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"Darm mit Charme"-Autorin: "DAS sollte jeder über's Gehirn wissen!" - Giulia Enders | AUF & UP #119

1:20:4715,003 words · ~75 min readGermanTranscribed Jun 4, 2026
0:00

Also, er müsste sich das doch noch großartiger anfühlen.

0:03

Und er war ich bei einem großen Abendessen eingeladen.

0:06

Da waren wirklich nur ziemlich berühmte Leute,

0:09

schicke Häppchen gab's und so was.

0:11

Und ich wusste, in dem Moment hab ich auch so ein bisschen ...

0:14

Sie ist die Autoren des Bestsellers,

0:16

damit Charme, der über acht Millionen mal in 40 Ländern verkauft wurde.

0:20

Die Netflix-Durkou hat Millionen Menschen begeistert.

0:23

Die neues Buch Organisch ist seit Wochen auf Platz 1 der Bestsellerlisten.

0:28

Wie hast du diese Zeit nach diesem Wahnsitz Erfolg erlebt?

0:32

Irgendwie müsste sich doch das zu 100 Prozent cool anfühlen.

0:36

Was war so ... Prozent cool?

0:38

Das fand ich damals auch ziemlich erschreckend.

0:41

Was sind denn so Ereignisse im Leben, die auf 90 Prozent gehen?

0:45

Wenn ich im Krankenhaus jemanden so helfen konnte,

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dass zum Beispiel so ein Ehemann zu mir kommt,

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mit dreenden Augen und sagt, vielen Dank auch,

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bei einem friedlichen Tod, die Hand zu halten,

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ist was, was sehr tief geht.

0:56

Wie können wir denn besser darin werden,

0:59

um nicht die ganze Zeit in dieser Dopaminfalle festzuhängen?

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Im Grunde sind das natürliche Belohnung, die sich ...

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Julia anders ist erfolgreich.

1:08

Aber meine Frage an dich ist, fühlst du dich auch erfolgreich.

1:12

Ist das der eigentliche Luxus, den man haben kann im Leben,

1:15

dass man nicht ...

1:18

Hey, Chris Surrell hier, und das ist dein Podcast über das Auf- und Ab- des Lebens.

1:24

Julia, du bringst Millionen, man kann sagen,

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Millionen von Menschen dazu, den eigenen Körper

1:29

auf eine neue Art mit anderen Augen zu sehen.

1:33

Wann hast du persönlich selbst das letzte Mal gedacht,

1:37

wow, mein Körper kann ja irgendwie viel mehr als ich vermutet hätte?

1:41

Ja, in einem ganz kleinen Moment war das einfach gestern,

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weil ich ziemlich gut geschlafen hab und dann wieder so richtig viel Kraft hatte

1:50

und am Tag davor war ich echt müde und fertig,

1:53

da waren viele Punkte, tagsüber und am Tag davor auch.

1:56

Da dachte ich, ich schaff, ich hab das noch diese Woche.

1:59

Dann hab ich einfach geschlafen, war wie frische Auf- und dachte,

2:03

naja, all right.

2:05

Also so ein bisschen dieses Wahnsinn, was immer wieder kommt an Energie

2:08

und mich dann irgendwie frisch auffüllt.

2:11

Über die Mechanismen sprechen wir später auch noch ein bisschen genauer.

2:15

Hier im Auf- und Ab-Podcast wollen wir auch immer ein bisschen verstehen,

2:18

wie die Menschen dahingekommen sind, wo sie sind.

2:20

Und du hast ja, ich hab's im Vorgespräch gesagt,

2:23

da werden wir noch drauf eingehen, du lebst ja wirklich ein modernes Märchen,

2:27

was einzigartig ist.

2:28

Aber was ist denn so, dass früh ist der Ereignis in deinem Leben,

2:32

dass die Menschen kennen sollten, um die Person zu verstehen,

2:35

die du heute bist?

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Also, das früheste Ereignis auch mit eins der Früsten,

2:40

dann dich mich erinnern, dass ich bei meiner Oma auf dem Bett liege

2:43

und die ganzen Staubpartikel in der Luft von der Sonne angeschienen werden.

2:48

Und ich das einfach total faszinieren fand,

2:50

auch die Frage, was ist das denn überhaupt?

2:53

Und wie so bewegt sich das einfach schön, Reloves.

2:55

Und davon einfach so in Bann gezogen zu werden.

2:58

Und ja, vielleicht dadurch schon auch eine Art Bewohnerung

3:02

in dem Moment, das glitzert ja dann auch so schön,

3:04

also das war so ein Gefühl, was ich da ganz stark hatte und war sehr,

3:07

sehr klein.

3:08

Und dieses Gefühl packt sich bei mir immer mal wieder auf.

3:11

Und wenn ich das dann merke, dann halte ich ein bisschen an oder inne.

3:15

Und so stell ich dann zum Beispiel fest,

3:16

ah, irgendwie fasziniert mich der Damen total oder ne, vielleicht.

3:20

Ist doch ganz interessant auch mal die Organe drum herum eher zu erkennen

3:23

und wertzuschätzen.

3:24

Also, wenn sich das Gefühl so anwahren und ankündigt,

3:27

dann halte ich inne.

3:28

Und das hat mir schon oft ganz gut den Weg gezeigt.

3:31

Interessant, ich muss gerade an der Aussage,

3:33

hat ein anderer Gast hier mal gesagt,

3:35

man kann entweder über alles schlauen oder über gar nichts.

3:39

Das hatten wir im Kontext Kinder,

3:41

weil es es erwachsen und Kinder stauen ja noch über sehr viel

3:44

und erwachsener eigentlich fast über gar nichts mehr,

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weil sie alles schon mal gesehen haben.

3:47

Aber wie du gerade sagt, schon Staubpartikel, die Reflexion,

3:50

ist ja etwas wunderbares, worüber man staunen kann.

3:53

Und ich glaube, wenn man sich das bewahren kann,

3:55

auch als Erwachsener noch staunen zu können,

3:58

dann ist es ein sehr schönes Element im Leben.

4:00

Das ist auch ein Stück weit Luxus ehrlich gesagt.

4:03

Weil ich schon auch bei der Arbeit im Krankenhaus gemerkt hab,

4:07

an vielen Ecken und das ist mir auch immer wieder passiert,

4:10

sich dann so eine schützende Schutzschicht ein bisschen sarcastisch zu werden

4:13

oder die Sachen nicht an sich ranzulassen.

4:15

Das ist, glaube ich, hier und da wirklich wichtig und gesund.

4:18

Aber auch dieses in Autopilot gehen sich so ein bisschen abschalten,

4:21

davon was andere empfinden, weil es sonst irgendwann zu viel werden kann.

4:24

Also, sich da auch das Staunen vielleicht manchmal noch zu bewahren,

4:27

ist auch manchmal Luxus.

4:29

Also ich sage nicht, dass der irgendwie mit viel Geld zuholen ist.

4:32

Aber ja, ich hab das schon ein paar Mal jetzt gemerkt,

4:36

wenn ich irgendwelche Leute an irgendwelchen Stellen kennen,

4:39

die früher so vielleicht nicht getroffen hätte,

4:41

aber irgendwie lustig, die bewahren sich noch so was Kindliches.

4:44

Ist das der eigentliche Luxus, den man haben kann im Leben,

4:48

dass man nicht hart werden muss?

4:50

Ich weiß es nicht.

4:52

Gehen wir auf jeden Fall noch ein bisschen tiefer drauf ein.

4:56

So zwischen dem über den Staubstaunen im Bett deiner Oma

5:00

und du hast gerade gesagt, du hast ja auch im Krankenhaus gearbeitet,

5:03

was waren da so die wichtigsten Stationen dahin?

5:06

Also, was hat dich dann am Ende ins Krankenhaus gebracht?

5:09

Nicht als Patientin, sondern als Ärztin.

5:11

Ja, also, ja, zum ersten muss ich sagen,

5:14

dass ich mich überhaupt fürs Medizinstudium entschieden habe.

5:17

Ich wollte nämlich eigentlich energieren, schon eine Wesenstudien.

5:20

Dann hab ich eine Hautkrankheit bekommen und mich deswegen in den Körper

5:23

eingelesen.

5:25

Und während das gemerkt, das interessiert mich irgendwie alles,

5:28

das ist auch ein bisschen hilfreich, mehr darüber zu wissen,

5:30

wo ich hier so in welchem Körper ich so lebe für den nächsten 70, 60 Jahre,

5:34

was weiß ich.

5:35

Und dann möchte ich noch fürs Medizinstudium entschieden.

5:38

Und dann, ja, mein erstes Buch, das hätte ich mich ja auch irgendwie

5:42

in andere Bahnen lenken können, aber eigentlich hat es mich wieder

5:45

genau dahin zurückgelenkt, das in die Richtung weiter zu machen,

5:48

wo ich gemerkt habe.

5:49

Ich erzähl jetzt, wir in Leuten über den Damen, das war eben das Thema.

5:52

Und das finde ich auch ein ganz interessantes Reise und eine Ausflug.

5:55

Aber ich will auch wieder was praktisch machen und vor den Menschen

5:58

setzen, sich irgendwie behandelt und gucken, ob es hilft, also so wirklich

6:02

diesen Boden auf den Füßen zu behalten.

6:05

Und dann kann ich irgendwann ins Krankenhaus nach dem Studium.

6:10

Du hast ja jetzt ein paar Dinge so im Nebensatz erwähnt,

6:12

dein erstes Buch für die Menschen, die den Trailer übersprungen haben,

6:17

ist ja wie ich eins der meist verkauften Bücher Deutschlands

6:20

oder auch international geworden.

6:22

Ich glaube, acht Millionen verkaufte exemplare, damit charm jeder kennt es.

6:26

Ich frag auch immer Menschen im Umfeld, wenn ich mich auf so eine Episode

6:29

vorbereite und nicht jeder kennt dein Namen, viele kennt dein Namen,

6:32

aber den Buchtitel kennt wirklich jeder.

6:34

Also wie jeder Mensch, den ich gefragt habe.

6:37

Und nehmen uns doch in diese Zeit bitte noch mal ein bisschen genauer mit,

6:40

weil das erleben ja fast niemand erlebt so was.

6:43

Also, du studierst Medizin, du interessierst dich für den Damen,

6:47

entscheidest dich ein Buch zu schreiben und ein paar Monate später

6:51

kennt dich Gott und die Welt.

