0:33
für ein Erdbeben in der philosophischen
0:35
Community sorgten die vor 10 Jahren von
0:38
Peter travne im Vittorio Klostermann
0:40
Verlag herausgegebenen schwarzen Hefte
0:43
heidigers in denen der meisterphilosof
0:46
private Notizen und Anmerkungen zum
0:48
Zeitgeschehen aufgeschrieben hatte
0:50
besonders das im März 2014 erschienene
0:53
Heft der Aufzeichnung von 1939 bis 1941
0:57
über sein Verhältnis zum
0:58
Antisemitismus sorgte seitdem für eine
1:01
enorme heideger Debatte trfni wurde von
1:07
heidegerianern als Nestbeschmutzer
1:10
diformiert dieser Ansicht sind wir im
1:14
österreichischen dasasensanalytischen
1:16
Institut überhaupt nicht wer ehrlich
1:19
philosophiert muss sagen was
1:23
ist vermutlich gibt es niemanden
1:26
berufferin als Peter trff der einordnen
1:28
kann ob und welcher Weise heidiges
1:31
Verhältnis zum Nationalsozialismus in
1:33
Verbindung mit seiner Philosophie steht
1:35
und was das für eine kritische Rezeption
1:38
seines Denkens für uns heute bedeutet
1:42
und in diesem Sinn freuen wir uns nun
1:44
auf Peter Tris Vortrag wildildanschauung
1:46
bei heideger zum Verhältnis von
1:51
Nationalsozialismus herzlich willkommen
1:58
danke vielen dank vielen dank vielen
2:01
dank vielen Dank ja es ist schön dass
2:03
ich mal wieder in Wien sein darf obwohl
2:06
ich gar nicht so selten in Wien bin aber
2:09
schön hier wieder mal an der Universität
2:11
sein eine eine kleine Korrektur das Buch
2:15
Kapital der Musen existiert nicht
2:18
ich wollte mal etwas über die
2:19
zeitgöische Kunst schreiben da gab's
2:23
auch schon ein Verlag der sich dafür
2:25
interessiert hat dann ist mir aber
2:27
tatsächlich nichts eingefallen und äh es
2:33
einendes aber dass mir nichts
2:35
eingefallen ist das darüber hätte ich
2:37
natürlich auch schreiben können aber das
2:38
habe ich dann doch nicht getan na ja
2:41
ähm was ich heute machen will der
2:44
Vortrag wird ein bisschen länger sein
2:45
als gewöhnlich Vorträge
2:49
äh dauern aber nicht es wird schon nicht
2:52
zu deridaschen Dimensionen kommen also
2:55
ich werde sie nicht 3 Stunden lang
3:03
das wird es wird nur nur ein bisschen
3:10
m ja also ich beginne einfach und werde
3:15
vielleicht dann während des Vortrags da
3:18
und dort ein bisschen
3:20
extrapolieren aber sie werden schon
3:25
geht das Problem der Weltanschauung
3:28
enthält noch einige Fragen die selten
3:31
gestellt werden es hängt mit der
3:34
Geschichte dieses Begriffs zusammen geht
3:36
aber nicht in ihr auf der Begriff
3:39
entsteht in der Kantischen Ästhetik
3:43
macht dann eine große Karriere bis zu
3:46
diltais weltanschauungslehre und wird
3:48
dann am Beginn des 20 Jahrhunderts ein
3:52
Allerweltsbegriff eine Weltanschauung zu
3:55
haben gehört zum guten Ton schreibt dann
3:58
auch Franz Rosenzweig im Jahre
4:01
1921 da hatte sich der Begriff aber aus
4:04
dem immanenten Bereich der Philosophie
4:06
schon gelöst und metastasierte in
4:12
Kontext einer dieser Kontexte ist die
4:15
Anthroposophie Rudolf Steiners der hält
4:18
1914 Vorträge zum Thema der menschliche
4:22
und der kosmische Gedanke in denen Zitat
4:26
23 berechtigte Namen für weltanschau
4:30
präsentiert werden für Steiner ist der
4:32
Begriff der Weltanschauung nicht mehr
4:34
hinterfragbar er wird einfach
4:37
unreflektiert als gegeben
4:39
anerkannt ein anderer Kontext ist der
4:43
Beiruter Kreis um Richard
4:46
wagnal dort tut sich in
4:49
Weltanschauungsfragen vor allem Houston
4:51
Stuart Chamberlain hervor der zurelben
4:55
Zeit wie Hitler übrigens in Wien gelebt
4:57
hat der also Chamberlain veröffentlicht
5:01
1898 die Grundlagen des 19 Jahrhunderts
5:05
ein Bestseller und 1905 einen dünneren
5:08
Essay mit dem Titel arische
5:10
Weltanschauung Chamberlain der in den
5:13
Grundlagen am Schluss einen Rückgang zu
5:15
Kant fordert und der ebenfalls 1905 ein
5:19
ganzes Buch über Kant schreibt behauptet
5:22
dort eine Weltanschauung ist ein genau
5:25
ebenso geniales Erzeugnis wie ein großes
5:28
Kunstwerk sie ihr Geheimnis in sich
5:31
selbst den Grundgedanken ihrer
5:36
Gesetzmäßigkeit im Jahre 1923 empfängt
5:39
chberlin beut einen anderen Wagnerianer
5:41
namens alolf Hitler der in dem ein Jahr
5:45
später erscheinenden ersten Band von
5:47
Mein Kampf dann Chamberlain lobend
5:49
erwähnt 1923 ist aber auch das Jahr ind
5:52
dem das Buch eines Ingenieurs namens
5:54
Gottfried Feder mit dem Titel der
5:57
deutsche Staat auf nationaler und sozial
5:59
Grundlage publiziert wird dort heißt es
6:03
in der letzten und tiefsten Analyse
6:04
handelt es sich um den Kampf zweier
6:07
Weltanschauungen die sich in zwei
6:09
grundverschiedenen geistigen Strukturen
6:11
ausdrücken dem produktiv schöpferischen
6:13
Geist und dem beweglichen habgierigen
6:16
Geist der im Boden verwurzelte und in
6:19
metaphysischer Erfahrung die Welt wieder
6:22
überwindende schöpferische Geist findet
6:24
seinen Hauptvertreter im Arischen
6:26
Menschen der habgierige wurzellose auf
6:30
das Dieseits gerichtete kommerzielle und
6:32
materialistische Geist findet sein
6:35
Hauptvertreter im dreimal dürfen Sie
6:37
raten Juden feter wurde der Feder wurde
6:40
der erste Wirtschaftstheoretiker der
6:43
nationalsozialistischen Deutschen
6:45
Arbeiterpartei die Weltanschauung war zu
6:47
einem operativen Begriff in den
6:49
politischen Auseinandersetzungen der
6:50
Nachkriegszeit geworden also nach dem
6:52
Ersten Weltkrieg so geht er dann auch in
6:55
Hitlers Mein Kampf ein wo die
6:58
Weltanschauung zu einem Begriff wird da
7:00
ist sie nicht mehr Gegenstand einer
7:02
Reflexion die fragt was überhaupt eine
7:05
Weltanschauung ist in diesem Sinne
7:07
erscheint sie auch in meinen Kampf dass
7:10
nirgendwo eine theoretische Absicht
7:12
verfolgt was aus der Immanenz einer
7:14
Weltanschauung heraus betrachtet ja auch
7:16
ganz verständlich ist dennoch bezeichnet
7:19
Hitler die Weltanschauung und ihre
7:20
Bewegung einmal als die Durchführung
7:25
Idee wobei nicht ganz klar ist ob einer
7:28
betont gelesen werden soll oder nur im
7:30
Sinne eines unbestimmten Artikels also
7:33
Durchführung einer Idee oder
7:35
Durchführung einer Idee deutlich ist was
7:38
dann auch in der Rezeption des Buches
7:40
also von also das Buches Mein Kampf z.B
7:43
bei Arnold gen eine Rolle spielen sollte
7:46
dass Hitler seine Weltanschauung als
7:51
betrachtet und das machte es bestimmten
7:55
neokantianern die Heinrich riard Bruno
7:58
Bauch und Alfred Bäumler vielleicht
8:02
leichter sich für den
8:03
Nationalsozialismus zu engagieren also
8:08
auch man würde nun wohl behaupten müssen
8:12
dass ein Philosoph der um 1920 beginnt
8:15
sich mit dem Problem der Weltanschauung
8:19
weltanschauungslehre in die Philosophie
8:21
eingegangen ist sehr ignorant gewesen
8:24
sein müsste wenn er nicht bemerkt hätte
8:26
dass der Begriff der Weltanschauung weit
8:28
über die Gren der Philosophie also der
8:30
akademischen Philosophie hinaus nachgade
8:36
war und er hätte sich natürlich auch
8:39
fragen können oder vielleicht sogar
8:40
müssen ob es da eine Verbindung zwischen
8:42
der Prominenz des Begriffs inner und
8:45
außerhalb der Philosophie gegeben hat
8:48
lassen sich die Diskurse wirklich so
8:50
voneinander isolieren dass ein kantext
8:53
von Chamberlain schlechthin nichts mit
