:22
Kritik. Der erste Bereich theoretische
25:25
Vernunft. Er versucht den Erkenntnissen
25:26
der Naturwissenschaft eine Grundlage zu
25:28
geben und so weiter, Bedingung der
25:30
Möglichkeit von Erfahrung zu etablieren
25:33
äh und gleichzeitig äh Fragen der
25:35
Metaphysik döffnen, aber eben immer
25:37
unter dem Begriff, was von von welchen
25:40
Grenzen aus können wir diese
25:41
metaphysischen Fragen denn überhaupt
25:42
stellen? Und er will ja diese Fragen
25:44
retten. Er will ja nicht sagen, dass wir
25:45
uns nicht mit Gott Unsterblichkeit,
25:47
Seele Welt und wie nicht beschäftigen
25:48
soll. Da wir sagen, nee, wir müssen uns
25:50
damit beschäftigen, aber eben unter
25:51
meinen aufgewiesenen Erkenntnisgrenzen.
25:54
Und dann quasi der zweite
25:56
Bereich, den der Bereich der praktischen
25:58
Vernunft, Moralität, Freiheit, der uns
26:00
nahelegt, dass wir nur dann unsere
26:02
Freiheit glauben, also wenn wir an der
26:03
fest an der Idee festhalten, tatsächlich
26:05
das moralische Gesetz so ein bisschen
26:07
wie Jesus das Kreuz in diese Welt tragen
26:11
müssen. Aber eben sie sie merken, das
26:14
ist das Problem. Kein Wunder also wenn
26:16
Kant kein Wunder kein Wunder also wenn
26:19
Kant tatsächlich zu den Spitznamen von
26:21
Mendelsohn bekam der alles zermaler zu
26:24
sein. Die Selbstbehauptung bzw. die
26:27
Selbstermächtigung des Subjekts durch
26:28
kann scheint sich irgendwie gegen sich
26:31
richten. In theoretischer Philosophie
26:33
provoziert erkenntnis anscheinend die
26:34
Auslöschung einer objektiven Welt.
26:37
Erinnern Sie sich von den Grenzen her
26:38
kann ich nur die Welt an der Erscheinung
26:40
erkennen, nicht die Sachen da an sich
26:43
hinter den Erscheinungen. Ja. Ich ich
26:45
kann ja nicht ich schaue ja jetzt nicht
26:46
aus der Gottesperspektive hier auf
26:48
diesen Hörsaal, sondern nur aus der aus
26:50
der Perspektive eines Menschen. Ein Hund
26:53
würde hier was vielleicht was ganz
26:54
anderes sehen, ein Engel vielleicht auch
26:56
und ein Alien eventuell
26:58
auch. Das heißt also scheinbar
27:01
Auslöschung der objektiven Welt auf
27:04
Ebene. Und jetzt das Problem, dann haben
27:06
wir die praktische Vernunft. Da
27:08
behauptet aber Kant, wir müssen dem
27:10
moralischen Gesetz folgen. Das heißt,
27:12
wir sind frei, aber sie wir sind
27:13
eigentlich zwanghaft frei. Wir müssen ja
27:15
dem moralischen Gesetz folgen. Und sie
27:19
merken, das ist echt irgendwie, was ist
27:20
den das für eine Theorie? Ja, so auf der
27:22
theoretischen Ebene ist die Welt nicht
27:23
da. Auf der zweiten Ebene bin ich frei,
27:25
aber ich muss, ich bin zwanghaft frei.
27:28
Ähm und und das ist das Zeitgenossen
27:34
aufgefallen. Und gerade diese letzte
27:35
Frage, also wie kann ich frei sein und
27:37
zwanghaft frei wird Schille auf den Plan
27:39
rufen, weil er sagt, das kann doch nicht
27:40
sein, wir müssen doch frei, wir müssen
27:42
doch sozusagen mit Anmut anmut und Würde
27:44
frei sein oder aus dem berühmter
27:47
berühmter Aufsatz von von Schiller. ähm
27:50
groß, aber wirklich eine Kantexperte,
27:52
zumindest was die praktische Philosophie
27:55
betrifft. Also nun, ich erwähne das, um
27:57
Ihnen aufzuweisen, dass Kant eben der
27:59
alles Zermal ist, aber auch selbst das
28:03
erkannte, dass eben Natur und Freiheit,
28:07
also theoretische Philosophie und
28:08
praktische Philosophie letztenendes
28:10
relativ stark voneinander getrennt
28:12
wurden und er jetzt das Problem
28:14
hat, diese Kluft zu kitten. Und jetzt
28:19
kommt die dritte Kritik ins Spiel, die
28:20
Kritik der Urteilskraft.