6:53

Also was waren da so Meilensteine, die zu diesem unfassbaren Erfolg geführt haben aus deiner Sicht?

6:59

Also ich glaube, das allererste und auch wichtigste war,

7:02

einfach, dass ich wirklich ehrlich begeistert an diesem Organ war.

7:07

Also ich hab immer wieder Sachen über den Damen gelesen,

7:10

danach selber ausprobiert, mit meiner Hautkrankheit,

7:12

die hat sich dadurch dann immer besser im Griff, das hat mich beeindruckt.

7:15

Und als ich dann mehr über ihn gelesen habe, ich sag schon zu über ihn,

7:18

also so sehr ...

7:20

Da war ich einfach immer wieder wirklich auf eine total fröhliche Art begeistert.

7:27

Und dann bin ich in meine WG-Kücher und hab gesagt,

7:30

dann kommt mal, das funktioniert so und so und was ist zu das und das.

7:33

Und dann gab es immer mehr Freunde, die dann mal fragen hatten,

7:36

wie bei mir bewunderte eben gefragt hat, wie Geld kacken,

7:39

so morgens nach der Party noch halb betrunken.

7:41

Und das war schon so wie so eine kleine Wolke um mich rum.

7:44

Das war halt mein Thema.

7:45

Und eine Freundin von mir hat mir dann irgendwann gesagt,

7:48

der Komma, da gibt es so Science-Lams, da redet man über sein wissenschaftliches Lieblings-Thema,

7:52

er redet doch da dann auch mal über den Damen,

7:55

es machst du doch in der Küche, schon die ganze Zeit.

7:57

Mini-Pitch oder so, Mini-Fortrag.

7:59

Ja, also Leute stellen auch vor, über sie forschen.

8:02

Und ich hab mich daher quasi total reingelesen,

8:05

und dann auch schon in der Mikrobiologie,

8:07

meine Doktorarbeit angefangen über ein Bakterium und Grundlagenforschung,

8:10

aber für mich war es so der Rahmen des Ganzen.

8:12

Und da bin ich dann einfach hin, um das zu machen,

8:15

weil ich es lustig fand.

8:17

Und das war eigentlich mit keiner wirklich ein Erfolgsabsicht.

8:20

Oder so.

8:21

Und ich wusste auch nicht, dass so was aufgenommen und auf YouTube hochgeladen wird.

8:25

Ich dachte, da sitzen ein paar Studies und haben lustigen Abend.

8:29

Und ich bin auch da so.

8:30

Und als es dann auf YouTube so, wie sagt man, wie real gegangen ist,

8:34

da hat mich dann eine Literaturagenten kontaktiert und gefragt,

8:38

ob wir uns mal treffen.

8:39

Dann saß mir irgendwo in einem Café und sie meinte,

8:42

könntest du dir nicht vorstellen, darüber ein Buch zu schreiben.

8:44

Allein, wenn ich da einhaken darf, das ist ja schon so geil,

8:47

weil es gibt ja Millionen von Menschen, die wollen,

8:49

Buch schreiben und dann entwickeln sie irgendwie so ein Exposee.

8:52

Dann gehen sie auf Suche von Verlagen

8:55

und jeder sagt, wie schwer es ist, ein Verlag zu bekommen.

8:58

Und du wirst angesprochen auf base eines YouTube-Videos.

9:01

Das hat wirklich was von einem sehr, sehr modernen Märchen.

9:04

Ja, das kann man schon so sagen.

9:06

Das finde ich auch.

9:07

Und vielleicht ist es manchmal auch ganz gut,

9:10

wenn auch mal Leute in Buch schreiben, die gar nicht selbst auf die Idee gekommen wären.

9:14

Sie sagt nicht, dass das an nur schlecht ist, aber das ist vielleicht auch gut.

9:18

Weil sie dann auch so gesagt, ja, ging das und ich meine dann so nach 40 Seiten,

9:21

dann läuft es mir ja, glaube ich nicht.

9:23

Dann hat sie gesagt, ich merke, wie du zu verreht hast,

9:26

das fand einfach mal an, sondern dann wird es ja auch wirklich mehr.

9:28

Das hat das schon ganz richtig eingeschätzt.

9:30

Aber ich hab in dem Moment nicht gedacht, ich schreibe den Buch.

9:34

Ich dachte, ich glaube, ich kann das vielleicht gar nicht.

9:37

Es war so ein OK-Ausprobieren und spielen.

9:39

Und vielleicht auch dieses Ausprobieren und spielen war ganz gut,

9:42

weil dadurch war nicht so ein Sohn, so ein Kling, das soll genauso und so aussehen.

9:47

So wie die anderen auch oder irgendwie so was,

9:49

sondern ich dachte, wie fände ich es dann richtig cool?

9:52

Und eben auch in einer Schwester zusammen, wie fänden es wie richtig cool?

9:55

Weil wir auch verschieden denken, guck dir da noch mal von einer anderen Perspektive.

9:59

Du sprichst deine Schwester an, deine Schwester hat ja auch beim neuen Buch,

10:02

das Design gemacht, aber du sagst ja auch immer, ihr Beitrag ist deutlich größer.

10:06

Es ist eine Teamarbeit.

10:08

Was ja, hab ich auch im Vorgespräch gesagt, was ich so schön finde,

10:11

wenn Menschen mit ihren verwanden, mit ihren mit dem engsten Kernfamilie

10:14

ist, ja, die engste Einheit, solche Projekte, solche Dinge machen können.

10:18

Wie teilt ihr euch da auf?

10:20

Also was ist dein Job in so einem Buchprojekt, wie jetzt bei organisch und was macht deine Schwester?

10:25

Also ich recherchiere alles, ich lege die wissenschaftlichen Paper oft,

10:29

wenn es ein größeres Thema ist, sind das wirklich Zick Paper, die ich dann zusammenfass.

10:33

Und wenn die Zusammenfassung länger als 13 Seiten, das noch mal zusammenfass,

10:37

bis ich damit so richtig so handieren, spielen, jungenlieren kann mit den Wissens,

10:41

bis dann sag ich so.

10:43

Und dann erzähle ich oft meiner Schwester davon.

10:45

Und dabei guck ich sie einfach auch ein bisschen an.

10:47

Und dann merke ich so, oh, da schallt sie langsam ab, oder?

10:50

Das würde sie ganz interessant.

10:51

Also in irgendeiner Gesicht leh sich immer so ein bisschen, ist da was relevant,

10:55

wo man ansetzen, was ist direkt verständlich, was als erklär ich noch nicht verständlich genug.

11:00

Und auch wenn ich einen Text angeschrieben hab, ist sie die erste, die den ließt meistens.

11:04

Und wenn Schwester es sind, ist sie ist denn, das heißt, sie sieht so Texte,

11:07

wenn sie die ließ dann so als Form vor ihrem Auge.

11:10

Und wenn dann ein Texten komische Form hat oder einfach keine richtig sinnvolle Forma gibt,

11:14

dann sagt sie so, also das stimmt da irgendwie nicht.

11:17

Oder mal sagt sie auch, ich fange erst nach dem dritten Absatz an, wirklich einzusteigen.

11:21

Und dann hab ich auch mal die ersten zwei einfach weggelassen, oder so.

11:24

Und das ist quasi, warum es einfach wichtig ist, noch jemand anderen zu haben.

11:27

Ich denke nur in Text, wenn Schwester denkt nur, wie so L,

11:30

ich glaube dadurch, dass wir eben auch zusammenarbeiten, holen wir mehr Leute ab,

11:34

weil es dann für Menschen, die eher verbal sind und für Menschen, die wie so L sind,

11:37

vielleicht ganz gut verständlich ist.

11:39

Und dadurch, wie schwesteren sind und auch sehr eng miteinander,

11:43

können wir halt auch Zeit sparen und manchmal brutal ehrlich sein.

11:48

Also da kann, muss man nicht groß, vielen Dank für diese freundliche Nachricht.

11:53

Ich würde aber noch mal hinterfassen, sondern sagt man, ne, oder so.

11:56

Und dann ist das Thema auch erledigt, das ist manchmal auch ein schöner Vorteil,

11:59

weil ich bin nie beleidigt.

12:01

Ich weiß immer, mein Schwester will das beste für mich, weil das die Sache gut wird.

12:04

Und dadurch sparen wir uns auch einiges an Energie und Zeit, glaube ich.

12:08

Dann noch ein Hinweis in eigener Sache.

12:11

Ihr wisst vielleicht, dass ich einen sogenannten High Energy Club habe

12:16

und für diesen High Energy Club eine exklusive Community von Menschen,

12:20

die für sich entschieden haben, ein dauerhaft hohes Energielevel zu haben,

12:24

trotz Stress, trotz Ambitionen, trotz sozialen Verpflichtungen.

12:29

Und in Kürze werden wir wieder ein paar neue Mitglieder in diesen High Energy Club aufnehmen.

12:35

Wir treffen uns da zweimal im Monat Live-Persum,

12:37

um über die allerneuisten und wichtigsten Themen und Entwicklung

12:43

rund um das Thema Energy Management Recovery Performance zu sprechen.

12:47

Und ich würde mich richtig freuen, wenn wir einige von euch da auch entsprechend begrüßen dürfen.

12:56

Den Link zur Warteliste, die wir bald wieder aufmachen, findet ihr in den Show Notes.

13:00

Und für alle Podcast-Hörer und Hörerinnen, die über diesen Link

13:04

sich auf die Warteliste anmelden, haben wir ein ganz besonderes Willkommenspaket.

13:08

Also es lohnt sich sehr und ich würde mich freuen, wenn wir uns da wiedersehen.

13:14

So, nach diesem Buch kam ja eine Netflix-Dokoto,

13:16

war es den allen Fernsehsendungen, etc.

13:18

Wenn du diesen Wahnsins-Rit mit einem Wort beschreiben müsstest,

13:22

was nach damit Charme passiert ist, was wäre dieses Wort?

13:25

Ein Ausflug.

13:26

Also es war einfach echt ein koriosewitziger Ausflug aus meinem normalen, sonstigen Leben.

13:33

So sich das auch.

13:34

Das ist ein Wort, wenn du es mehr, das wäre das eine.