8:55
der allgemeinen kantrezeption am Beginn
8:57
des 20 Jahrhunderts zu tun
9:01
haben die Kantianer sich schon einmal
9:03
gefragt warum Kant in Rosenbergs Mythus
9:06
des 20 Jahrhunderts der prominenteste
9:08
stets positiv erwähnte Philosoph
9:13
ist wenn man das zählt also die
9:16
Anmerkung das darf ich eben sagen dann
9:19
wird Kant 17 Mal zitiert Meister
9:22
Eckehart wie da heißt siebenm wobei ihm
9:26
ein ganzes Kapitel gewidmet wird
9:27
allerdings Chamber wir
9:29
zitiert nieche fünfm und Hitler
9:38
17:3 also gewiss wird das nicht viel
9:42
sagen schon schon allein eben wegen hitl
9:45
scheinbarer Unwichtigkeit allerdings ist
9:49
doch interessant ich hatte hab das mal
9:52
Kantianer gesagt die natürlich
9:54
vorausgesetzt haben dass Rosenberg sich
9:56
stets mockiert überkannt oder sich
9:58
gegenkannt aber das ist in keiner Weise
10:03
Fall wenn ich im Folgenden heidegers
10:07
Auseinandersetzung mit dem Begriff der
10:08
Weltanschauung thematisieren werde dann
10:11
beziehe ich kritisch Stellung gegen eine
10:13
akademische Position die jeden politisch
10:17
strategischen Gebrauch des Begriffs der
10:19
Weltanschauung schlechthin ignoriert um
10:23
denke nur keine Berührung zwischen dem
10:26
philosophischen Diskurs und der bloßen
10:28
Sphäre frei flottierender Weltanschauung
10:31
von Steiner bis Hitler herstellen zu
10:34
müssen so kann man dann auch nach dem
10:37
Zweiten Weltkrieg Adornos Weigerung die
10:40
Weltanschauung des Nationalsozialismus
10:42
intellektuell ernstzehmen verstehen der
10:45
Begriff der Philosophie sollte nicht
10:48
kontaminiert werden durch eine
10:50
Weltanschauung die doch zumindest ihre
10:52
Selbstbezeichnung klar aus
10:54
philosophischen Quellen bezog Adorno hat
10:58
sich dann den Gegner gesucht den er
11:00
philosophisch zwar verachtete aber doch
11:03
in seiner Vorlesung Ontologie und
11:05
Dialektik so ernstnahm wie jener ihn nie
11:09
den Gegner an dem er seine Kritik einer
11:12
vom Nationalsozialismus imprägnierten
11:14
Ideologie realisieren wollte der Jargon
11:17
der Eigentlichkeit hat ja den Untertitel
11:23
Ideologie das konnte in Anbetracht der
11:26
Komplexität von Heideggers denken nur
11:29
schiefgehen Adorno war zudem nicht
11:32
bekannt wie heidiger selbst sich bereits
11:35
in den 20er Jahren mit dem Begriff der
11:37
Weltanschauung Beschäftigte und wie er
11:39
ihn sich Ende dieses Jahrzehnts
11:42
aneignete heidiger hat sehr wohl erkannt
11:46
wie die Weltanschauung sich mit ihrer
11:47
Herkunft in der idealistischen
11:49
Philosophie im Nationalsozialismus
11:54
entfaltete diese ihre Genealogie muss
11:57
ganz gegen adornus disqualifizier ernst
11:59
genommen werden wer daher eine
12:01
Begriffsgeschichte der Weltanschauung
12:03
erzählen will ohne ihr ausstrahlen in
12:07
Rassismus Anthroposophie und
12:09
Nationalsozialismus zu berücksichtigen
12:12
erweist meines Erachtens dem Denken
12:17
Bärendienst ich sag ihn auch kurz was
12:19
der Bärendienst ist falls Sie das nicht
12:28
jardin einsamer Bär und ein einsamer
12:30
Gärtner beschließen zusammen zu leben
12:32
sie teilen sich die Arbeit der Bär jagt
12:34
der Gärtner pflegt den Garten da setzt
12:37
sich einmal eine Fliege auf das Gesicht
12:38
des Schlafenden Gärtners und der Bär
12:41
schleudert einen schweren Stein auf sie
12:44
er hat dem toten Gärtner einen
12:47
erwiesen wenn es ih folgenden um
12:50
heiliger geht um seine sich wandelnde
12:54
Weltanschauung dann geht es mir um ein
12:56
Beispiel für die genealogisch betrachtet
12:59
unausweichliche Verstrickung von
13:00
Philosophie in politisch
13:02
weltanschauliche Diskussionen schlecht
13:04
hin ein Beispiel weil der Begriff der
13:07
Weltanschauung in den ersten Jahrzehnten
13:09
des 20 Jahrhunderts von allen
13:11
namenhaften Denkern verwendet wurde
13:13
Simmel Jaspers Scheler Gelen um nur die
13:17
bekannteren zu nennen alle haben sich
13:19
ausfühlich mit Weltanschauung
13:21
beschäftigt ob also Heid heidiger wegen
13:23
seines Interesses an der Weltanschauung
13:25
und der Lektüre von meinen Kampf Anfang
13:27
der 30er Jahre zum Nazi wurde ist mir
13:30
nur insofern wichtig als es ein
13:32
allgemeines Problem beschreibt nämlich
13:34
das Problem inwiefern sich empfatische
13:37
Philosophie in weltanschauliche konst
13:39
Kontexte verstricken muss wenn Sie Ihren
13:42
Weltbezug aufrechterhalten will das war
13:45
in den 20er Jahren des letzten
13:46
Jahrhunderts wahrscheinlich
13:47
unvermeidlicher als heute doch selbst
13:51
uns in dieser sehr funktionalistischen
13:53
Auffassung der Gesellschaft in der
13:55
Philosophie an den Universitäten und in
13:59
ihre Funktion erfüllt dürfte es
14:01
unmöglich sein sich dem Geist der Zeit
14:03
zu entziehen denn wenn jemand die
14:05
Philosophie eben als Funktion der
14:07
Gesellschaft begreift partizipiert er an
14:10
genau dieser funktionalistischen
14:12
Bestimmung die wie man sagen könnte aus
14:15
einer Weltanschauung
14:19
stammt das erste Mal also ich werde
14:22
jetzt komme jetzt zu heidiger das war
14:24
sozusagen die ein die
14:26
Einleitung das erste Mal spricht
14:29
ausführlicher über das Verhältnis von
14:31
Philosopie und Weltanschauung im
14:34
1919 in der Vorlesung zur Bestimmung der
14:38
Philosopie wenn man sich die Texte und
14:41
Vorlesung von heidiger seit seiner
14:43
Promotion die Lehre vom Urteil im
14:48
1913 bis 1933 anschaut fällt einem auf
14:53
dass der Begriff der Weltanschauung im
14:56
Grunde in allen Schriften präsent ist
15:00
es gibt Vorlesung in denen er nachgade
15:02
zentral ist wie den Grundproblemen der
15:05
Phänomenologie vom Sommersemester 1927
15:08
oder der darauffolgenden Vorlesung
15:12
Philosophie es gibt auch solche vor
15:15
allem Anfang der 30er Jahre wo er bei
15:21
verschwindet was interessant ist in den
15:23
Texten nach 1933 wird er wieder
15:26
prominenter bis er im Vortrag die Zeit
15:34
wird wer sich all das einmal in einer
15:37
Art von Überblick anschaut wird eine
15:40
Erfahrung machen die meines erchtens
15:42
vieles über heidigers Denken im
15:44
allgemeinen aussagt also wenn Sie sich
15:46
mit diesem weltanschauungsproblem bei
15:49
beschäftigen man findet nämlich in
15:51
beinah jeder Vorlesung unterschiedliche
15:53
Auffassungen unterschiedliche
15:55
Interpretationen der Weltanschauung und
15:57
daher auch unterschiedlich Folgerung es
16:00
bezeugt dass heidiger kein Dogmatiker
16:02
war der einmal festgestellte
16:04
Behauptungen als allgemein verbindlich
16:07
vorausgesetzt hat man kann im Grunde
16:11
heidiger dachte zu jener Zeit dies und
16:14
das über dies und das und damit genug
16:16
gesagt also sie können nicht z.B sagen
16:19
wie bei Kant es gibt einen vorkritischen
16:22
Kant und es gibt einen eben kritischen
16:30
tatsächlich jede Vorlesung zu einer
16:33
Performanz des Denkens selbst werden zu
16:36
lassen er hat auch stets abgelehnt
16:40
äh dass man behauptet oder behaupte dass
16:44
er eine Philosophie gehabt habe also
16:46
dass es he eine heidegersche Philosophie
16:48
wirklich gegeben habe trotzdem lässt
16:51
sich aber bei der Frage nach der
16:52
Weltanschauung eine gewisse
16:54
auslegungstendenz über 20 Jahre hinweg
16:56
also ungefähr zwischen 1919 und
17:01
ausmachen warum aber so kann man sich
17:05