28:24
Wenn Kant also nun eine dritte Kritik
28:25
schreibt, so hofft er eine Theorie zu
28:27
entwerfen, die von ihm aufgerissene
28:29
Kluft zwischen Natur an
28:31
Naturwissenschaft theoretisch und
28:33
Freiheit ansatzweise zu
28:35
überwinden. Sie sehen also, worum es
28:37
hier geht, um nichts weniger als den
28:39
Versuch, ein scheinbar inkompatibles
28:40
System irgendwie zu kitten, also selbst
28:42
wenn Kantes nicht behaupten würde, dass
28:43
es inkompatibel sei, oder so umzudrehen
28:47
oder umzudeuten, dass die Spannung
28:48
zwischen theoretischer und praktischer
28:50
Philosophie sich auflöst. Und dabei
28:51
wird, wie wir sehen, kannst
28:52
Urteilstheorie über das Schöne eine
28:54
besondere Rolle spielen. Eine
28:55
Urteilstheorie, die sich speziell mit
28:57
dem sogenannten Naturschönen
29:00
beschäftigt. Und trotzdem kann man
29:02
bezweifeln, äh, dass das Kant gelungen
29:04
ist. Ich habe ja ein Zitat entdeckt von
29:05
Schopenhauer, der behauptet, gerade die
29:08
dritte Kritik sei ein völlig heterogenes
29:10
Werk. Das zerfällt nämlich in zwei
29:12
Teile. Einmal eine Art sozusagen
29:14
transzendentale Lehre der Teleologie und
29:16
andererseits in eine Theorie quasi über
29:18
das Schöne und über das Erhabene und
29:20
Schukm aus der Meinung, also das ist ein
29:22
völlig heterogenes Buch. Äh und soll
29:26
damit will ich ihn nur deutlich machen,
29:28
äh dass nicht alle überzeugt sind, dass
29:33
ist. Okay, kommen wir direkt zur äh
29:36
Kritik der Urteilskraft.
29:40
Kant. Sie haben noch Kraft oder? Ja,
29:42
weil wir haben noch eine gute viertel
29:51
Also Kant geht in diesem Werk so vor wie
29:53
immer, also als Transzendentalphilosoph,
29:56
indem er eine sogenannte transzendentale
29:58
Untersuchung anstellt und zwar in
29:59
Anbetracht der Frage, was wir meinen,
30:02
wenn wir behaupten, ein Gegenstand sei
30:05
schön. Was ist noch mal eine
30:07
transzendentale Erklärung? hier noch mal
30:10
anprojiziert. Sie versucht notwendige
30:12
Bedingungen aufzudecken, die bestimmten
30:15
Urteilen, die wir Menschen fällen
30:18
liegen. Das ist so trivial wie es sich
30:21
anhört. Also welche auf welche
30:22
Bedingungen komme ich, wenn ich Urteile
30:24
über Sachverhalte, moralische Urteile
30:25
oder Urteile über das schöne Fälle?
30:30
Wir haben demnach quasi drei
30:32
verschiedene Kritiken mit drei
30:35
Erkenntnisvermögen. Während die erste
30:37
Kritik primär sich mit dem Verstand
30:38
beschäftigt, die zweite mit dem Vermögen
30:40
der Vernunft, als dem Vermögen der
30:41
moralischen oder als Vermögen der Ideen
30:44
geht es in der dritten Kritik um die
30:46
sogenannte Urteilskraft. Genauer gesagt
30:48
um die reflektierende Urteilskraft.
30:52
Was damit gemeint ist, erklärt sich am
30:54
leichtesten, wenn man die sogenannte
30:55
reflektierende Urteilskraft von der
30:57
bestimmenden Urteilskraft
31:01
unterscheidet. Ganz allgemein besagt,
31:04
verweist der Begriff der Urteilskraft
31:06
auf die Fähigkeit, das Besondere als
31:08
enthalten unter dem Allgemeinen zu
31:10
denken ist ganz trivial, also ist
31:12
überhaupt nicht komplex.
31:15
Bestimmend verfährt die Urteilskraft,
31:17
wenn das Besondere unter ein allgemein
31:19
gegebenes Allgemeine äh subsumiert wird.
31:26
Was diese Urteilskraft, die bestimmende
31:27
von der Reflektierenden unterscheidet,
31:29
ist tatsächlich die Fähigkeit
31:32
quasi ein partikuläres unter ein noch
31:34
nicht gefundenes allgemeines zu
31:36
subsumieren. Also dazu sagen, da bauen
31:38
sie im gewissem Sinne einen neuen
31:39
Begriff aus allgemeinen Erfahrungen.