13:37

Nee, wir gehen da noch tiefer eigentlich, ich finde es immer spannend,

13:42

wenn Menschen Erfolg haben, was es mit den Menschen macht

13:45

und wie sie auch darauf reagieren.

13:46

Wir hatten hier Baskast, den Autor von Meinährungskompass,

13:49

der hat ja auch mit diesem Buch wirklich einen sehr einzigartigen Erfolg gehabt

13:53

und er ist nach diesem Erfolg in eine tiefe, seelische Krise geschlittert.

13:58

Weil er enttäuscht war von dem Gefühl,

14:01

was sie auf dem Olymp quasi erwartet hat.

14:04

Er hat sein ganzes Leben darauf hingegarbeitet,

14:06

es war mehr als er sich jäg erträumt konnte.

14:09

Und dann ist er eben in eine Depression geschlittert.

14:12

Was ähnliches hatten wir Magdalena Neune,

14:13

eine der erfolgreichsten Biathleten unserer Zeit gesagt, zwei Goldmedalien bei Olympia.

14:20

Und auch sie war sehr enttäuscht und es in Bernort geschlittert.

14:24

Wie hast du diese Zeit nach diesem Wahnsitz Erfolg erlebt

14:28

mit dem Wissen oder vielleicht mit einer Idee,

14:31

dass es als Autoren wahrscheinlich nie höher hinausgehen wird?

14:36

Wir werden gleich übers neue Buch sprechen.

14:38

Da bist du ja schon am Weg, das zu topen.

14:40

Aber wie bist du da emotional damit umgegangen,

14:43

dass irgendwann auch auf diese Höhe vielleicht mal wieder eine ruhigere Zeit

14:46

und irgendwas kommen, wo nicht jeder nach dir schreit?

14:51

Also, das Toppen oder so hab ich mir da noch gar keine Gedanken gemacht.

14:55

Und ich glaube jetzt auch nicht so,

15:00

aber es ich kenn auf jeden Fall, dass du es so angesprochen hast,

15:04

dass man sie denkt, oh, also,

15:06

er müsste sich das doch noch großartiger anfühlen.

15:09

Also, ich hatte sehr viele schöne Momente.

15:11

Das war schon dann auch, wenn irgendeine,

15:13

also, ein interned-view-good gelaufen ist und ich dann dachte,

15:16

ja, ich hab wirklich alles untergebracht,

15:18

dass ich wichtig finde und meine Mama sagt,

15:19

dass du gut gemacht machst, und dann hab ich mich gut gefühlt oder so.

15:24

Aber das war jetzt nicht so euphorie,

15:26

das war ja so ein schönes zufrieden,

15:28

aber das ist vielleicht auch manchmal besser, ich weiß nicht.

15:30

Und dann hatte ich aber wirklich auch so einen Moment.

15:33

Da war ich bei einem großen Abendessen eingeladen,

15:36

da waren wirklich nur ziemlich berühmte Leute,

15:40

saßen da alle schicke Häppchen gab's und so was.

15:43

Und ich wusste, in dem Moment hab ich auch so ein bisschen realisiert,

15:46

da hat sich dann langsam alles schon so erfolgreich aufgebaut,

15:48

da wusste ich okay, also ich mag Medizin,

15:50

ich schreibe irgendwie auch ganz gerne.

15:51

Und jetzt hab ich da so einen medizinischen Bestseller geschrieben.

15:54

Da kommt jetzt irgendwie so eine finanzielle Sicherheit auch mit durch die Tür.

15:58

Und jetzt sitz ich hier und alle sind irgendwie berühmt

16:00

und weiß ich irgendwie müsste sich doch das jetzt so richtig so 100 Prozent cool anführen.

16:06

Das hatte ich auch und das war nett,

16:07

aber es war so 30 Prozent cool.

16:10

Und das fand ich damals auch ziemlich dessenierend.

16:13

Weil ich jetzt zwar nicht so völlig auf Erfolg gebürstet war,

16:16

aber schon ich glaube, wie alle anderen auch dachte, okay,

16:18

also wenn man so richtig Erfolg hat und man es vielleicht sogar noch ein bisschen berühmt,

16:21

wow, besser geht ja nicht.

16:23

Und da hab ich gemerkt, das stimmt, glaube ich, einfach nicht.

16:26

Das stimmt nicht.

16:27

Und ich fand's auch erschreckend, muss sagen,

16:29

weil ich erst mal nicht wusste, mit was soll ich dann dann so ersetzen,

16:32

als wo will man hin im Leben mit beruflich oder so.

16:35

Also was soll jetzt an den Platz, weil ich weiß,

16:37

weil es das ist unschränkt ja nicht.

16:39

Vielleicht war ich auch so ein bisschen entrüstet von mir selbst,

16:43

noch nicht mal das kann ein so super zufrieden.

16:45

Was ist denn los?

16:46

Ja, ich war ja schon irgendwie dankbar, aber nicht so,

16:49

wie sagt man dann so glücklich vollkommen her,

16:52

sondern steht trotzdem auf,

16:54

wir hörst mir genauso die Zähne wieder vor.

16:56

Und alles ist so, so vieles ist so unverändert, obwohl das da ist.

17:00

20 schon ein bisschen,

17:02

franten, ein bisschen erschreckend, glaube ich.

17:05

Und ja, hat ja auch wirklich den, aber dann auch den Gedanken,

17:09

zum Glück hab ich da jetzt nicht 20, 30 Jahre drauf hingegararbeitet,

17:13

auf eine hohe Position, irgendwo weil ich weiß nicht,

17:15

ob ich es mir dann noch eingestehen könnte,

17:18

dass es das nicht so wert war, in diesem Exzessivität,

17:22

wie man das sonst manchmal vielleicht macht, wenn man denkt,

17:24

dann kommt es Glück.

17:25

Und es war aber auch so ein Moment, wo ich wirklich dachte,

17:28

okay, shit, es hängt also doch vieles von dieser inneren Einstellung ab,

17:33

die man so kalt wie wir, dann weiß man sich für ein inneres Vermögen aufbaut,

17:37

vielleicht auch noch.

17:38

Darüber kann man ja leicht in weg gucken,

17:40

wenn man denkt, ich muss nur das äußere Vermögen aufbauen,

17:43

und das sind natürlich irgendwie auch die Fusa,

17:45

wie baut man sich denn jetzt innerere schöner Sachen auf,

17:48

es ist dann dieser In-Welt, an der wir oft vorbeir arbeiten,

17:51

vorbeischraben, wie gestaltig die Schön,

17:54

gibt es da auch ein IKEA-Katalog für, oder so.

17:57

Dann erst mal fand ich es uninspirierend und enttäuschen kurz,

18:01

und dann hat es eine Weile gedauert,

18:03

und dann hab ich gedacht, ne, gut, jetzt gucken wir jetzt mal,

18:06

was gelbeste noch, was da wichtig ist.

18:08

Satz mir zum Beispiel, weil so ein Moment hat mir geholfen,

18:11

das Belohnungssystem besser zu verstehen,

18:13

was wird denn von meinen Zellen mit guten Gefühlen belohnt?

18:16

Und welche Arten von guten Gefühlen können die denn belohnen?

18:19

Warum, dieses Gute dann und dieses Gute dann?

18:22

Und nach welchem halt ich eigentlich ausschau,

18:24

also also dieses von innen heraus gucken, was was wert ist.

18:27

Und mit mir selber experimentieren, wann sich was gut anfühlt,

18:31

nicht so nach äußeren Dingen nur nachdenken.

18:33

Die sind ja auch nicht schlecht, die stimmen ja auch,

18:35

also ich bin froh über die finanzielle Sicherheit,

18:37

dass ich mich jetzt nicht in jedem Job so behandeln lassen muss,

18:40

dass es schlechtes Weiße ankanü, ich kann ja immer gehen,

18:42

wenn ich will, das ist eine große, schöne Freiheit,

18:45

aber es gibt Teil da, und scheint doch noch mehr.

18:47

Absolut.

18:49

Und ich finde das für alle, die jetzt zuhören und eben noch

18:52

diesem Traum, wenn ich erfolgreich bin,

18:54

dann bin ich glücklich hinterherin.

18:56

Ich hab hier noch niemand gehabt, der gesagt hat,

18:59

das ist es, das hat mich nachhaltig so was vom Glücklich gemacht.

19:04

Das heißt nicht, dass sich nicht lohnt, den Weg zu gehen.

19:06

Ich spreche nicht gegen Ambitionen und nicht gegen Erfolg,

19:09

aber die Erwartungshaltung sollte korrigiert werden.

19:12

Wenn ich das erreiche, dann,

19:14

und in dem Kontext gibt es so ein schönes Zitat,

19:17

oder das war eine Rede von Jim Carrey.

19:18

Ich weiß nicht, wie sie Jim Carrey, denn Kromiker.

19:21

Und der hatte auf mich entweder was eine Oscar-Verleihung

19:23

oder Golden Globes oder so, eine kleine Anneckdote erzählt.

19:26

Er ist selber Oscar-Traeger.

19:30

Und dann sagt er ganz grobärz humoristisch gemacht,

19:32

was mir jetzt nicht gelingt, aber er sagte,

19:34

er hat diesen einen Oscar.

19:36

Und wenn er nachts schläft und träumt,

19:39

dann träumt er davon, zwei Fache Oscar gewinner zu werden.

19:43

Denn dann, klar mal auf erst, dann weiß er,

19:46

dass er gut genug ist.

19:48

Und da steckt Kromik drin, aber das steckt auch tragig drin.

19:52

Weil das lässt sich in den verschiedensten Bereichen,

19:54

wenn dann die zwei da ist, dann kann man immer noch so Angst war,

19:58

zuverall oder was auch immer.

19:59

Und mich interessiert gleich natürlich sehr, wie du auf diese Innensicht guckst.

20:03

Aber du hast gerade davon gesprochen,

20:05

dass dich dieses Abendessen mit berühmten,

20:08

prominenten Menschen 30 Prozent glücklich gemacht hat.

20:11

Was sind denn so Ereignisse im Leben, die auf 60, auf 70,

20:15

vielleicht sogar auf 90 Prozent gehen?

20:17

Manchmal war ganz kleine Sachen.

20:19

Wenn ich im Krankenhaus jemanden so helfen konnte,

20:22

dass das richtig tief gerührt war,

20:24

dass zum Beispiel so ein Ehemann zu mir kommt,

20:26

mit treenden Augen und sagt, vielen Dank.