hier am Anfang des Vortrags Fragen hat
17:08
heiliger das weltanschauungsproblem
17:10
überhaupt so ernst genommen also
17:13
abgesehen davon dass wie ich vorhin ja
17:15
schon gesagt habe alle namhaften
17:17
Philosophen der am Anfang des 20
17:20
Jahrhunderts also 1910 bis 2030 äh
17:23
dieses Thema ernst genommen haben
17:29
bei bei heidiger scheint es aber eine
17:31
besondere Bedeutung erlangt zu haben ich
17:33
gehe davon aus dass eine Philosophie ein
17:37
denken dass die Faktizität des Lebens
17:40
wie es ja zunächst heißt und dann später
17:43
das in der Welt sein des Daseins
17:46
thematisiert von Anfang an eine gewisse
17:48
Nähe zum Thema der Weltanschauung hat
17:51
jedenfalls dann wenn eine Weltanschauung
17:54
ja niemals exklusiv akademische oder
17:57
wissenschaftliche sondern prinzipiell
18:00
und immer auch eine alltägliche
18:02
existentielle Bedeutung
18:04
beansprucht also ja die Frage nach wenn
18:08
würde man heute vielleicht sagen die
18:14
die kristallisiert sich eben natürlich
18:16
im Begriff der Weltanschauung weil dort
18:19
wird die Philosophie oder das Denken
18:21
also nicht die aber das Denken
18:24
äh grundsätzlich zu einer spezifischen
18:30
in Bezug auf diese Unterscheidung von
18:32
akademischer wissenschaftlicher
18:36
weltanschauungsphilosophie wie es heißt
18:38
schreibt heidiger einmal im
18:41
1920 die gegensatzformel
18:43
wissenschaftliche Philosophie
18:46
weltanschauungsphilosophie ist der
18:47
Exponent der Struktur der
18:50
philosophischen Problematik wie sie seit
18:53
Plato die Philosophie mit bestimmten
18:55
Unterbrechungen allerdings beherrscht ja
19:01
diese diese Antithese wenn Sie so wollen
19:03
wissenschaftliche Philosophie also
19:05
akademische Philosophie und
19:08
weltanschauungsphilosophie das sei wie
19:11
hier sagt seit Platon ein grundlegendes
19:14
Problem der Philosophie mit anderen
19:18
Worten im weltanschauungsproblem bezeugt
19:21
sich eine Frage die die Philosophie seit
19:23
ihren Anfängen umtreibt nämlich die ob
19:26
sie eine Wissenschaft oder eine
19:29
ob sie sich in der Theorie erfüllt oder
19:31
zu einer Praxis ja zu einer eigenen
19:33
Lebensform werden kann dieses Problem
19:36
hat Heiligers denken gleichsam von der
19:39
ersten bis zur letzten Minute vielleicht
19:49
interessiert die gegensatzformel
19:52
wissenschaftliche Philosophie
19:54
weltanschauungsphilosophie das wissen
19:56
wahrscheinlich einige hatte nicht
19:59
sonderin sondern sein damaliger Chef
20:01
Edmund hussal in seinem berühmten
20:04
Aufsatz von 1911 Philosophie als strenge
20:07
Wissenschaft geprägt dieser Text führt
20:09
eine Grenze zwischen der von hussal
20:11
sogenannten weltanschauungsphilosophie
20:13
und der Philosophie als strenger
20:14
Wissenschaft ein das heißt da
20:17
z.B Huss Weltanschauungen können
20:20
streiten nur Wissenschaft kann
20:22
entscheiden und ihre Entscheidung trägt
20:26
Ewigkeit das gehört auch in die
20:28
Auseinandersetzung zwischen hussal und
20:30
diltai hussal weist diltais
20:33
krisenbeschreibung der Philosophie nach
20:35
dem Zusammenbruch des Hegelschen Systems
20:37
gleichsam zurück vermutlich auch deshalb
20:39
weil er ohnehin nicht viel mit dem
20:41
deutschen Idealismus anfangen konnte vor
20:43
allem aber für hussal ist die
20:46
Unauflösbarkeit eines Kampfes der
20:49
Weltanschauungen von dem schon diltei
20:51
spricht wissenschaftlich betrachtet ein
20:54
relativistisches Unding hussal war
20:57
heidigers lerer was wiederum bedeutet
21:00
dass dieser sich mit der Hinwendung zum
21:03
weltanschauungsproblem auch mit dem
21:04
Meister auseinandersetzt und natürlich
21:07
steht heiliger nicht auf der Seite
21:10
hussals wenn auch nicht einfach auf der
21:13
diltais er versucht einen eigenen Weg zu
21:20
kriegsnotsemester der Krieg war seit
21:22
1918 vorbei die Vorlesung war für
21:26
Kriegsteilnehmer so heißt es da ang K
21:30
ursprünglich wollte heidiger eine
21:31
Vorlesung überkannt halten man könnte
21:34
also sagen dass heidiger bewusst auf ein
21:36
aktuelles Thema umschwenkte eben auf das
21:40
weltanschauungsproblem es gab allerdings
21:42
noch ein anderes aktuelles Thema nach
21:44
dem Krieg also 1919 wurde über eine
21:47
Universitätsreform im neuen
21:50
postkaiserlichen Staat nachgedacht auch
21:52
darauf reagiert der Junge
21:55
Philosoph einleitend und sehr allgemein
21:59
er man verfügt über eine mehr oder
22:02
minder klare Vorstellung von Philosophie
22:04
zumal in der Gegenwart wo sie und das
22:07
Reden und Schreiben darüber beinah zum
22:09
guten Ton gehören und Weltanschauung ist
22:12
eine geistige Angelegenheit die heute
22:15
jeden angeht also gehört zum guten Ton
22:18
wie wie Rosenzweig schon sagt der Bauer
22:20
im Schwarzwald hat seine Weltanschauung
22:22
sie fällt ihm zusammen mit dem
22:24
leerrgehalt seiner Konfession der
22:26
Fabrikarbeiter hat seine Welt an
22:28
Anschauung sie hat ihren Kern vielleicht
22:30
darin jede Religion als überlebte Sache
22:33
zu betrachten und zu werten erst recht
22:35
hat der sogenannte gebildete seine
22:37
Weltanschauung die politischen Parteien
22:39
haben ihre Weltanschauung es ist das
22:42
Wort gefallen vom Gegensatz der
22:44
englischamerikanischen und deutschen
22:47
Weltanschauung heidiger mag mit der
22:50
letzten Bemerkung an Max schelers Buch
22:53
der Genius des Krieges und der deutsche
22:55
Krieg Denken in dem Scheler unter
22:56
anderem von der Weltanschauung des
22:59
englischamerikanischen Pragmatismus
23:02
spricht das heidiger hier natürlich sagt
23:05
die politischen Parteien haben ihre
23:07
Weltanschauung zeigt dass er schon weiß
23:10
natürlich worüber er schon 1900 in
23:13
dieser Zeit schon spricht heidiger ist
23:16
sich wobei die ndap noch nicht existiert
23:20
dennoch ist er aufmerksam heideger ist
23:23
sich demnach über die Popularität des
23:25
Begriffs bewusst und nicht nur des
23:28
sondern der Entscheidung für eine
23:30
Weltanschauung selbst Bauer
23:32
Fabrikarbeiter und gebildete Teilen
23:35
nicht dieselbe Weltanschauung doch sie
23:37
teilen dass sie überhaupt eine haben
23:40
bemerkenswert ist dass heidiger die
23:42
Konfession bzw Religion in die
23:44
Weltanschauung mit einbezieht es dürfte
23:47
eine eigene Frage sein ob Religion
23:51
Weltanschauung ist ich meine nein aber
23:54
das wäre ein Thema selbst wenn dilta im
23:57
Rahmen seiner Welt anschauungslehre von
23:59
Religiosität also nicht unbedingt von
24:04
äh am Rande gesagt diltis komplette
24:07
Aufzeichnung zur weltanschauungslehre
24:09
konnte heiliger erst nach 1960
24:11
kennenlernen also da wurden sie zum erst
24:14
mal aus dem Nachlass
24:17
publiziert in seiner Vorlesung von 1919
24:21
versucht er zunächst einmal
24:22
herauszuarbeiten was eine Philosophie
24:24
leistet ich werde das nicht im Einzelnen
24:26
ausführen aber er zeigt dass die
24:28
Philosophie Grundauffassungen der Welt
24:31
darstellt dass sie nicht nur eröffnet
24:34
worum es in einer Welt geht oder was
24:36
Welt überhaupt ist sondern dass sie
24:38
herausfindet wie sich historisch diese
24:40
Grundauffassungen ändern das erinnert
24:43
natürlich ein wenig an diltai der in der
24:46
ganzen Diskussion der Weltanschauung im
24:48
Hintergrund wichtig ist dann heißt es
24:51
mit anderen Worten das Absehen der