31:42
Also es gibt eine bestimmende
31:42
Urteilskraft und es eine gibt eine
31:45
Urteilskraft. Ich muss, um Ihnen ein
31:48
Beispiel zu geben, bei der sinnlichen
31:51
Wahrnehmung meines Autos auf der Straße
31:52
nicht erst erklären, was der was der
31:54
Gegenstand, der vor mir steht irgendwie
31:57
ist, weil ich meine sinnliche
31:59
Wahrnehmung gleich unter dem Begriff
32:01
Autosubsumiere. Also jetzt auch wieder
32:05
gesagt. Bei der reflektierenden
32:07
Urteilskraft ist aber das Allgemeine,
32:09
also der Begriff, mit dem ich etwas
32:10
partikulares partikuläres zu bestimmen
32:13
versuche, eben in dem Sinne noch nicht
32:14
gegeben. Da würden wir sagen, da ist ja
32:16
klar, sozusagen äh die ganze
32:18
Wissenschaft könnte man sagen, ist die
32:20
Kunst aus dem Partikulären etwas
32:21
Allgemeines abzuziehen. Reflektierende
32:26
Mit anderen Worten, die reflektierende
32:29
sucht ohne begrifflichen Leitfaden, weil
32:31
den muss sie ja das Begriff, wie sie ja
32:33
gerade erst finden, das allgemeine ein
32:34
Verhältnis zwischen dem Besonderen und
32:36
einem möglichen Allgemeinen
32:39
entdecken. Sie ist in dem Sinne
32:41
reflektierend, reflektierende
32:43
Urteilskraft. Ich spreche über die
32:44
Kritik der Urteilskraft, weil sie vom
32:47
Einzelnen ausgeht und nach etwas
32:48
Allgemeinem fragt, dass es noch nicht
32:50
gibt. Wie gesagt, wenn ich einen Tisch
32:51
sehe, allgemein ist sofort da. Kein
32:58
Als Beispiel kann man auf die Anfänge
33:00
der Physik verweisen oder hier äh was
33:03
Kant selbst über Galilei
33:06
schreibt. Man könnte sagen, die Forscher
33:08
suchten nach einer Ordnung in den Bahnen
33:10
der Gestirne, bevor sie ein
33:11
theoretisches Modell beispielsweise
33:13
irgendwie irgendwelche
33:14
Gravitationsgesetze hatten. Die Daten
33:16
waren zunächst bloß Phänomene, aber man
33:17
hatte das Gefühl, sie müssten
33:18
irgendeiner Ordnung folgen, aber die
33:20
Ordnung war noch nicht klar. Also, wir
33:21
haben ein partikuläres und jetzt kommt
33:23
reflektierende Urteilskraft. Verdammt
33:24
noch mal, wie können wir aus diesem aus
33:26
diesem einzelnphänomen etwas machen,
33:28
wenn wir das Allgemeine noch nicht
33:29
haben? Es ist wirklich relativ
33:31
trivial. Deswegen kann er
33:33
schreiben, als Galilei seine Kugeln die
33:37
schiefe Fläche mit einer von ihm
33:38
selbstgebählten Schwere
33:40
herabrollen oder ein gewisser Stahl,
33:42
Metalle und so weiter, das zeigte, so
33:45
ging allen Naturforschern ein Licht auf.
33:49
Sie begriffen, dass die Vernunft nur das
33:51
einsieht, was sie selbst nach ihrem
33:52
Entwurf Entwürfe hervorbringt. Das ist
33:54
schon wieder kurios. Also die Vernunft
33:56
kann sowieso nur das einsehen, was sie
33:58
hervorbringt, dass sie mit Prinzipien
34:00
ihrer Urteile nach beständigen Gesetzen
34:02
vorangehen und die Natur nötigen müsse
34:04
auf ihre Fragen zu antworten. Also
34:06
nicht, also nicht der Mensch antwortet
34:08
auf die Natur, sondern der Mensch zwingt
34:10
die Natur auf seine Allgemeinbegriffe zu
34:16
antworten. nicht aber sich von ihr
34:19
gleichsam am Leitbande gängeln lassen zu
34:21
müssen, denn sonst hängen zufällige nach
34:22
keinem vorherentworfenen Plane gemachten
34:24
Beobachtung gar nicht in einem
34:26
zusammen. Also, ich habe es Ihnen nur
34:29
noch mal gebracht als reflektierende
34:31
Urteilskraft, also etwas etwas
34:32
allgemeine wird gesucht. Die
34:33
reflektierende Urteilskraft ist demnach
34:35
bekannt eine kognitive Haltung, die wir
34:36
immer dann brauchen, wenn wir uns in
34:38
einem offenen Feld befinden, wenn das
34:40
Allgemeine nicht bekannt ist.
34:45
Kant lenkt jetzt seine Leser auf zwei
34:47
bestimmte und auf den Beweislauf der
34:49
Kritik der Urteilskraft wichtige
34:51
Anwendungsfragen, nämlich auf Fragen der
34:53
Ästhetik, das Schöne und das Erhabende
34:55
und auch auf Fragen der
34:58
Teleologie. Und auf den ersten Blick
35:00
könnte man das könnte man jetzt wirklich
35:04
äh, dass Schopenhauer hier recht hat,
35:06
was das sind doch zwei komische Texte.