20:28

Meine Frau geht's jetzt so gut, das geht so tief.

20:31

Das sind zum Beispiel Momente,

20:33

meine Schwester, ich war bei den Gebäuden ihrer Kinder dabei.

20:37

Ich war die erste, die ins Gesicht von meiner Nichte geguckt hat,

20:40

als sie geboren ist, die ist ein Gesichtsausdruck,

20:42

der auch heute noch so Zug von ihrem Wesen ist,

20:44

den ich dann immer wieder erkenne.

20:46

Also so Sachen zum Beispiel, gehen tief.

20:48

Und manchmal muss es auch nicht happy glücklich sein,

20:52

sondern auch bei einem friedlichen Tod, die Hand zu halten,

20:57

ist was sehr tief geht, was jetzt vielleicht nicht die euphorischen

21:00

Glücksgefühle auslose, aber was ich immer als wertvollen Moment

21:04

dann noch mit mir trage.

21:06

Also irgendwie Dinge, denen ich selber Bedeutung zumess.

21:11

Kann auch manchmal klappen, dass die Gesellschaft

21:14

was Bedeutungsvoll findet.

21:16

Aber ich glaube, richtig schön ist dann nur,

21:19

wenn ich dem Zustimme uns auch Bedeutungsvoll finde,

21:21

dann fühlt sich es auch gut an.

21:23

Aber das ist auch so eine schöne Message,

21:26

weil die Momente, die du jetzt beschreibst,

21:28

wirklich, aber sie passieren doch häufiger im Leben,

21:31

wenn man ein Leben in die richtigen Waren lenkt,

21:33

im Unterschied zu diesen ganz großen Euphorie-Momenten,

21:36

die man im Job vielleicht aber viele eben auch nie erleben wird.

21:40

Aber fairerweise auch, weil es so richtig gutes Olivenöl

21:44

mit dem Packer toffeln.

21:46

Was sind denn gerade im Hals?

21:47

Einfach schmeckt so gut und das Abend so genießen können.

21:51

Und ja, jetzt wir können wollen wir ein bisschen kitschig sein,

21:54

auch mal einfach ein schöner Sonnenuntergang,

21:56

mit meinen Freundinnen vor zwei Jahren im Urlaub in Namibia.

22:00

Und da war ein ehrer Sonnenuntergang.

22:02

Ich wusste gar nicht, dass der Himmel so anders aussehen kann,

22:05

an einem anderen Ort in der Welt.

22:07

Ich dachte, überall gleich hatte so was auch noch nie gesehen.

22:10

Und das waren auch Momente.

22:12

Also so, die hatten wir da ja jeden Abend im Grunde.

22:15

Und einfach von innen Dinge, denen ich Bedeutung gebe.

22:19

So geht es mir in den Bergen häufig,

22:21

wenn man sieht, wie klein man eigentlich selber ist im Vergleich

22:24

zur Natur. Das ist richtig, richtig cool.

22:27

Lass uns ein bisschen über dein neues Buch sprechen.

22:29

Das heißt, organisch.

22:30

Ich hab da zu den Inhalten ganz viele Fragen,

22:33

aber lass uns erst mal zu dem Projekt kurz an sich sprechen.

22:36

Du hast ja bei Darm mit Charme,

22:38

der ein ganz spezifisches Organ rausgesucht.

22:40

Und jetzt bist du eine Meter eben höher gegangen

22:43

und hast uns in der Gesamtheit den ganzen Körper,

22:45

die ganzen Organe dir angesehen.

22:48

Wie kam es zu dieser konkreten Idee,

22:50

jetzt die Organe in den Fokus,

22:52

deines Buches zu stellen?

22:54

Ich hab im Krankenhaus einfach gemerkt,

22:56

ich es reicht nicht, mich nur oft in der Amt zu fokussieren.

22:59

Da stoße ich immer wieder an Grenzen.

23:02

Und kann auch nicht so gut helfen, wie ich es gerne will.

23:04

Manchmal beeinflussen Organe, sich gegenseitsch,

23:07

oder vieles hängt auch im Körper einfach zusammen.

23:09

Teil der Reizdarmpatientin schläft ziemlich schlecht,

23:12

also hab ich überschlafen nach gelesen.

23:14

Es war ein Moment, wo ich gemerkt habe, ich muss bis hin über einen Tellerern schauen.

23:18

Und dann Leute zuhören, wie sie in der Sprechsturm über den Körper reden,

23:21

dass ich gemerkt habe, puh, also, es wächst langsam so in mir an,

23:25

dass ich mich frag, was haben wir denn da auch teilweise so kreativiert,

23:28

dasellschaftlich.

23:30

Ich auch, also einfach automatisch, wir alle zusammen,

23:33

welche Art gucken wir denn im Körper immer wieder an,

23:36

teilweise irgendwie so nutzt hier.

23:38

Oder wie so eine Nähn, nicht so gutlaufende Maschine,

23:41

dem Maschinen könnt, es eigentlich besser.

23:43

Und da, wo ich menschlich bin, ist es quasi fehlerhaft.

23:46

Und das menschliche ist im Grunde, wenn man sich so rein liest und rein arbeitet,

23:50

natürlich größer als eine Maschine,

23:52

passt sich an alles mögliche an, was sich dauernd in der Welt verändert,

23:55

findet immer wieder neue Lösungen, wegebildet, ganz neue Organe,

23:59

nach eigenen, woher auch immer die Komplene,

24:02

wir hatten ja früher keine Lunge als Fischwesen,

24:04

und bilden wir einfach einer.

24:06

Also so was kann eine Maschine so nicht.

24:08

Und warum sehen wir nicht auch die Großartigkeit darin?

24:13

Oder warum glorifizieren wir das organisch,

24:16

nicht auch mal ein bisschen und gucken, wo uns das hinbringt?

24:19

Kohlen wir dann nicht auch irgendwie mehr stärker raus aus dem Begriff,

24:22

was es dann ein Mensch zu sein.

24:24

Also es waren Wuchs immer größer, schwält, so von innen gegen meine Haut,

24:28

dann wusste ich schon, dass gefühlt kenn ich,

24:30

da will wieder was raus, da will ich eigentlich etwas verbreiten

24:33

und etwas Stimme geben, von dem ich wirklich glaubt, dass es hilft,

24:37

dass es was bringt.

24:40

Und das ist dir gelungen.

24:41

Ich durfte vorab schon in das Buch lesen, ich hab's verschlungen.

24:44

Das sind großer Luxus an meinem Job, der sich hier Bücher lesen darf,

24:47

aber das war wie eine ganz, ganz besondere Freude.

24:51

Der Untertitel heißt, was es wirklich bedeutet,

24:54

auf seinen Körper zu hören.

24:55

Das klingt erst mal total sinnvoll,

24:57

aber wenn man sich mal links und rechts umsieht,

25:00

dann möcht ich mich überhaupt nicht ausschließen,

25:02

dann hören wir immer weniger auf den Körper,

25:04

sondern haben ganz andere Einflussfaktoren,

25:06

ganz andere Kriterien, was richtig oder falsche ist.

25:09

Wenn das Zitat aus dem Buch heißt, verstehen wir die Antworten

25:12

des Körpers besser, können wir ein stimmigeres Leben führen.

25:16

Wenn du jetzt mal an deine Vergangenheit denkst,

25:19

was war denn so die wichtigste Antwort,

25:21

deines Körpers, die du lange überhört hast?

25:24

Lange überhört.

25:26

Mhm.

25:28

Mhm.

25:29

Ich muss jetzt direkt einfach mal dieses Beispiel von eben denken,

25:32

dieses, warum macht mich jetzt dieser große Erfolg nicht 100 Prozent,

25:37

sondern nur 30-40 Prozent oder so.

25:40

Da merke ich halt, dass ich vorher gar nicht darüber nachgedacht hab,

25:44

was für verschiedene Arten von guten Gefühlen,

25:46

ich dann so hab zum Beispiel.

25:48

Und wenn wir da mal zum Belohnungszentrum schauen,

25:50

dann merke ich eben, es gibt einmal die Zellen, die mich anlocken

25:53

und am Ball bleiben lassen,

25:54

sowie Jim Carrey ist dann gesagt, hat 2 Oscars, vielleicht dann 3,

25:58

dann 4, die sind ja auch wertvoll, die halten uns,

26:01

und uns früher dabei gehalten, immer weiter zu laufen

26:03

in der Natur, um vielleicht noch eine Nahrungskuelle zu finden

26:06

oder am noch ein besseren Unterschlupf oder so was.

26:08

Und die geben uns schon ein gutes Belohn des Gefühl,

26:11

wenn wir viel Dupaminen ausschütten, geht die Zeit schneller vorbei,

26:13

beim festeren Muskelton,

26:15

musst du dieses beim Chef, die Hand festchütteln, ja,

26:18

so was asoziert man damit.

26:19

Und dann gibt es aber andere Zellen auch noch,

26:23

die einem eben so ein zufriedenes Gefühl geben,

26:25

beispielsweise ich mache eine große Wanderung und danach,

26:27

oh, es ist sicher vom Sofa und ein gutes Gefühl,

26:30

da will ich nicht noch mehr und noch mehr wandern.

26:33

Es ist gut, wie viel ich gewandert bin.

26:35

Und die lösen eben so ein zufriedenheitsgefühl aus,

26:37

und zwar in dem Moment, in dem diese Lockstoffe des Dupaminerge abfallen.

26:42

Normalerweise werden die nicht dabei,

26:44

würde sich das einfach nur unangenehm anfühlen,

26:46

weil wenn man so was locken, das was mich am Ball und fresh hält,

26:49

so abfällt, dann fühlt sich alles langsamer und schnöder

26:52

und irgendwie unbeloondert.

26:54

Dadurch, dass diese Zellen in dem Moment aber sagen,

26:56

das war gut, was du da dir erlockt hast.

26:59

Ich gebe dir jetzt diese schönen Gefühle,

27:01

wird dieses langsamer zu Gemütlichkeit und zu Friedlichkeit

27:04

und eben, wie wir es dann sagen, zu Friedenheit.

27:07

Und mich mal zu fragen,

27:09

kommen die dazu gerade bei der Aktivität,

27:11

ich hier mache oder nicht.

27:12

Und warum kommen die nicht dazu?