24:54
großen Philosophen geht auf geht auf ein
24:57
in jedem Sinn letztes allgemeines und
25:00
allgemeinültiges der innere Kampf mit
25:02
den Rätseln des Lebens und der Welt
25:05
sucht zur Ruhe zu kommen in der
25:06
Festsetzung eines endgültigen von Welt
25:09
und Leben Objektiv gewendet jede große
25:13
Philosophie vollendet sich in einer
25:15
Weltanschauung jede Philosophie ist wo
25:18
sie ihrer innersten Tendenz gemäß zur
25:20
ungehemmten Auswirkung kommt
25:25
Metaphysik das in jedem Sinn letzte was
25:28
jeder Mensch Objektiv erstrebe sei eine
25:30
Weltanschauung die heidiger etwas
25:33
überraschend insgesamt mit der
25:34
Metaphysik identifiziert das heißt mit
25:37
dieser großen Tradition der Philosophie
25:39
seit Platon und Aristoteles Philosophie
25:42
geht auf dieses letzte in dem und aus
25:46
dem der Mensch lebt jede Philosophie
25:49
vollendet sich in einer Weltanschauung
25:52
auch Chamberlain hatte von einem sich zu
25:55
der Höhe einer Weltanschauung erhebenden
25:57
denken en um die Philosophie diesem
26:01
unterzuordnen die Philosophie wird auf
26:03
ihrem Höhepunkt oder in ihrer
26:05
eigentlichen Bestimmung zur
26:07
Weltanschauung doch es ist Vorsicht
26:10
geboten das ist nicht das was heidiger
26:13
hier denkt man muss wissen dass
26:15
heidigers Vorlesung und manchmal auch
26:16
seine Vorträge Abhandlungen oder
26:19
Aufsätze einen didaktischen Aufbau haben
26:21
hier wird der Satz als these eingeführt
26:24
als etwas das man vielfach hört z.B eben
26:28
bei chamberlan wobei heidiger natürlich
26:29
den also der Name chamberlan taucht
26:31
natürlich bei heidiger nie auf der Satz
26:35
ist nur die eine Hälfte eines Problems
26:37
das heidiger erst ausarbeiten will damit
26:39
wird er natürlich die Exsoldaten nehme
26:42
ich an schon überfordert haben die also
26:44
im Plenum gesessen haben ich wähnte
26:46
erwähnte dass heidiger eine Vorlesung
26:49
überkann plante das kehrt in der
26:51
vorliegenden Vorlesung insofern wieder
26:53
als er einen wissenschaftlichen Begriff
26:55
der Philosophie ausgehend vom Begriff
26:57
der Kritik entwickelt Philosophie sei
27:00
kritische wertwissenschaft oder auch
27:03
einfach kritische Wissenschaft und als
27:06
solche sei sie nicht identisch mit
27:09
weltanschauungslehre das ist etwas
27:11
missverständlich formuliert
27:13
weltanschauungslehre ist der Begriff den
27:15
dilteil benutzt um zu untersuchen was
27:17
eine Weltanschauung an sich ist und wie
27:20
sie dann in einer Typologie von
27:21
Weltanschauung differenziert werden kann
27:24
das meint aber der Satz dass ich die
27:26
Philosophie in einer weltanschau
27:29
keineswegs heiliger geht es um die
27:32
Paradoxie die zwischen der Philosophie
27:34
und der Weltanschauung bestehen solle
27:36
die Paradoxie das meint hier den
27:38
Gedanken dass die Philosophie zugleich
27:40
Weltanschauung und doch nicht
27:42
Weltanschauung sei typisch wie heidiger
27:45
diese Paradoxie in der frühen Vorlesung
27:48
einschätzt sie habe als formal
27:51
methodische erwegung eine scheinbare
27:53
Berechtigung SST sonst aber nur den
27:56
fragwürdigen Vorrang zur Katastrophe
27:59
aller bisherigen Philosophie zu
28:02
führen typisch meine ich weil der von
28:05
mir schon angesprochene performative
28:07
Charakter des heideggerschen Denkens die
28:09
Dramatisierung liebt es geht immer ums
28:12
ganze andererseits leuchtet ein warum in
28:15
der Weltanschauung die Philosophie die
28:17
dem Menschen sogenannten letzte
28:19
Antworten liefern will auf dem Spiel
28:21
steht heidiger Erl erklärt nun wo das
28:24
eigentliche Problem liegt ich zitiere
28:28
der Ausdruck weltanschauungsproblem
28:30
erhält jetzt eine neue Bedeutung soll
28:33
erwiesen werden dass die Ausbildung
28:35
einer Weltanschauung in keiner Weise
28:37
auch nicht als grenzaufgabe zur
28:39
Philosophie gehört dass sie selbst ein
28:42
philosophieremdes Phänomen darstellt
28:44
dann schließt solcher Nachweis ein das
28:47
Aufzeigen der völligen Andersartigkeit
28:49
der Weltanschauung das heißt
28:51
Weltanschauung überhaupt und als
28:54
solche nicht diese oder jene bestimmte
28:58
nicht die Ausbildung einer solchen das
29:00
Wesen der Weltanschauung wird Problem
29:02
und zwar in der Richtung seiner Deutung
29:04
aus einem übergreifenden Sinn
29:06
Zusammenhang also sie verstehen dass es
29:11
die Ausarbeitung einer spezifischen
29:14
Weltanschauung sondern heidiger als
29:16
Philosoph will wissen was ist denn das
29:21
Weltanschauung erst wenn dieses Wesen
29:24
verstanden wird kann das Problem gelöst
29:28
versucht es im Jahre 1919 insofern zu
29:30
lösen als er für die Philosophie den
29:32
Begriff der urwissenschaft über den der
29:34
kritischen wertwissenschaft hinaus zu
29:40
heidigrianer also heidiger Forscher
29:42
kennen wahrscheinlich diesen Term
29:44
urwissenschaft an dem er in jener Zeit
29:47
nagt immerhin hält er ihn in jener
29:50
Vorlesung aus dem kriegsnotsemester für
29:52
so stark dass er sich fortan in der
29:54
Vorlesung mit dem weltanschauungsproblem
29:56
nicht mehr aufhälllt das dass er mit dem
29:58
Begriff der urwissenschaft systematisch
30:00
nur scheitern konnte meiner Ansicht nach
30:02
liegt jedoch auf der Hand also
30:05
urwissenschaft das war 1920 glaube ich
30:08
oder 1919 schon nicht mehr möglich ich
30:11
springe daher in die schon zitierte
30:13
vorlesung vom Sommersemester 1920
30:15
Phänomenologie der Anschauung und des
30:17
Ausdrucks Theorie der philosophischen
30:20
Begriffsbildung ich werde den Titel
30:22
nicht weiter erklären in der Vorlesung
30:24
liefert er eine eigene immer vorläufige
30:26
Bestimmung von Welt Anschauung da heißt
30:29
es wir beginnen mit einer kurzen Klärung
30:32
des Phänomens Weltanschauung es ist ein
30:34
Gebilde das seinem Gehalts Bezugs und
30:37
vollzugssinn nach ganz in die
30:39
Grundstruktur der faktischen
30:41
Lebenserfahrung gehört verstehen wir
30:44
jedes Einzel und Gemeinschaftsleben in
30:46
seiner Totalität als erwachsen aus einer
30:49
geistigen Situation und in ihr sich
30:52
durchhaltend und vollendend dann besagt
30:55
Weltanschauung der lebendige konkrete
30:58
motivationszusammenhang der Grund
31:00
Stellungnahmen Entscheidung und
31:03
Lebenswelten der die Situation eines
31:06
Lebens durchherrscht Weltanschauung
31:09
wächst und fällt dem konkreten Leben aus
31:13
und in der faktischen Lebenserfahrung zu
31:16
sie ist kein theoretisch gefundenes kein
31:18
theoretisch zugeeignetes und auch kein
31:20
theoretisch festgehaltenes Gebilde von
31:24
intersubjektiver oder überhistorischer
31:28
sofern also von einer Weltanschauung
31:30
irgendeiner Persönlichkeit Gemeinschaft
31:32
Generation oder Zeit gesprochen wird ist
31:35
somit konkretes Leben zu Begriff
31:37
gebracht und objektiviert in einer Weise
31:40
die bislang philosophisch noch nicht
31:41
aufgeklärt ist und hier verweist er dann
31:45
auf Jaspers Psychologie der
31:46
Weltanschauung das Buch hatte ich ja
31:48
äh vorhin noch gar nicht erwähnt aber
31:51
natürlich ist jaspas für ihn in der Zeit
31:53
also die gerade mit diesem Buch ein
31:55
ständiger Gesprächspartner
31:58
was man hört wenn man heidiger kennt das
32:01
ist ein ernstnehmen des
32:03
weltanschauungsproblems so sehr dass er
32:05