35:07
Also einmal geht's um das Schöne, einmal
35:09
geht's um Fragen der Teleologie. Wie
35:10
soll das zusammenpassen?
35:15
Denn auf den ersten Blick, wie gesagt,
35:16
könnte man meinen, dass die Analysen
35:19
über die über Urteile über das Schöne
35:21
und das Erhabende scheinen völlig
35:23
losgelöst zu sein von der Frage, ob die
35:25
uns umgebenen Natur einen inneren Zweck
35:27
hat. Und das wäre sozusagen die Idee der
35:29
Tologie. Die Uhr hat die die Natur hat
35:32
einen inneren Zweck, auf den sie
35:35
Und in dem Sinne könnten wir dann der
35:37
Natur also metaphysisch als ein
35:39
metaphysisch sin sinnvolles Gefüge
35:47
begegnen. Warum ist das jetzt für Kant
35:50
so wichtig? Also diese Teliologie, also
35:52
es gibt eine eine Logosstruktur und eine
35:54
Zielgerichtetheit der Natur. Warum ist
35:56
das jetzt für Kant so wichtig?
35:59
Nun, weil organische Naturerscheinungen
36:01
wie etwa Pflanzen, Tiere oder komplexe
36:03
Organismen uns in der Art und Weise, wie
36:05
wir sie wahrnehmen, vernünftig gestaltet
36:09
erscheinen und wir uns trotzdem die
36:11
Frage stellen müssen, ob wir mit der
36:12
Annahme einer vernünftigen bzw.
36:16
Naturordnung spekulative Metaphysik
36:20
nicht. Erinnern Sie sich doch, es geht
36:22
um die Frage, wie kriegen wir einerseits
36:24
Natur und Freiheit zusammen? Und jetzt
36:26
kommt die Urteilskraft und Schad. Kann
36:30
schauen und die Natur sozusagen als ein
36:32
schönes sinnvolles Ganzes erkennen oder
36:34
nicht? Dann wenn man könnte sagen, wenn
36:38
ist, dann ist vielleicht Natur und
36:40
Freiheit doch irgendwie kombiniert dann
36:43
oder dann ist ein dann ist eine Brücke
36:45
zumindest irgendwie geschaffen. Dann ist
36:47
die Natur nämlich nicht einfach nur
36:49
sozusagen ein mechanisches ein
36:51
mechanisches Werkzeug, sondern so schön
36:53
und so sinnvoll eventuell wie die wie
36:55
die Kunst oder wie das
37:02
Naturschöne. Sie kennen vielleicht
37:04
diverse Debatten über Intelligent
37:06
Design, da geht ja um die ähnliche
37:07
Frage, ja, also müssen wir irgendwie
37:08
einen Designer annehmen Gott, der das
37:10
macht, oder wenn wir im Materialisten
37:12
sind, macht's dann überhaupt Sinn von
37:13
Teleologie zu sprechen und müssen wir
37:14
dann sagen, ja, Teleologie wohin Zweck,
37:16
Gerichtetheit, warum ist es nicht
37:18
trotzdem irgendwie nur alles ein
37:19
chaotischer Naturkreislauf? Kantwille
37:21
uns nahlegen zu sagen, nein, das so
37:22
können wir es gerade nicht schauen. Und
37:24
wenn es uns gelingt oder wenn ich Kant
37:27
eine Urteilstheorie entfalte, die zeigt,
37:29
warum wir es gerade nicht also tun
37:31
sollten, dann ist es mir eventuell
37:34
gelungen, aus einer aus einer rein
37:35
theoretischen Philosophie und der Frage
37:37
nach der Freiheit zu entdecken. Ja,
37:38
vielleicht ist die Natur selber nach
37:40
einem metaphysischen Freiheits Prinzip
37:42
gestaltet. Und dann könnte man sagen,
37:44
ja, ihm ist vielleicht tatsächlich diese
37:46
diese schizophrene Kluft zwischen Natur
37:47
und Freiheit irgendwie
37:50
gelungen. Also deswegen noch mal die
37:52
Frage, was hat das jetzt mit der
37:54
reflektierenden Urteilskraft zu tun?
37:56
Nun, es hat insofern etwas mit ihr zu
37:57
tun, da wir kanzufolge natürliche
37:59
Phänomene tatsächlich so betrachten
38:01
dürfen. Hier denken Sie an keine Ahnung
38:03
so ein Biberbau hier. Ja, Biber der bau
38:06
der baut seinen Bau, der baut seinen
38:10
Also, wir können diese Phänomene in der
38:12
Natur so betrachten, als seien sie auf
38:15
ein Ziel oder eine natürliche Ordnung
38:17
angelegt. Oder anders gesagt, immer wenn
38:20
wir auf Besonderheiten in der Natur
38:21
treffen, zu denen wir noch kein
38:22
allgemeines gefunden haben, das ihren
38:25
Zweck erklärt, kommt Kant zufolge unsere
38:27
Urteilskraft als reflektierende
38:29
Urteilskraft zur Anwendung.