27:14

Diesen mich sehr unverarschbar.

27:17

Was schönes, weil wir oft von unserem Belohnungszentrum denken,

27:20

das gibt balloon die Chips, das belohnt in Zucker,

27:23

das belohnt irgendwelche Blöden Sachen,

27:25

ich kann nicht dem überhaupt vertrauen.

27:27

Aber da kann ich mich fragen,

27:28

die ein, die lockies, die lassen sich überall hinlocken.

27:31

Weil, wer weiß, vielleicht lauert da ja doch was.

27:34

Und das ist auch schön von den, aber die anderen sind ziemlich unbetrübt.

27:37

Bei die gucken nämlich, ist im Körper was gut es passiert.

27:40

Was mir wirklich geholfen hat und gut getan hat.

27:43

Und wenn das nicht passiert ist, springen die nicht an.

27:46

Und so kommt es manchmal, dass beim Handy scrollen,

27:48

wenn ich es dann einfach noch zur Seite leg,

27:50

fühlt sich so unangenehm an.

27:52

Dann nehme ich es lieber noch mal schnell und scroll ein bisschen weiter.

27:54

Oder direkt nach dem interessanten Bild,

27:56

lieber schnell zum nächsten Bild, ja.

27:59

Weil die springen nicht an, weil der Körper liegt nur da,

28:01

keine wirklichen Hautkontakt bekommen.

28:03

Der hat nicht eine echte Zugehörigkeit,

28:05

sondern eine Gruppe erlebt,

28:06

dass das zwei Dimensionen halt pseudoartig erlebt,

28:09

aber eben nicht richtig, also sagen die,

28:11

keine zufrieden idea.

28:13

Und das ist was, was mir zum Beispiel viel eher hilft,

28:17

dann auch mal Lockbelohnung doch zur Seite zu legen

28:20

und zu sagen, okay, ich hätte die anderen zählen,

28:22

schon gerne, und jetzt auch noch mit einem Bord.

28:24

Was wollt ihr da oben? Was wollt ihr dann jetzt mal mehr?

28:27

Und eben dieser Satz, weil man von was immer mehr will,

28:30

dann ist es nicht das, was man braucht.

28:32

Der hat mir da auch wirklich,

28:33

der kommt mir dann immer wieder, schießt mir der in den Kopf.

28:36

Und das ist so was, wo ich merke,

28:38

wenn ich weiß, auch worauf ich hören muss.

28:41

Ja, Kuschte kommt auch diese Belohnung von den anderen zählen,

28:44

oder wenn die Lockies immer nur von Social Media

28:46

und der Snackindustrie schön angesprochen, ja.

28:49

Dann verstehe ich was, dann kann ich auch erst auf was hören.

28:53

Was mir vorher halt einfach nicht klar war.

28:55

Also ich merke, ich brauche so wissen,

28:57

um auch auf den Körper zu hören.

28:59

Und dann wüsste ich doch gar nicht,

29:01

wo in welche Richtung soll ich dann überhaupt die Öshin aufspannen.

29:04

Fast das Nummer kurzweißen,

29:06

wahnsinnig wichtiger Mechanismus aus meiner Sicht ist,

29:09

dass nur meinen Worten zusammen und du sagst,

29:11

ob ich es richtig verstanden habe.

29:13

Also, nehmen wir mal Beispiel Handy, Social Media,

29:15

wissen wir alle kurzer Dopamine, Kick, etc.

29:17

So, und wenn der abflaut, dann entsteht möglicherweise ein Warkoom.

29:21

Und jetzt ist die Frage, steigt da Serotonin ein,

29:25

also das Wohlfühl-Hormon.

29:27

Oder endogene UPUI?

29:28

Oder das gibt einige.

29:31

Und wenn das nicht der Fall ist,

29:32

dann halten wir dieses Warkoom nicht aus

29:34

und schieben lieber den nächste Dopamine hinterher.

29:37

Das ist ja der Mechanismus, der auch bei Süchten letztendlich entsteht.

29:41

Wie können wir denn herausfinden

29:43

oder besser darin werden, zu wissen,

29:47

was denn Serotonin, UPUI, etc. ausschütet,

29:50

um nicht die ganze Zeit in dieser Dopamine-Falle festzuhängen?

29:54

Ja, im Grunde sind das so natürliche Belohnungen,

29:57

die sich auch mal normal oder auch mal blöde anführen können.

30:01

Das ist ein Mechanismus, der das Belohnungszentrum auch frisch hält.

30:04

Also, der diese Zellen auch ein bisschen schont.

30:06

Und die wieder aufmerksam uns in Siebel macht.

30:09

Und das Gemeinde ist in unserem modernen Alter,

30:11

kann wir so oft Dinge, die wir nachschieben können,

30:14

wenn es sich unangenehm und unbelohnend anfühlt.

30:17

Dann noch ein kleiner Snack, dann vielleicht hier eine Süßigkeit,

30:20

dann ein bisschen Musik, dann doch schnell ans Handy,

30:22

bevor es zu langweilig in der Übernwürde.

30:24

Also es gibt eigentlich immer, was oder dann doch noch ein kleines,

30:27

glieschen warien.

30:28

Eigentlich haben wir dauernd zur Verfügung, das so hoch zu patchen.

30:32

Und unsere Dopaminärgen zählen können dann auch unempfindlicher werden.

30:36

Das ist ein Mechanismus, den man manchmal auch zu hohen überlegt,

30:39

ob der einen Anteil an der Mitlife-Crisis hat,

30:41

wenn wir eben auch über viele Jahre immer diese Zellen fordern,

30:44

dann kommt Schüttern oder was aus.

30:45

Auch kommt, gibt mir noch eine Runde, dann kommt,

30:47

irgendwann werden die einfach, wie wenn ich mein Lieblingslied 20 mal höher

30:50

beim 20. Mal ist es immer nicht mehr so schön,

30:52

weil die müssen sich schützen.

30:53

So viel können ja auch nicht die ganze Zeit hier die Belohnungsbrausen springen,

30:56

lassen die Schützen ein bisschen erzählen, der ein Mechanismus.

30:59

Und die stellen sich auch darauf ein, was es so an coolen Sachen gibt.

31:02

Also wenn ich den immer super zurückkriege, Dinge zufüttern,

31:05

dann sagen die, oh, die Late liegt auch.

31:07

Also dann irgendwie ein altes Schweiß-Worturan gucken, pf.

31:10

Da freut mir von mir, da eine tolle Studie zu gemacht,

31:13

in denen sie Menschen normale so so ein Podinx bereitet hat.

31:16

Manche hatten mehr Zucker und manche weniger.

31:19

Und nach einer Woche, nach einem Monat war das gleich genau,

31:22

hat sie verglichen, das Belohnungs-Damproman, die dann abfüllen sehen.

31:25

Und die, die so immer viel zukriege, Podinx hatten,

31:28

das war den völlig egal, der abfüllen,

31:30

hat gar nichts mehr ausgelöst, doch abfüllen.

31:32

Aber die, die in Monat lang nur diesen Zucker niedrigen Podin gegessen haben

31:36

und sonst ja auch nicht viel mehr Zucker, da war der abfüllen noch schön.

31:39

Und da merkt man, so kann das im Leben auf die Dauer sich immer mehr verschließen,

31:44

dass die Dinge nicht mehr schön sind, wenn ich es quasi alles ein bisschen dumpf werden,

31:48

lasst, weil es dauernd ausgequetscht wird.

31:52

Aber der in Frage war glaube ich eine andere.

31:54

Wie man die Dinge findet, die zu dieser zufrieden hat.

31:58

Dann auch.

31:59

Dann ist auf der Couch abends, man ist müde nach der Arbeit.

32:03

Und es fühlt sich manchmal einfach an,

32:05

noch mal eine Netflix-Serie zu suchten,

32:08

oder wie auch immer als den Sonnenuntergang beim Spazieren zu sehen.

32:12

Eigentlich wissen wir, wie es geht.

32:14

Aber wie können wir besser darin werden,

32:16

es vom Wissen auch wirklich wieder in die Umsetzung zu bringen?

32:19

Hast du da aus deinem persönlichen Alltag oder einer Arbeit mit Patienten,

32:22

irgendwelche Tipps, die du Menschen geben kannst?

32:24

Ich fand diese Vorstellungen der Zellen in meinen Belohnungszentrum

32:28

als Spürhunde ganz gut, die, wenn ich sie nicht dauernd in so moderne Fallentapsen lasst da draußen,

32:34

eigentlich von mir auf eine bestimmte Art behandelt werden können,

32:37

sodass sie ihre wirkliche Aufgabe nachgehen können.

32:41

Wie so ein gut gehaltener Hund.

32:43

Und nicht so ein Hund, den ich so dick werden lasst und so ein bisschen

32:46

immer nur über die Betonfelder Schleife.

32:48

Sondern den Belohnungszentren brauchen sie eben auch mal,

32:51

dass ich eine lange Weile hab.

32:53

Weil dann werden die zum Beispiel wieder dünn heutig,

32:55

also empfindlicher sozusagen, dann gucken die,

32:58

okay, es hält's hier irgendwie gerade ein bisschen,

33:00

gibt's hier irgendwas Schönes, gibt's im Raum vielleicht irgendwas,

33:03

was ich nicht finde.

33:04

Also dann fangen die wirklich an, wieder leichter auch etwas anzuspringen.

33:07

Und das ist eben mal die Langeweile aushalten und auch zu wissen,

33:10

die Langeweile ist gut, weil dann meist wieder Sensibler.

33:12

Oder auch, wenn mal ein Treffen mit Freunden blöd war

33:14

oder ein Essen nicht gut geschmeckt hat zu wissen,

33:16

jetzt kann man alles wieder runterkommen, dann wird's ja ein Sibler.

33:19

Und dann ist es auch wieder schöner danach.

33:21

Das war auch so ein Erlebnis vor zwei, drei Jahren,

33:23

abends ich das erste Mal in meinem Leben gefasst wird,

33:26

aber ich hab mich dran getragen, du bist doch die Dame,

33:28

die du musst mal ausprobieren, hab ich mal ausprobiert.

33:31

Und dann warnt ich superfaszinierend,

33:33

wie so eine gedämpfte Karotischmöcken kann,

33:35

wenn man mal zwei, drei Tage nichts gegessen hat,

33:37

das war wirklich ein Highlight.