die Weltanschauung eigentlich als ein
32:07
notwendiges Phänomen des Daseins des
32:09
Faktischen Lebens bestimmt jeder Mensch
32:11
ist von den Problemen der Weltanschauung
32:13
betroffen insofern er alltäglich
32:16
existiert der Philosoph spricht davon
32:20
dass hier konkretes Leben zum Begriff
32:22
gebracht wird mehr kann man eigentlich
32:24
im heiliger Kosmos zur Ehre eines
32:29
vor diesem Hintergrund erscheint dann
32:31
jener Begriff den den hussal in
32:33
Philosophie als strenge Wissenschaft
32:34
etablierte nämlich der der
32:38
weltanschauungsphilosophie Philosophie
32:39
wird zur Ausgestaltung einer
32:41
Weltanschauung dabei berücksichtigt
32:43
heidiger in der Formulierung von der
32:44
geistigen Situation eine Wendung die
32:47
1931 in Jaspers Bestseller die geistige
32:50
Situation der Zeit wieder auftaucht die
32:53
geschichtliche Bedingtheit und das heißt
32:55
den Relativismus dieser Ausgestaltung
32:58
das gest Zitat das Gestalten und
33:00
ausformen einer Weltanschauung ist aus
33:03
einer geistesgeschichtlichen Situation
33:05
motiviert Weltanschauung greift der Zeit
33:08
vor und leitet sie indem sie die Zeit
33:13
mitreist führt sie diese
33:16
zugleich also die Zeit die die
33:19
Weltanschauung reißt die Zeit mit und
33:22
führt sie diese Beschreibung gibt den
33:24
Blick frei in die sozialpolitische
33:26
Dimension der Welt an Schauung ohne dass
33:28
heiliger ein Interesse daran hätte sie
33:30
genauer zu erfassen und doch erkennen
33:33
wir dass der Philosoph mindestens ahnte
33:35
welche Wichtigkeit das
33:36
weltanschauungsproblem zu seiner Zeit
33:38
hatte die Bemerkung vom Führen der
33:43
ernstzunehmen die ausführlichste
33:45
Auseinandersetzung mit dem Verhältnis
33:47
von Philosophie und Weltanschauung
33:48
finden wir im Wintersemester 28 29 in
33:52
der Vorlesung Einleitung in die
33:55
Philosophie diese Vorlesung wendet sich
33:57
als an Anfänger heidiger erläutert das
34:00
sehr genau zu Beginn und verwendet dabei
34:02
einen Begriff der später eine ziemliche
34:04
Karriere hingelegt hat der Philosoph der
34:07
Philosoph fragt sich was es denn
34:09
überhaupt heiße zu studieren
34:11
möglicherweise den Beruf einer
34:13
Akademikerin zu ergreifen eine Antwort
34:16
folgendermaßen mit diesem Anspruch
34:19
sofern wir ihn überhaupt verstehen haben
34:22
wir die Verpflichtung in unser Dasein
34:24
gepflanzt im jeweiligen ganzen des
34:27
geschichtlich miteinanderseins so etwas
34:29
wie eine Führerschaft zu
34:31
übernehmen darunter verstehen wir nicht
34:34
die äußere Übernahme eines sogenannten
34:36
leitenden Postens im Gebiet des
34:38
öffentlichen Lebens nicht dass wir
34:41
vielleicht da und dort die Rolle des
34:43
Vorgesetzten oder Direktors
34:45
spielen sondern Führerschaft ist die
34:48
Verpflichtung zu einer Existenz die in
34:51
gewisser Weise die Möglichkeiten
34:52
menschlichen Daseins im ganzen und
34:54
letzten ursprünglicher versteht und in
34:57
diesem verstehen Vorbild sein soll also
35:01
der Philosoph nicht W und etwas
35:04
später diese verborgene Vorbildlichkeit
35:07
echter Führerschaft bedarf aber iher
35:10
eigenen Klarheit und Sicherheit das
35:12
heißt das Dasein Bedarf selbst einer
35:14
ständig sich erneuernden Besinnung auf
35:17
die Grundstellungen des Daseins im zum
35:19
ganzen des Seienden eine Besinnung aber
35:22
die sich unmittelbar aus der jeweiligen
35:24
geschichtlichen Lage des Daseins
35:25
bestimmt und in sie hinein sich auswirkt
35:30
was so in der Führerschaft freilich
35:33
nicht nur in ihr liegt nennen wir
35:37
Weltanschauung so besagt die Aufgabe ein
35:40
fororschverständnis von Philosophie aus
35:42
den jetzt unser daseinen bestimmenden
35:44
Mächten zu gewinnen nichts anderes als
35:47
die Frage zu stellen wie verhält sich
35:49
Philosophie zu Führerschaft
35:54
Wissenschaft Heider entfaltet dann eine
35:57
eigene Theorie der Weltanschauung
35:59
ausgehend zunächst von der Klärung des
36:01
weltbegriffs und auch des in der
36:03
weltseins des Daseins und der
36:05
Transzendenz das heißt des sogenannten
36:07
überstiegs das ganze schließt in
36:10
Betrachtungen wier folgenden wenn
36:12
transzendieren heißt in der Welt sein
36:15
und dieses je ist sich halten in
36:21
Weltanschauung dann ist ausdrückliches
36:23
transzendieren das heißt philosophieren
36:26
ein ausdrückliches Ausbilden von
36:30
Weltanschauung ja also hier bekennt er
36:34
sich also im Wintersemester 28 29
36:39
sich dazu philosophieren ist ein
36:42
ausdrückliches ausbildend von
36:44
Weltanschauung und heidiger erläutert
36:46
dann noch zwei grundmöglichkeiten von
36:48
Weltanschauung eine sozusagen
36:51
eigentliche vom Begriff des Mythos her
36:54
und eine uneigentliche vom Begriff des
37:00
ausgehend verzeihen Sie mir die etwas
37:02
hastigen Zusammenfassung aber wir haben
37:05
ja tatsächlich noch etwas vor uns es
37:07
lässt sich sagen dass heidiger im Sommer
37:10
28 29 bereit ist eine
37:13
weltanschauungsphilosophie zu
37:14
präsentieren nun geht die Philosophie
37:16
tatsächlich auf in einer vom Mythus
37:18
herverstandenen Weltanschauung der
37:21
Mythus kennzeichne wie es heißt eine
37:23
grundmöglichkeit des in der Welt Seins
37:28
zu ihm gehört ein also Zitat zu ihm
37:30
gehört ein ganz bestimmtes ob zwar
37:32
abwandelbares sich halten im in der Welt
37:35
sein eine ganz bestimmte
37:38
Weltanschauung man muss sich diese
37:40
Bestimmung der Weltanschauung genauer
37:42
durch den Kopf gehen lassen sicher
37:43
heidiger hatte D Jahre zuvor kassiras
37:46
zweiten Teil der Philosophie der
37:47
symbolischen Formen über das mythische
37:49
denken rezensiert positiv rezensiert in
37:52
der Vorlesung erinnert er an diesen Text
37:56
auf du eben als auf durchaus positive
37:58
Weise und doch widerspricht es gleichsam
38:01
schon dem Sprachgefühl das heiliger hier
38:03
bereit ist ein derartig neuzeitlichen
38:06
Begriff wie den der Weltanschauung auf
38:10
aufzufopfen die eigentliche Bestimmung
38:12
der Weltanschauung konzentriert heidiger
38:14
also im sich halten oder der Haltung in
38:17
der Weltanschauung als Haltung sagt er
38:20
liege das Gewicht des Daseins im
38:22
Verhalten als sich verhalten und selbst
38:26
handeln das zieht dann selbst noch in
38:28
die Tiefe der Geschichte
38:30
hinein mit der Ausbildung der
38:32
Weltanschauung sagt heidiger als Haltung
38:35
ist wesensnotwendig ein Wandel der
38:37
Wahrheit als solcher
38:41
mitgeschehen in der Vorlesung vom Winter
38:43
28 29 arbeitet heiliger demnach eine
38:46
Philosophie der Weltanschauung aus die
38:48
eine breitere Rekonstruktion verdient
38:50
als ich sich hier aus Zeitgründen
38:52
liefern kann Weltanschauung wird
38:55
offenbar relevant wo es um füherschaftt
38:58
im soziopolitischen Kontext der Welt
39:00
geht ist es ein Zufall dass heidiger je
39:04
mächtiger die nsdp in eben diesem
39:06
Kontext wurde desto nachgade
39:08
rätselhafter von der Weltanschauung
39:10
spricht im September 1933 wird die SPD
39:15
18,3% hinter der SPD mit
39:18
24,5% der abgegebenen Stimmen die
39:22
zweitstärkste Partei im Reichstag und in
39:25
der sehr wichtigen und auch bekannten
39:26
Vorlesung über die Grundbegriffe der
39:28
Metaphysik vom Wintersemester 1929 300
39:34
enigmatisch wir werden nicht meinen mit
39:36