38:33
Sie müssen bedenken, Darwins
38:34
Evolutionstheorie äh kommt erst 1859,
38:37
hat noch nicht das Welt das Licht der
38:38
Welt entdeckt und da wird auch noch
38:39
keine Theorie evolutionärer
38:41
Anpassung zur Debatte
38:43
gestellt. Deshalb kann kann noch nicht
38:46
von einer evolutionären Anpassung als
38:48
ein mechanistisches Verhältnis sprechen,
38:49
sondern erwäht einen anderen Weg eben,
38:51
diese quasi telogische
38:54
Zwecketzung gegen ein mechanistisches
38:56
Verständnis und K hätte trotzdem auch
38:58
die wahrscheinlich die die
38:59
dawinistische in dem Sinne
39:02
abgelehnt. gegen ein mechanis
39:04
mechanistisches Verständnis der Natur
39:06
spricht er ähm von Naturzweckmäßigkeit,
39:10
ohne gleichzeitig zu behaupten, dass
39:11
diese Naturzweckmäßigkeit tatsächlich
39:13
auf so etwas wie einen intelligenten
39:15
Designer wie Gott hinweist. Also in dem
39:18
Sinne hält er sich wieder
39:20
zurück. Dann könnte man zwar gegenkant
39:22
immer noch einbenden, dass das Verhalten
39:24
eines Bibers, der einen Staudamm zur
39:27
Nahrungssuche baut oder wofür auch
39:29
immer, doch problemlos durch
39:31
Naturgesetze erklärt werden könnte.
39:33
Aber Kanzargument bezieht sich auf eine
39:36
tiefgreifende liegende
39:37
erkenntnheoretische Frage, nämlich wie
39:39
muss wie müssen wir über die Natur
39:41
urteilen, damit sie für uns verständlich
39:46
Kant sagt also nicht, dass natürliche
39:48
Phänomene sich nicht mechanismisch
39:50
erklären lassen könnten, sondern dass es
39:52
in bestimmten Fällen eine Art
39:54
Betrachtung gibt, bei der wir so bei der
39:57
wir diese Phänomene so aus auffassen,
39:59
als ob sie zweckmäßig geordnet sein auf
40:02
einen und dannit irgendwie auch auf
40:03
einen finalen metaphysischen Zweck
40:11
Ein Uhrwerk oder ein Schaud lassen sich
40:12
mechanistisch erklären, weil sie von
40:14
einem äußeren Zweck geleitet sind.
40:16
Aber ein lebendiger Organismus und das
40:18
haben wir bei dem Biber der der Fall ist
40:21
es nicht nur eben nicht nur eine
40:22
Maschine äh es gibt ein zweckmäßiges
40:25
Ganzes in dem alle Teile so aufeinander
40:28
abgestimmt sind, dass sie sich
40:29
gegenseitig hervorbringen und
40:30
aufrechhalten und kann nennt die das
40:32
eine eben eine innere
40:36
Zweckmäßigkeit und hier setzt dann auch
40:38
dieologische Urteilskraft ein.
40:41
Wir können es versuchen, zwar versuchen
40:42
alles mechanistisch zu erklären, aber
40:44
wir kommen an eine Grenze, weil das
40:45
Leben selbst einer Art von
40:47
Selbstorganisation zeigt, die sich nicht
40:49
so leicht auf eine reine Kausalität
40:52
lässt. Deswegen hier das Zitat: "Die
40:55
Naturzmäßigkeit verdeutlicht mir, dass
40:58
unser Begriff der Natur nicht einfach
40:59
eine Mechanism gleicht, sondern die
41:05
Kunst betrachten lässt oder als Kunst
41:08
betrachtet werden kann. Und hier
41:10
verstehen Sie, glaube ich, wiederum,
41:11
warum ihr glaubt jetzt mit dieser
41:14
Urteilskraft, worauf das Schöne in eine
41:16
Rolle spielt, jetzt wiederum diese die
41:18
die das Problem der ersten beiden
41:19
Kritiken zu lösen. Wie kriege ich aus
41:22
einer Naturkausalität und an einem
41:24
Freiheitspostulat irgendwie eine kohente
41:26
These These. Na, in der Art und Weise,
41:28
dass ich die Natur als ein
41:29
sinnorientiertes Objekt interpretieren
41:33
Zweites Zitat: "Sie, die Urteilskraft
41:35
erweitert also wirklich zwar nicht
41:37
unsere Erkenntnis der Natur,
41:38
Naturobjekte, aber doch unseren Begriff
41:41
der Natur, nämlich von einem bloßen
41:43
Mechanism zu dem Begriff von eben
41:45
derselben als Kunst.