33:39

Also ähnlich ist es auch mit den Belohnungszellen,

33:42

dass man, wenn man wirklich ein guter Belohnungszellenhunde halt ist,

33:46

dann sagt man nicht, hier kommen noch ein Snack und noch ein Lekker ließ,

33:49

wo wir dann ruhkommen, dann wieder einen schönen Spaziergang.

33:52

Und das war's, du über Fasten gesprochen hast.

33:55

Ich hab von paar Wochen hier eine Episode,

33:57

wo ich eine sehr schöne Studie, die wirklich für viele Aufmerksamkeit

34:00

sorgt von der Uni Heidelberg.

34:02

Da hat man junge Menschen für 72 Stunden auf Handyfasten gestellt.

34:07

Und sie waren vorher im Brain-Scaner, nachher im Brain-Scaner.

34:10

Man hat schon nach 72 Stunden Veränderungen im Belohnungssystem festgestellt.

34:15

Ich hab danach einen Aufruf gestartet.

34:17

Ich hab's direkt danach gemacht von Donnerstagabend,

34:19

21 Uhr bis Sonntagabend, 21 Uhr.

34:22

Und so wie eine schöne Erfahrung, eine Wahnsinserfahrung,

34:25

ich hab's jahrelang vorher nicht mehr gemacht,

34:27

kein Handy für drei Tage.

34:29

Und ich hab so viele Zuschriften bekommen.

34:31

Ich hab aufgerufen, macht das doch auch, lasst mich teilhaben.

34:34

So viele Zuschriften bekommen, wie schön es ist,

34:36

wenn man seinen Spürhund-Video nänzt,

34:39

einfach ein bisschen ausruhen lässt, nicht dauerreit,

34:42

um dann wieder eine ganz andere Sensibilität auf diese Reize zu empfinden.

34:46

Und auch was dabei entsteht.

34:47

Weil wir würden ja schon denken, das wird nur blöd.

34:51

Weil so fühlt sich's halt im ersten Moment an.

34:53

Und dann geht man doch mal eine Ecke besprezierende,

34:56

bei der man nicht war oder überlegt,

34:57

da seit Jahren wollte ich mich schon für diesen Sport mal anmelden

35:00

oder zumindest mal einen Schnubarkurs machen und plötzlich macht man's mal.

35:04

Also was dann doch auch bei rum kommen kann,

35:06

ist dann eben doch auch sehr wahrhaftig belohnt.

35:08

Oder man fängt einfach nur wieder auf Frisch-Annahme- und Hack.

35:11

Das ist ja auch eine gute Sache.

35:13

Ja, und ich glaube, das ist schön, dass auch genau so was,

35:16

wenn du zu so was aufrufst und dann alle auch mal zusammen wieder machen.

35:19

Weil immer alles alleine schafft.

35:21

Mit zönern noch alleine 1.000 Stunden Handy fassen,

35:23

wir sollen da schon so viel.

35:25

Also, dass wir als Gemeinschaft auch zusammenkommen

35:27

und zu Dinge miteinander aus Testen und ausprobieren,

35:29

so was finde ich auch sehr wichtig.

35:31

Gerade bei Dingen wie Selfcare oder Erfolg,

35:33

da ist oft diese Sprache immer, jeder muss es alleine schaffen

35:36

und toll sein, auf sich gestellt und so.

35:38

Und ich glaube, dass nicht.

35:40

Ich erlebe mich so selber auch nicht.

35:41

Ich schreib dann gut, wenn ich mir ganz ack vorstelle,

35:44

dass jemand das ließt und dem das was bringt.

35:46

Also, ich brauche irgendwie auch die anderen Menschen.

35:50

Ich hör dir so gerne zu und nicht nur wegen dem Inhalt,

35:52

sondern weil du auch immer so schöne Vergleiche bringst.

35:55

Es macht so schön anschaulich.

35:56

Und das machst du nicht nur hier im Gespräch,

35:57

sondern das Buch ist auch überschüttert von wunderbaren Metafern vergleichen.

36:02

Und das wäre eine Frage, weil hier hören auch viele Menschen zu,

36:05

die selber schreiben, die selber solche Dinge machen.

36:09

Wie passiert so was methodisch im Buchschreibeprozess,

36:12

dass du immer so perfekte Analogien hast?

36:15

Ich fragt das ganz konkret.

36:16

Also hast du für dich Thesen, die du ausdrücken möchtest

36:19

und suchst dann nach Beispielen im Körper?

36:23

Oder hast du, gehst du den Körper durch und sagst,

36:26

das sollen die Menschen lernen über den Körper

36:28

und jetzt suche ich mir im Leben der Menschen

36:30

in den gesellschaftlichen Zusammenhängen,

36:32

weil es ist ja nicht nur aufs Individuum,

36:34

sondern du zeigst auch gesellschaftliche Zusammenhänger.

36:36

Wie gelingt dir das im Schreibeprozess?

36:39

Da hatte ich diesmal eine ganz strenge Vorgabe an mich selber.

36:42

Weil mir das auch wichtig war, weil wenn ich jetzt gesagt hätte,

36:45

ich will den Leuten sagen, die sollen mir entspannen.

36:48

Und jetzt suche ich mir einen Beispiel im Körper,

36:50

womit man das belegen kann, das hätte ich falsch und irgendwie

36:53

so trügerisch gefunden, weil man ja dann einfach alles sagen,

36:56

was man will.

36:57

Und deswegen war es ganz streng,

36:59

dass ich erst mal auch mit den Lehrbichern angefangen hab

37:02

und danach mit den Wissenschaftlichen Artikeln

37:04

die Fakten runtergeschrieben hab.

37:06

Und dann immer mit einer anderen Farbe markiert hab,

37:08

wenn ich dachte, das ist ja eine Parallel zum Leben.

37:11

Das erinnert mich an unserer Gesellschaft.

37:12

Also es war ganz streng, vorm Körper zu den anderen Dingen

37:15

und nie anders rum.

37:16

Das war eine Sache und die andere ist so,

37:19

es gibt dann einfach mit Tafern,

37:20

die fallen mir wirklich einfach so ein,

37:22

so bin ich glaube ich ein bisschen,

37:24

das kann ich nicht gut erklären.

37:26

Aber dann gibt es auch Perspektiven und die sind wirklich Arbeit.

37:31

Also teilweise hat es mal bis zu drei Wochen gedauert,

37:33

bis ich erst verstanden hab,

37:34

auch so welcher Perspektive ich was erklären kann.

37:36

Es war zum Beispiel beim Schlaf so.

37:38

Tausend Sachen über einen Schlaf gelesen, alles zusammenfasst,

37:40

alles erklären können.

37:42

Aber wie steigt von welcher Perspektive gucke ich auf das Thema?

37:45

Weil ich glaube, das ist auch ein bisschen,

37:47

wozu es noch wirklich sinnvoll ist, auch Bücher zu haben.

37:50

Weil die Informationen ehrlich gesagt,

37:52

Tipps und so zuhauf vorhanden,

37:55

kann ich mir überall nachlesen.

37:56

Aber wie blicke ich drauf,

37:58

so dass es so was Stimmig, schlüssig ist, ergibt.

38:01

Und beim Schlaf, mir das ging auch lustig.

38:03

Muss sich richtig viel darüber schlafen,

38:05

um irgendwie das noch anders zu verarbeiten.

38:08

Und dann bin ich irgendwann aufgewacht, dachte,

38:09

oh, es ist ein Machtwechsel.

38:11

Schlaf ist eine Machtübergabe.

38:13

Immer von einem Bewusstsein hier in den Bereich

38:16

und jüngeren hier in den Bereich zurück an den unbewussteren Eltern.

38:19

Dadurch gibt es die verschiedenen Schlafwasen.

38:21

Und immer wenn der eine seinen Staffelstab abgibt,

38:24

übernimmt der andere und macht dann seinen Ding.

38:26

Und so entstehen die unterschiedlichen Phasen,

38:28

die wir beim Schlaf durchdauf.

38:30

Als ich das hatte, ging der Text.

38:32

Aber das hat querend lange gedauert zum Beispiel.

38:35

Und dann geht das Schreiben aber mal ganz schnell,

38:36

weil ich diese Art einzusteigen.

38:38

Dann kann ich alles andere auch in diesem Bild formulieren.

38:41

Und da dann so spielen.

38:42

Aber das mal so verstanden zu haben, das hat halt zum Beispiel,

38:46

das ist das wirkliche Arbeit.

38:47

Und es ist auch für mich immer wieder am Anfang frustrieren gewesen,

38:51

dass ich dachte, man muss da jetzt einfach einen guten Text schreiben.

38:53

Aber so ist es halt nicht.

38:55

Ich muss da auf diese Idee kommen und die hat gedauert.

38:58

Das ist der Wert.

39:00

Wobei beim Schlaf sind es ja auch eins meiner Lieblingsthemen,

39:04

mit deiner Erlaubnis, werde ich ab und zu den Machtwechsel auch zitieren

39:08

in meinen Vorträgen.

39:09

Gerne.

39:10

Natürlich mit deinem Namen.

39:11

Wobei bei dem Thema sind du ein schönes Zitat, wo du sagst,

39:14

für die Wissenschaft ist das Träumen eine Provokation.

39:18

Da gehen bei mir natürlich die Augen und alles auf,

39:21

lass uns da mal tiefer einsteigen.

39:23

Warum empfindest du das als Provokation?

39:25

Die schauen ja immer, wie können wir aus irgendwas Sinn machen.

39:28

Wie kann man das auch ein Ort in ganz zwei,

39:31

die ein Mensinales von A zu B, von B zu C.

39:33

Und also Träumen ist alles außer das.

39:36

Das geht nicht ums Linjara ein Ort.

39:38

Weil es in nimmt genau dem Bewussten, was Linjara gut unterwegs ist,

39:42

das aus der Hand und sagt, okay, und jetzt machen wir mal wildes Rambut,

39:46

Zambu und gucken, wo das hinführt.

39:47

So, da ist jetzt mal zusammenfassen.

39:49

Es gibt verschiedene Sichten auf Träume.

39:51

Manche Forscher sagen, das ist nur ein sinnlose Quatsch.

39:54

Irgendwie andere sagen, so ein wildes Herum gefunden hat.