der Beantwortung dieser Fragen das
39:38
Gebäude einer Weltanschauung zu
39:40
errichten und damit aufzufordern darin
39:43
wohnen vielleicht steht der heutige
39:46
Mensch noch gar nicht in einer
39:47
wirklichen das heißt gewachsenen
39:49
Bereitschaft zu dem was wir ausdrücklich
39:53
nennen ich lass es offen ob der Mensch
39:56
drei Jahre später darin bestanden hat
39:57
heidigers politische Entscheidung ist
39:59
jedenfalls bekannt was nach der
40:02
Machtergreifung der Nationalsozialisten
40:04
geschah ist allerdings ebenso bekannt
40:07
heidiger dabei muss beachtet werden dass
40:11
er in seinen Vorlesungen die
40:13
Machtergreifung zunächst begrüßen und
40:15
legitimieren will und so sagt er in
40:17
einer Vorlesung vom Wintersemester 1933
40:20
34 und das würde dann jetzt
40:22
der Höhepunkt sozusagen der Genealogie
40:27
der der der der philosophischen
40:29
Errichtung sozusagen einer einer
40:33
sein die Geschichte hat als Antrieb in
40:35
sich die Befreiung des Menschen zum
40:37
Wesen seines Seins diese Befreiung
40:40
beginnt mit Homer und volzu volollzieht
40:43
sich in der griechischen Staatsbildung
40:45
im Verein mit Kult Tragödie
40:48
Baugestaltung und so weiter in eins mit
40:52
Philosophie dieses Gesamtgeschehen
40:54
vollzieht einen Entwurf der Welt
40:57
innerhalb dessen das griechische Volk
40:59
existiert dieser Weltentwurf ist die
41:01
Voraussetzung dafür dass der Mensch in
41:04
dem was wir heute Weltanschauung nennen
41:07
sich bewegt die Weltanschauung ist nicht
41:11
Überbau sondern Weltentwurf den ein Volk
41:15
vollzieht wenn heute der Führer immer
41:18
wieder spricht von der Umerziehung zur
41:20
nationalsozialistischen Welt anchauung
41:23
heißt das nicht irgendwelche Schlagworte
41:27
einen gesamtwandel hervorbringen einen
41:30
Weltentwurf aus dessen Grund heraus er
41:33
das ganze Volk erzieht der
41:35
Nationalsozialismus ist nicht
41:36
irgendwelche Lehre sondern der Wandel
41:39
von Grund aus der deutschen und wie wir
41:41
glauben auch der europäischen
41:45
Welt die Engführung zwischen den
41:47
Griechen und den deutschen ist nicht nur
41:49
von heidiger her bekannt ohne Zweifel
41:52
wollte er das was 1933 in Deutschland
41:55
geschah in eine solche groß Perspektive
41:57
auf die europäische Geschichte
41:59
übertragen die nationalsozialistische
42:01
Weltanschauung wird in dieser politisch
42:03
eher irrelevanten Perspektive nachgrade
42:06
an die Seite der Dichtung und zwar der
42:07
Dichtung Hölderlins gestellt von der im
42:10
Wintersemester 3435 genau dasselbe sagen
42:13
wird nämlich dass sie als ein
42:15
Weltentwurf der deutschen betrachtet
42:20
müsse jenseits der Öffentlichkeit aber
42:22
beginnt heidiger recht schnell seine
42:24
überschwänglichen Erwartungen von dieser
42:26
Weltanschauung und dann von der
42:27
Weltanschauung überhaupt philosophisch
42:29
zu demontieren so schreibt er kurz nach
42:31
der Machtergreifung in einem schwarzen
42:34
Heft unausweichlich das hinauszerren des
42:37
Geheimnisses in die Gesagte
42:40
Alltags die Bemerkung ist vieldeutig in
42:43
der Vorlesung vom Winter 28 29 hatte
42:45
heidiger erklärt dass in einer
42:47
Weltanschauung immer schon ein Keim der
42:50
Entartung mitgegeben sei diese Entartung
42:53
nennt er dort Betrieb überall wo Betrieb
42:56
das wesent ist ist versteckterweise eine
42:59
Lehre also Doppel e eine Lehre des
43:01
Daseins da die eben durch die
43:03
Geschäftigkeit des Betriebes ständig
43:06
beseitigt werden soll eine ähnliche
43:08
Struktur wir der ein Jahr später in
43:10
seiner Analyse der Grundstimmung der
43:13
beschreiben diese Struktur erinnert vor
43:15
allem an heidigers Differenzierung von
43:17
Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit in
43:19
seinen Zeit sie ist dort so zu verstehen
43:22
dass jeweils ein existential wie z.B das
43:25
sein zum Tode jeils in zwei Seinsweisen
43:29
nämlich einer eigentlichen
43:31
undigentlichen verwirkicht wird die eine
43:33
nämlich wäre die anerkannte Angst vor
43:35
dem Tod die andere vielleicht das was er
43:38
einmal die Einebnung aller
43:40
seinsmöglichkeiten nennt auf die
43:42
Weltanschauung angewendet würde diese
43:44
Struktur ergeben dass dem Weltentwurf in
43:47
der Weltanschauung auf der anderen Seite
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der Betrieb entspricht das hieße dann
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dass es keine Weltanschauung ohne die
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Möglichkeit ihres Betriebs geben könne
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heideger ist demnach zunächst noch
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bereit der an die Macht gekommenen
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Weltanschauung einen philosophischen
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einzuräumen doch es ist offenbar dass
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ein Prozess eingesetzt hat der
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unaufhaltsam die Weltanschauung als
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solche diskreditieren musste und das
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kommt zunächst in den Beiträgen der
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Vorschein dort differenziert er
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Philosophie und Weltanschauung im 14
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Abschnitt des vorblicks Philosophie sei
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das nutzlose gleich wohl herrschaftliche
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wissen daher sei die Philosophie von
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außen genommen nur ein Schmuck
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vielleicht ein Lehr und Schaustück der
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Kultur vielleicht noch ein Erbstück
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dessen Grund verloren gegangen sei die
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Weltanschauung dagegen richte die
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Erfahrung in eine bestimmte Bahn und
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ihren Umkreis ein sie verenge und
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unterbinde eigentliche Erfahrung das sei
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von ihr ausgesehen ihre Stärke
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Philosophie aber eröffne die Erfahrung
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könne deshalb gerade nicht unmittelbar
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Geschichte Gründen Weltanschauung sei
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immer ein Ende meist ein lang
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hingezogenes und als solche nicht
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gewusstes Philosophie sei immer ein
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Anfang und fordere die Überwindung ihrer
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selbst es folgen dann weitere
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Unterscheidung in der Mitte der 30er