41:49
Das Prinzip, das die reflektierende
41:51
Urteilskraft dabei anleitet, lautet
41:56
Einzelfällenartig aufgestellten
41:57
empirischen Naturgesetze sind so im
42:00
Rahmen von jetzt Zitat transzendental zu
42:03
nennenden Naturgesetzen
42:05
auszulegen als ob ein Verstand, wenn
42:08
gleich nicht der unserige sie zum Berufe
42:11
unserer Erkenntnis Vermögen gegeben
42:13
hätte und damit meint er natürlich einen
42:16
Also, wir dürfen in die Natur so
42:18
schauen, als sei sie zweckmäßig und
42:20
tatsächlich von einem göttlichen Geist
42:22
verbirgt, der der Natur die Möglichkeit
42:24
gibt oder sousagen oder die
42:25
Zielgerichtetheit sinnhaft zu
42:28
sein. Das uns umgebende manigfaltige
42:30
soll aus einem gleich uns unbekannten
42:32
Prinzip der Einheit als notwendig
42:34
angesehen werden. Aber sie sie merken,
42:36
also er sagt nicht, dass es wirklich so
42:37
ist. Er sagt, wir müssen aber eigentlich
42:39
auf die Natur so schauen, wir können gar
42:41
nicht anders als in dies als in dieser
42:43
Natur eine Art Zweckmäßigkeit zu
42:44
entdecken. Deswegen, wie ich vorhin
42:46
sagte, haben Sie erleben sie diese
42:48
Debatten bei bei reduktiven
42:50
Materialisten, die dann zwar auch von
42:51
Teleologie sprechen, aber selber nicht
42:54
genau wissen, ja, was meint denn jetzt
42:55
eigentlich Teleologie? Ja, weil sie
42:56
natürlich nicht an ein an eine
42:57
metaphysische Teleologie glauben wollen.
43:00
Ja, und dann bleibt aber dann bleibt die
43:01
Frage, ja, was dann macht doch eventuell
43:03
der Begriff der Tologie überhaupt keinen
43:06
Es wird dabei aber nicht behauptet, dass
43:07
damit wie gesagt die tatsächliche
43:09
Verfassung der der die tatsächliche
43:11
Verfassung der Welt so beschrieben ist.
43:13
Also, wir können zwar annehmen, dass der
43:14
Biber, dass der Biber in einer Welt
43:17
lebt, die und die sinnvoll gestaltet
43:19
ist, eventuell von einem höheren
43:20
göttlichen Prinzip, aber aber auch dafür
43:22
gibt es keinen wissenschaftlichen
43:23
Beweis, aber wir müssen es annehmen. Wir
43:26
müssen so in die Welt schauen. Anders
43:27
kriegen wir die Vielgestaltigkeit gar
43:29
nicht unter oder hätten wir gar kein
43:31
Interesse daran irgendwie im gewissen
43:33
Sinne neue Erkenntnisse unter neue
43:34
allgemeinen Begriffe zu
43:39
bringen. Daher bezeichnet Kant auch das
43:42
Prinzip der reflektierenden Urteilskraft
43:44
und wie gesagt die dritte Kritik heißt
43:47
Urteilskraft als das Prinzip der
43:49
Zweckmäßigkeit der Natur in ihrer
43:51
Mannigfertigkeit als ein
43:53
transzendentales Betrieb Prinzip also
43:55
als ein Prinzip als Bedingung der
43:58
Erkenntnis entstand nicht der Erfahrung
44:00
und es kann nicht der Natur
44:01
vorschreiben, wie sie sich zu verhalten
44:03
hat. reflektierende Urteilskraft gibt
44:04
sich nur als Prinzip, dass sie sich
44:10
gibt. Hier noch mal, ich komme zum
44:15
Also da, wo es aber wie gesagt, also das
44:18
heißt, wir können wir wir schauen auf
44:21
die Natur in dem in der Art und Weise,
44:23
dass wir den Eindruck haben, es macht
44:24
Sinn, das Partikuläre auf ein
44:27
allgemeines zu schauen. ist die
44:28
Bedingung der Möglichkeit für Kant äh
44:30
die äh überhaupt Naturwissenschaften zu
44:33
betreiben und die Nat und und wobei wir
44:35
dann tatsächlich die Natur im gewissem
44:37
Sinne wie ein Kunstwerk betrachten
44:42
können. Also, ich habe angefangen mit
44:45
dem mit der bestimmenden Urteilskraft
44:48
und mit der reflektierenden
44:49
Urteilskraft. Also da, wo es gar keine
44:52
Probleme gibt, das das Besondere unter
44:55
das Allgemeine zu subsumieren, wie z.B.