39:58

Und dann, und das ist im Moment, würde ich sagen,

40:01

die häufig vertretendste Meinung, haben wir eben die Rolle

40:04

zur Verarbeitung von Gefühlen, zum neuen Lösen von Problemen.

40:07

Ich mein, wie gesagt, ich das jetzt hier.

40:10

Den Zuhörer.

40:11

Genau, von Pierre-Wau.

40:12

Und dann ist es im Grunde,

40:15

finde ich, eine der spannenden Studien zu dem Thema,

40:18

wo ich es auch noch mal richtig anders verstanden hab,

40:20

war dieses Menschen die Schiefahren.

40:23

Also, da gab es eine Studie, die Leute sind tagsüber schiegefahren

40:26

und dann haben sie die in der Nacht immer in den verschiedenen,

40:29

also Rämpfasen aufgewäckt und gefragt, was sie gerade geträumt haben.

40:32

Und dann ließ sich so eine Sache, die ist einfach auch für die anecdote Schöne.

40:36

Erst mal der erste, erste Phase war, man hat geträumt, man fährt schieh.

40:39

Die zweite Phase war dann irgendwie, man ist so zwarsch und auf Schieren gewesen,

40:43

aber irgendwie durch so eine Weiße Halle gefahren.

40:45

Und dann das dritte war, man ist auf einem Fließband

40:48

durch eine Weiße für die Halle gefahren.

40:50

Und ich finde, das zeigt was Schöne, was moment auch so die Tese dazu ist.

40:54

Wir nehmen eine Erfahrung vom Tag

40:56

und dann spulen wir die noch mal auf ganz andere Hürden

40:59

bereichen mit anderen Erfahrungen, mit einer anderen Habtik,

41:01

in der Fabrikale ist es Windstill.

41:03

Wie fährt denn so ein Fließband, eine Kurve?

41:05

Wie lehne ich mich anders um, um durch die Kurve vielleicht doch noch besser zu kommen,

41:09

wenn ich ganz ruhig auf einem langsam verannten Band Zeit dazu hätte?

41:13

Und so können wir Erfahrungen, die wir an ganz anderen Punkten in unserem Leben gemacht haben,

41:16

die wir heranzieren, die übersetzen, auf das, was da heute alles an Infos kam.

41:20

Und am nächsten Tag vielleicht den gleichen Schiewig besser fahren,

41:23

die schiebeste oder wie gesagt, ich bin kein Schieber, das ist doch eine interessante Nummer drin für das Leben.

41:30

Ich habe was erlebt am Tag und dann ziehe ich noch mal nach alle möglichen anderen Bereichen

41:35

meines Erfahrungsstaustorat und sagen,

41:37

könnt ihr noch irgendwas dazu dichten, was vielleicht mehr helfen könnte.

41:41

Das fand ich so ein Moment, die Studie zum Beispiel,

41:44

da habe ich noch mal so ein Kniff mehr verstanden.

41:47

Und wenn ich mit Menschen zum Thema Schlaf arbeite,

41:49

ich hör ganz oft die Frage oder den Wunsch, dass man weniger träumen möchte,

41:54

weil Menschen es auch oft als aufwühlen und als negativ empfinden.

41:58

Und dann erkläre ich Ihnen eben auch genau die Funktion,

42:01

eben diese emotionale Verarbeitung im Wissenschaftling-Litratur

42:05

wird oft von Cutting of the Edges gesprochen.

42:07

Also die emotionale Spitze wird im Weg genommen, wenn man es durchtreu.

42:11

Und jetzt mal in deinem Beispiel, vielleicht empfindet man die steile Schiebiste

42:14

noch als etwas bedrohliches.

42:16

Wenn man aber schon auf einem Fließband ist, ist es kontrollierter,

42:19

es ist langsamer, vielleicht ist man am nächsten Tag schon nicht mehr so ängstlich

42:22

auf der gleichen Piste.

42:24

Und das passiert eben im Traum, dass man die Emotionen immer mehr abschleift

42:28

und etwas, was sehr aufwühlen oder ängstlich war,

42:31

nach ein paar mal durchtreumen, vielleicht weniger intensiv ist.

42:34

Ja, und das spannende, was da noch dazu kommt, ist,

42:36

wir können während dem Schlafen bestimmte Stresshormone.

42:39

Vor allem eben in der Rämpfase nicht ausschütten.

42:42

Und dadurch erleben wir stressige Dinge noch mal ohne diese stressigen Gefühle

42:46

dazu.

42:47

Angstfrei, genau.

42:49

Und es ist aber vielleicht auch ein Aspekt für Menschen,

42:51

die träumen als unangenehm erleben.

42:53

Da kann nämlich ein Faktor sein, dass die nicht tief genug Schlafen

42:56

in der Traumfase oder sogenannten fragmentierten Rämpfschlaf erleben.

43:00

Das heißt, die wachen dann doch immer ein bisschen auf, wenn dem Traum

43:03

nicht tief genug in diesen Hirnfrequenzen, die es für den tiefen Traum schlafen.

43:08

Und beim Aufwachen ist das dann schon unangenehm,

43:10

weil dann kommen die Stresshormone dazu.

43:13

Und was sie eigentlich verarbeiten sollten und von einem stressigen Erlebnis

43:16

noch mal in Ruhe durchdenken sollten, während dem Traum,

43:19

also auf träumere Schade durchdenken.

43:21

Das ist dann plötzlich einfach nur noch mal und noch mal stressig erlebt worden

43:25

oder wiederkäut, wieder so, ne?

43:27

Und dass das nicht schön ist, das finde ich sehr verständlich.

43:30

Da ist dann eher die Frage, wie kriegen wir dich vielleicht zu einem tieferen Schlaf,

43:34

wenn das schon so erlebt wird, von gehören so oft zu unangenehm miträumen,

43:37

gibt es noch eine Technik, wie man dann bewusster,

43:40

die Träume wieder angenehm, wenn man mit den umgehen kann,

43:42

vielleicht doch lernt auch die, in dem Moment anzuhalten

43:45

oder zu verarbeiten oder eine andere Richtung zu lenken.

43:48

Aber vor allem eben auch eine Frage,

43:49

wie kriegen wir den Schlaf so tief, dass die nicht die Stresshormone ausschütten

43:53

und dann mit einem Albtraum aufwachen?

43:57

Schlaf ist ja ein Teil, den du behandeltst,

43:59

aber du gehst durch ganz viele andere und lass uns noch ein paar andere Areale,

44:02

die ich richtig spannend und auch sehr innovativ fand.

44:05

Du sprichst über das Immunsystem, kennen wir alle.

44:07

Und da schreibst du den schönen Satz, der sicherste Ort ist kein Ort ohne Risiko,

44:13

sondern ein Ort der Lösungen.

44:15

So, und es passt auf so viele Bereiche im Leben, nicht nur für das Immunsystem.

44:23

Spontan hab ich jetzt beim gratten zweijährigen Sohn,

44:26

da geht es auch darum, was erlaubt man dem wie viel Risiken gehen.

44:29

Man beobacht natürlich auch viele andere Eltern,

44:31

und ich glaube gerade die aktuelle Elterngeneration ist sehr gut darin Risiken

44:36

und Gefahren aus dem Leben der Kinder rauszunehmen,

44:38

weil man vermeintlich denkt, man tut was Gutes.

44:42

Was können wir von dem Immunsystem lernen,

44:45

wie wir auf Risiko und Gefahren vielleicht ein bisschen anders gucken sollten?

44:48

Na, gerade, dass unsere Sicht erst mal aufs Immunsystem angeht,

44:52

haben wir oft dieses, das muss einfach gefährliches vermeiden, abwenden, angreifen,

44:57

mehr Barriere sein und so.

44:58

Das ist, glaube ich, oft schon, wo es stehen bleibt bei den meisten.

45:01

Die denken, dass es was Immunsystem macht.

45:03

Auch logisch, dass man sagt, das Stärken immer stärker ist im Universum,

45:06

weil man will ja das alles böse abgewendet wird.

45:09

Genau, und ich glaube da kommt dann, und man vielleicht ehrlich gesagt,

45:12

das wird mal eine Vermutung, so was beeinflusst, vielleicht auch,

45:16

wie wir dann Sicherheit in unserem Leben sehen.

45:18

Und sagen, alles schlechte muss abgewendet, schnell vorher weggeschafft,

45:21

oder bei jeremäßig von mir ferngehalten werden.

45:24

Es ist aber halt einfach nicht möglich.

45:26

Und im Übrigen ist es das ja auch nicht für Immunsystems.

45:29

Tut da in der Richtung schon alles, was es kann.

45:31

Ich immer geht das aber oft meistens sogar,

45:35

aber wenn man sich anschaut, was es für das Immunsystemsicherheit,

45:38

dann, also da wohnt irgendein Bakterium angreifen, es nicht,

45:42

unbedingt was da jetzt primär passiert, sondern so die allergrößte Menge

45:46

der Zellen, die es neu giherig, die guckt sich uns sehr genau an

45:51

und baut auf Selbstkenntnis.

45:53

Sich selber richtig gut zu kennen ist der relevanteste Teil der Sicherheit

45:57

beim Immunsystem.

45:59

Und dann eben auch zu verstehen, welche Bakterien kann ich einfach

46:02

bestens im Darm sitzen lassen, ohne dass mir das irgendein

46:06

Nachteil bringt, sondern vielleicht ein Vorteil oder es macht gar nichts.

46:09

Also dieses Koparieren mit hilfreichem ist ein sehr relevanter Teil

46:13

von Sicherheit, das toller Rieren von unschädlichen,

46:16

mindestens genau so wichtig, sonst verschwendig ja auch in unnötig Energie

46:20

oder trät Entzündung los, die mir im Stimmenfall einfach nur mehr Schaden

46:24

als nutzen.

46:25

Und ich glaube hier würde ich manchmal gerne,

46:27

diese körperliche Perspektive dazu werfen, zumindest anbieten.

46:30

Weil ich für mich in meinem Leben gemerkt habe,

46:33

oh, da hab ich gar nicht so sehr draufgeachtet.

46:35

Und wenn ich das jetzt mal tue, bringt mir das was.

46:37

Und ich spüre plötzlich auch eine Art von Sicherheit,

46:41

die ich noch Stimmiger finde, als dieses nur abwehren,

46:44

was gefährlich und falsch und schlimm sein könnte.