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Jahre hatte sich heideger demnach wieder
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weltanschauungsphilosophie entfernt die
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konkrete Erfahrung der
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nationalsozialistischen Weltanschauung
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hatte die Luft gereinigt auch insofern
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als er nun anscheinend ein anderes
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Verständnis der Philosophie zu entfalten
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vermochte kurz gesagt wo die
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Weltanschauung zur Vergegenständlichung
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ihrer Ideen kann die Philosophie nur auf
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die ihr eigene Offenheit verweisen die
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soweit geht dass sie die Überwindung
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ihrer selbstfdere obwohl heidiger die
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Philosophie als herrschaftliches Wissen
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charakterisiert weiß er inzwischen dass
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die der Philosophie eigentümliche
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Herrschaft nie den Betrieb erreicht
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diese Erkenntnis nun das heißt den
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totalitären Anspruch von weltanschauen
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im Verhältnis zu einem gänzlich offenen
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Verständnis von Philosophie bringt sich
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am reifst dem Vortrag die Zeit des
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Weltbildes von 1938 zum Ausdruck und da
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äh werde ich jetzt eine längere Passage
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zitieren der grundvorgang der Neuzeit
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ist die Eroberung der Welt als Bild das
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Wort Bild bedeutet jetzt das Gebild des
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vorstellenden Herstellens in diesem
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kämpft der Mensch um die Stellung in der
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er dasjenige seinde sein kann das allem
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Seienden das Maß gibt und die
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Richtschnur zieht weil diese Stellung
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sich als Weltanschauung sichert gliedert
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und ausspricht wird das neuzeitliche
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Verhältnis zum Seienden in seiner
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entscheidenden Entfaltung zur
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Auseinandersetzung von Weltanschauungen
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und zwar nicht beliebiger sondern allein
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jener die bereits äußerste
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Grundstellungen des Menschen mit der
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letzten Entschiedenheit bezogen haben
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für diesen Kampf der Weltanschauungen
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und gemäß dem Sinne dieses Kampfes setzt
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der Mensch die uneingeschränkte Gewalt
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der Berechnung der Planung und der
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Züchtung aller Dinge ins Spiel die
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Wissenschaft als Forschung ist eine
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unentbehrliche Form dieses sich
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Einrichtens in der Welt eine der Bahnen
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auf denen die Neuzeit mit einer den
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Beteiligten unbekannten Geschwindigkeit
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ihrer wesenserfüllung zurast mit diesem
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Kampf der Weltanschauungen tritt die
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Neuzeit erst in den entscheidenden und
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vermutlich dauerfähigsten Abschnitt
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Geschichte es ist die Zeit in der
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heidiger übrigens lange vorhnerarend
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seine seinsgeschich Analyse der totalen
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Herrschaft liefert im Hintergrund steht
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das seinsgeschichtliche Manuskript die
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Geschichte des Seins mit ihren
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Erörterung über Macht und Gewalt ein
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Manuskript das er übrigens Hanna arind
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bei ihrer ersten Wiederbegegnung 1950
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überreichte jedenfalls befindet es sich
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mit anstreichung Arens in ihrem Nachlass
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man könnte sagen dass heiliger der
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Zusammenhang von Weltanschauung und
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totaler Herrschaft aufgegangen war und
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dass er in der entstehenden
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Frontstellung zwischen dem National
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sozialistischen Deutschen Reich Hitlers
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und dem bolschwiistischen Russland
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Stalins ein Kampf der Weltanschauung
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heraufkommen sah der dann im über
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Überfall auf Russland im Juni 1941
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sollte man könnte die thesees aufstellen
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dass natürlich Hanne Arend in der
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Hinsicht vielleicht sogar etwas von
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heiliger gelernt hat aber auch so jemand