44:57
dass hier vor mir ein ein Redennerpuls
44:59
ist. In dem Sinne braucht könnte man
45:01
sagen, da braucht fast gar keine
45:03
Urteilskraft. Urteilskraft kommt in
45:05
allen drei Kritiken bei Kant vor.
45:08
Die Einbildungskraft übernimmt hier die
45:10
entscheidenden Aufgaben. Aufgaben, die
45:12
strikt gesehen dann irgendwie, sag mal,
45:13
im größeren Kontext auch ein Teslaauto
45:15
leisten könn könnte. Also auch ein
45:17
Teslaauto kann eventuell einen Bordstein
45:19
erkennen oder ein oder ein Baumstamm und
45:21
dergleichen und eine Straße. Also da
45:23
könnte man sagen, so richtig
45:24
Urteilskraft ähm braucht's ja nicht
45:28
unbedingt. Hier gelingt eine simple
45:32
Musterzuordnungen. Urteilskraft braucht
45:34
es aber, wie diverse so Trolly Beispiele
45:36
aus der Ethik äh vorzeigen. Kennen Sie
45:39
kennen Sie vielleicht so die Debatten.
45:40
Also äh wenn es um die Frage geht, ja,
45:43
soll jetzt an eine Straßenbahn äh auf
45:45
einer Linie über fünf Menschen fahren
45:48
oder über zwei Menschen oder über fünf
45:50
Kinder oder fünf alte alte Menschen?
45:55
Ähm, okay. Und dann könnte man sagen,
45:56
äh, dann in diesem Fall müsste ein Tesla
45:58
unterscheiden lernen oder halt bestimmte
46:00
Kriterien haben. Und besonders
46:02
interessant wäre es nicht nur, wenn er
46:03
jetzt erkennt, das sind fünf Alte und da
46:04
sind fünf Kinder und dann natürlich
46:06
fährt er dann über die alten äh der der
46:08
Meinung, werden sie alle mit mir sein.
46:10
Ähm, sondern wenn es dann wirklich noch
46:12
mal Grenzwälle gibt, dann müsste er dann
46:13
bräuchte er Urteilskraft. Ja, weil der
46:16
Witz der Urteilskraft ist ja auch Sie
46:19
Kraftmoment, also ein ein
46:23
Okay, also das heißt, im Gegensatz zu
46:25
festen Mustern arbeitet die Urteilskraft
46:27
dort, wo die Kontexte unklar und offen
46:29
sind. Sie ermöglicht mit Situation
46:31
umzugehen, in denen kein vor
46:32
vorgefertigtes Schema und keine feste
46:35
existiert. Und noch genauer gesagt, wo
46:37
erst aus etwas Partikulärem wiederum ein
46:39
allgemeines abgeleitet werden kann. Und
46:41
in der heutigen Debatte um keine Ahnung
46:42
um KI kommen ihr genau immer wieder auf
46:44
diese Frage. Ja, gibt's gibt's überhaupt
46:45
Urteilskraft bei KI? Also ich habe den
46:47
Eindruck, das gibt's jedenfalls immer
46:49
mehr. Ob dahinter dann ein Bewusstsein
46:50
ist, ist mir fast egal. die Urteilskraft
46:51
find ich im Person KI
46:54
erstaunlich, aber wenn sie quasi der das
46:57
also wenn eben etwas etwas Partikulärum
46:59
s etwas ab allgemeines abgeleitet werden
47:02
und wenn sie diesen Mechanismus
47:03
verstanden haben, also dass es diese
47:05
Differenz gibt bestimmte Urteilskraft
47:07
und reflektierende Urteilskraft und was
47:09
Urteilskraft dann wirklich bedeutet,
47:10
wenn sie nicht einfach nur ein Teslaauto
47:12
sein wollen, dann haben sie eigentlich
47:13
auch alle Serien, alle Folgen von Dr.
47:15
Haus verstanden. Kennen Sie die Serie?
47:19
Okay. Äh, weil die diese Serie besteht
47:22
aus zwei Formen von Protagonisten. Das
47:24
sind sozusagen hier die Hilfe ist Helfer
47:27
und das ist sozusagen das Genie Dr.
47:28
Haus. Ja, ich identifiziere mich immer
47:34
Also, weil tatsächlich, also was dieses
47:37
Helferteam von Dr. Haus
47:39
auszeichnet, ist, dass sie tatsächlich
47:41
immer nur im Rahmen der bestimmenden
47:43
Urteilskraft arbeiten, ja, der zufolge
47:45
das Besondere unter ein schon bekanntes
47:47
Allgemeine subsumiert wird.
47:49
Aber just diese Grenze überspringt Dr.