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wie ernst noze selbstverständlich
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auch ich habe den Weg einer Annäherung
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und entf an den Begriff der
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Weltanschauung bei heiliger
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nachgezeichnet man könnte das natürlich
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noch differenzierter tun dann wäre das
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Ganze aber kein Vortrag mehr auf eine
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gewisse Weise könnte man sagen dass die
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Weltanschauung das Vehikel ist mit dem
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heidiger in den Nationalsozialismus
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hinein aber auch wieder
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hinausfährt die Wichtigkeit dieses terms
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für heidigers denken ist damit so meine
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belegt doch damit ist das Problem der
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Weltanschauung in der Geschichte der
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deutschen in der Geschichte der
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deutschen Philosophie zwischen 1933 und
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1945 noch nicht annähernd erfasst wenn
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heidiger 1948 in die Zeit des Weltbildes
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zu einer mehr oder weniger kritischen
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Auseinandersetzung mit der
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Weltanschauung aufruft aber arbeitet
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Arnold Gelen in seinem monumentalen Werk
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der Mensch in verschwiegener
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Nachbarschaft zum regeltechniker Hermann
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Schmidt und durchaus in
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unausgesprochener Nähe zu Ernst Jüngers
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der Arbeiter affirmativ
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ein in Anführungsstrichen geniales
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Steuersystem wörtlich als Führungssystem
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aus nach dem Krieg widmet sich Adorno
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wie kann es anders sein dem Kampf gegen
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jede Form von Weltanschauung er sagt ich
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sehe die Aufgabe der Philosophie
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gegenüber den Weltanschauungen mit denen
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die Menschen in ihren Umkreis eintreten
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nicht darin sie zu bestätigen sondern
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liquidieren heißt es einer Vorlesung von
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663 Adorno hat dem nach den Zusammenhang
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zwischen einer philosophischen und
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populären Auffassung der Weltanschauung
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also sozusagen zwischen diltai und
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chamberlan gesehen anders hätte er sich
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nicht gegen ihre philosophische
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Bestätigung seit dem frühen 19
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Jahrhundert ausgesprochen daher ist es
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umso bedauerlicher dass er diesen
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Zusammenhang nicht explizit gemacht und
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die Auseinandersetzung mit der
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Popularität des Nationalsozialismus
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verweigert hat war die Kritische Theorie
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in diesem sozialpolitischen Kampf für
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die entstehende Bundesrepublik sehr
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erfolgreich so nahmen Jürgen habermß in
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einem Vortrag von 2008 von den
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Weltbildern zur Lebenswelt den
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inzwischen ziemlich geschwächten Termen
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der Weltanschauung noch einmal auf um
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mitzuteilen übrigens mit einer positiven
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Bezugnahme auf heidegers die Zeit des
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Weltbildes dass im weltanschaulichen
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Pluralismus niemand mehr auch das
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nachmetaphysische Denken
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Allgemeingültigkeit beanspruchen
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heute scheint der Begriff der
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Weltanschauung oder des Weltbildes eine
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gewisse Renaissance vor allem in der
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Post oder dekolonialen Theorie zu feiern
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so hat sich vor kurzem Axel honnet in
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der Zeit in einer Reflexion
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postkolonialer Theorien auf
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außereuropäische und eigene Weltbilder
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bezogen um so scheint mir den von
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habermaß verkündeten weltanschaulichen
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Pluralismus doch ein wenig
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zurückzuschneiden ein kleines Erbstück
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der Aufklärung müsse doch bleiben um im
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Ganzen noch so etwas wie Orientierung zu
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ermöglichen so gesehen scheint die
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weltanschchauung ein noch lebendiges
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Problem zu sein danke schön für Ihre
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freundliche Aufmerksamkeit