47:51
Haus in fast jeder Folge immer wieder
47:53
gelingt es ihm aus einem Partikulären
47:55
ein noch unbekanntes Allgemeine
47:58
abzuleiten. Für diejenigen, also die die
48:00
Haerie nicht kennen, sei so viel gesagt,
48:02
dass jede Folge damit beginnt, dass ein
48:03
Krank in das, ich glaube das heißt
48:04
Princeton Krankenhaus gebracht wird und
48:06
dann sehen wir, wie Dr. aus allen
48:07
Widerständen seines unfähigen Teams, das
48:10
diese Volltrottel, ja, äh all seinen
48:14
Widerständen zum Trotz am Ende des Leben
48:16
der Kranken rettet, weil ihm gelingt in
48:18
der Retten in der in der durch die
48:19
Partikularität ein neues Allgemeine zu
48:22
denken. Wie kommt er auf die Idee? Nur
48:25
also genau, aber jetzt kommen wir noch
48:26
einmal zur Frage, warum glaubt Kamt mit
48:28
der Kritik der Urteilskraft die ersten
48:29
beiden Kritiken verbinden zu können? Ich
48:31
habe schon angedeutet, ich bin gleich
48:34
Er kommt auf die Idee, weil wir Menschen
48:36
nach seiner Meinung gar nicht anders
48:37
können als transzendentale Bestimmung
48:39
der Zweckmäßigkeit zu entdecken. Also
48:42
etwas, das den Objekten, die unsere
48:43
Erfahrung ausmachen, immer schon
48:45
eingeschrieben ist, also sozusagen als
48:46
Sinnhaftigkeit. Sonst könnte man sagen,
48:48
bräuchten wir gar keine Wissenschaft,
48:49
wenn es nicht doch etwa ein Prinzip
48:50
gibt, dass wir noch entdecken
48:53
könnten. Der Mensch darf im Umgang mit
48:55
der Welt der Erfahrung immer auch als
48:56
ein freiheitliches Wesen auf die Natur
48:58
schauen, die ähnlich zielgerichtet ist,
49:00
wie es der Mensch auf der Ebene seines
49:02
nominalen Wesens als moralisches Wesen
49:05
zielgerichtet ist, auf das moralische
49:07
Gesetz oder das höchste Gut hinzu zuu
49:09
zuzuschreiden schreiten schreiten,
49:11
selbst wenn wir schon tot sind.
49:14
Die Urteilskraft und speziell die
49:15
reflektierende Urteilskraft versucht dem
49:17
nach Natur und Freiheit zu einer
49:18
wohlbestimmten Einheit in einer ihr
49:21
innewohnenden Zweckmäßigkeit zu
49:23
führen. Diese innere Zweckmäßigkeit ist
49:26
dann aber keine Eigenschaft der
49:28
betreffenden Naturdinge. Also wie
49:29
gesagt, wir können nicht tatsächlich
49:31
sagen, dass es tatsächlich eine
49:32
metaphysische Eigenschaft
49:34
gibt, aber wir können äh aber es ist
49:37
richtig, dass wir sozusagen diesen
49:38
Betrachtungsrahmen anwenden, wenn wir
49:41
schauen. Oder noch einmal anders gesagt,
49:43
wir können auf die Welt um uns
49:44
herumschauen, als hätte sie einen
49:45
Endzweck und auch dann noch, wenn es
49:47
viele Besonderheiten und
49:48
Partikularitäten gibt, für die wir
49:49
tatsächlich keine allgemeines gefunden
49:51
haben oder wenn es keine Ahnung
49:52
Katastrophen und Kriege gibt, wie wir
49:54
sie gerade erleben. Diese These vom
49:56
Endzweck äh ist dann in dem Sinne keine
49:59
Tatsachenbehauptung, aber sozusagen es
50:01
ist ein Grundprinzip, mit dem wir auf
50:04
schauen. Die Freiheitsgesetze, wie sie
50:06
der die zweite Kritik offenlegt, müssen
50:08
potenziell auf die Naturgesetze
50:10
angewendet werden können. Und auch damit
50:11
sehen Sie sozusagen, warum die dritte
50:13
Kritik der Urteilskraft eine Kluft oder
50:15
sozusagen die Brücke zwischen den ersten
50:16
beiden Kritiken ist. Oder noch einmal
50:19
anders gesagt, die Urteilskraft und
50:20
speziell die reflektierende möchte, dass
50:22
wir einen Fortschritt in der
50:23
Zerkhaftigkeit der Welt, unserer
50:25
Erfahrung und das ist die Welt der Natur
50:26
sehen bzw. postulieren sodass die Welt
50:29
der Erfahrung in einem stetigen Prozess
50:31
moralischer Perfektionierung steht, an
50:32
dem wir teilnehmen. Es ist 12:1 Uhr.
50:35
Vielleicht machen wir nächste Sitzung
50:36
mal ein paar Fragen. Jetzt mache ich
50:37
Schluss. Vielen Dank für Ihre