46:46

Auch ein wichtiger Teil.

46:47

Aber tatsächlich ein kleinerer als ich gedacht hätte.

46:52

Steckt ja auch selbst vertrauen drin, gerade wo du gesagt hast,

46:54

der Dame, wenn er sich gut kennt, dann ignoriert oder akzeptiert,

46:58

er auch eindringlinge, die, wo er eben weiß, die können wir nichts anhaben.

47:01

Und nicht chronisch alles, was andersartig, was Fremdes sofort erst mal abzulehnen.

47:05

Genau, vielleicht auch für die Gesellschaft hier und dann,

47:08

ganz interessanter Punkt.

47:09

Wir sehen nämlich, wenn Körper auf die Art unterwegs ist, der sagt,

47:12

oh, das ist Fremdes, hab ich hier noch nie gesehen.

47:14

Also es schlecht angreif ich sofort an, dann entstehen wirklich auch schlimmer Krankheiten.

47:18

Das tut einem Organismus eigentlich nie gut.

47:20

Und die Illusion zu haben, das wäre die Aufgabe für Sicherheit,

47:24

die Fremden einbringen, irgendwie mal entfernt zu halten

47:26

und wegzuhauen, das ist schlimm im Körper.

47:29

Das ist eine echte unangenehme Krankheit im Körper.

47:34

Du sprichst an verschiedenen Stellen im Buch auch über Emotionen.

47:38

Und Emotionen gehört ja auch nicht so zur Stärke von vielen Menschen,

47:43

wird auch oft in den Hintergrund gerückt.

47:45

Auch hier macht Ihnen eine Stelle vorlesen, du sagst,

47:47

Emotionen geben unserem gesamten Körper und seinen Zellen

47:50

eine vereinende Hintergrundmusik.

47:52

Ich seh sofort, kann ich fühlen diesen Begriff und eine gemeinsame Richtung.

47:58

Warum würdest du sagen, du arbeits ja viel mit Patienten,

48:01

die auch unschöner oder eher die unangenehmeren Emotionen aushalten oder erleben müssen?

48:07

Warum sind wir so schlechteren Emotionen zuzulassen,

48:10

obwohl sie doch so eine entscheidende Rolle für uns spielen?

48:14

Emotionen sind uns ja oft gar nicht in ihrer Gänse bewusst,

48:18

was wir merken, ist das Gefühl.

48:19

Das kommt bewusst an.

48:21

Das Gefühl, das eigentlich...

48:22

In unterschieden muss man erklären,

48:23

wie oft wird das nur nüben Verwendet?

48:25

Das Gefühl, wie ich mich jetzt dadurch gelesen habe,

48:29

ist wie so eine kleine bewusste Memo.

48:31

Ein kleiner Ausschnitt, eine Zusammenfassung von der Emotion.

48:34

Die Emotionen passiert in unbewussten Hirnbereichen,

48:37

die auf wirklich ein riesiges Netzwerk an Zellen zu kreifern,

48:40

alle möglichen Erfahrungen, ganz schnell so blitzschnell auswerten,

48:43

dass wir das eben gar nicht bewusst mitdenken oder erfassen können.

48:47

Und dann kommt sowas kleine Soße wie ich bin jauer.

48:49

Oder so.

48:50

Und das Schöne ist, wir können wieder das Stück weit zurückverfolgen

48:55

und das aufspalten und überlegen, okay,

48:57

also wut irgendwie registriert ihr oben,

48:59

wie kann ich das denn jetzt hier noch besser verstehen?

49:02

Und ich glaube da gehen schon ganz viele nicht hin.

49:05

Das ist zum Beispiel auch was so die Forschung zu emotionaler Intelligenz,

49:08

sagt das erstens schon oft daran scheitert,

49:12

dass Menschen das Gefühl gar nicht richtig benennen.

49:15

Es klingt zwar ölke, wir denken,

49:17

ich weiß doch wie ich mich fühle.

49:18

Aber wenn man dann mal nachfragt,

49:20

ist es jetzt eher, bist ihr jetzt richtig bewütend oder bist du frustriert

49:24

oder bist du eigentlich ängstlich, dass was Scheitern könnte,

49:27

dann schaut man schon oft in Gesichter von Höhle.

49:29

Ist das nicht alles irgendwie Höhle?

49:31

Und dann, also es war bei mir auch,

49:32

seit ich angefangen habe mich mit dem Thema mehr zu beschäftigen.

49:35

Und ich glaube, dass wir mit unangenehmem Emotionen

49:38

wie jetzt zum Beispiel Wut oder Trauer

49:41

auf eine schwere Zeit haben, weil wir in diesem bewussten Verstand

49:44

von unserem nicht so direkt sein können,

49:47

was das jetzt hier der Helfen da anteilt,

49:49

fühlt sich einfach blöd an, ich will jemand zurückhauen

49:52

oder will einfach nur heulen und was hat mit das dann gebracht?

49:55

Also ich glaube, dieses nicht genau in die Tiefe gehen können,

49:59

warum das jetzt ein guter Zustand oder eine gute Hintergrund muss exzellen.

50:03

Und oft ist es dann aber ziemlich hilfreich,

50:06

wenn man ein bisschen anknüpft und neu gierig wie die Immunzellen,

50:09

doch mal in die Tiefe geht.

50:10

Ich z.B. diesen Aspekt auch gelernt,

50:14

das Wut eigentlich nicht,

50:16

ist man soll die Blöde-I-Meld schreiben oder jemanden anbrüllen.

50:19

Das ist halt, was der bewusste Verstand

50:21

dann so als erstes schnellen Vorschlag traus schießt manchmal.

50:25

Wut ist eigentlich, was uns körperlich in Zustand versetzt,

50:29

um auch für uns einzustehen.

50:31

Also um zu sagen, ich habe Energie,

50:33

ich habe einen schnellen Herzstag,

50:34

mein Gehirn und meine Muskeln werden durchbluten.

50:37

Ich kann jetzt wirklich handlungsbreit,

50:39

weil irgendwas ist so wichtig für mich oder für meine Person,

50:43

dass ich mir in mein Körper Energie bereitstellt, um was zu tun.

50:47

Also, Wut ist eigentlich eine enorme Bereitstellung von Energie,

50:50

weil dieses große komplexe Netzwerk sagt,

50:53

hier stefe ich eines, ist wichtig.

50:56

Und als ich das z.B. bekrifft, hab ich gemerkt,

50:58

okay, also wenn ich wütend bin, bin ich manchmal kurz,

51:01

auch dankbar, weil ich mir Wüt Energie gegeben,

51:03

um für was einzustehen, was ich wichtig finde.

51:06

Und das muss ich jetzt gar nicht mehr so bewusst

51:08

durchdenken am Anfang schon ein paar Mal,

51:11

sondern jetzt wurde nicht zum Reflex draufzuhaugen,

51:14

sondern okay, wichtige Missionen, wichtig für was einzustehen.

51:18

Und dann die Frage, wie mache ich es am besten?

51:20

Und ich glaube, so geht das mit vielen Gefühlen,

51:23

dass wir die Klüger zerlegen können.

51:26

Klüger noch mal an die Wurzeln gehen,

51:28

was unser doch sehr komplex und interessant aufgebauter Körper

51:33

uns damit zur Verfügung stellen will

51:35

und bei Trauer im Übrigen auch.

51:39

Du schreibst direkt daran anschließend,

51:42

dass gerade die Unangenehmengefühle die angenehm wollen,

51:44

wir alle haben, also vermeintlich angenehm.

51:46

Wir haben vorhin schon über kurzfristig Dopamine,

51:49

Gefühle, etc. gesprochen.

51:51

Aber wenn wir jetzt über Schmerz Wut, wie du gerade sagst,

51:53

auch Müdigkeit empfinden die meisten Menschen ja eher nicht

51:55

als ein angenehmes Gefühl, dann haben wir heute sehr praktische Strategien,

52:00

die Direktwirken entwickelt.

52:02

Man kann Tabletten gegen Schmerz nehmen, man kann sich mit Koffe

52:05

ihn zuschütten, wenn man müde ist, man kann,

52:07

wenn man Wut oder Schmerz oder Traurigkeit empfindet,

52:10

kann man sich durch Netflix oder Instagram klicken oder so.

52:14

Was sich kurzfristig erst mal als sinnvolle Lösungsstrategie

52:18

vermuten lässt, aber welchem Preis zahlen wir aus deiner Sicht,

52:22

wenn wir eben diese Gefühle immer nur überdecken,

52:25

statt sie zu verstehen und auch entsprechend zur Handelnarien.

52:30

Wir verzichten auf Intelligenz,

52:32

weil der Körper hat eine Intelligenz

52:35

und wenn wir ihn nicht richtig verstehen,

52:38

in seinen Hinweisen oder die einfach übergehen,

52:40

verzichten wir auf die teilweise wirklich sehr wertvollen Hinweise

52:44

und Intelligenz und die uns manchmal doch ein Stück weiter bringen würden.

52:48

Und ich bin gar nicht so jemand, der dann so strikt ist und sagt,

52:51

nein, nie wieder Netflix, wenn man traurig ist und keiner Eis kremen,

52:54

dann sowieso und nicht mehr den Kaffee und den Endlich drinken.

52:57

Ich wäre der Meinung, wenn man kurz nachgefragt hat,

53:00

woher das gerade kommt, es versteht und dann sagt,

53:03

ich finde, ich sitze in Ordnung hier noch durch zu brauen,

53:06

dann trinkt dein Kaffee und wenn man sagt, okay,

53:08

aber heute bin ich einfach nicht im Stande durch,

53:10

diese Trauer jetzt irgendwie anders noch hervorzuarbeiten

53:13

und darauf zu regieren, dann guckt ein Netflix,

53:15

weil wir müssen das nicht alles immer, wie gesagt, super oft husteln.

53:18

Aber wenn der Hinweis zum Beispiel wieder und wieder kommt,

53:21

oder ich hab gut geschlafen und gut gegessen

53:24

und eigentlich bin ich im Stande,

53:26

mich damit auch auseinanderzusetzen, dann würde ich sagen,

53:29

ist es doch hilfreich und ehrlich gesagt,

53:31

dass es auch noch so lohnt,

53:33

nicht auf diese Intelligenz zu verzichten.

53:35

Es ist ein ganz schöner Aussage, weil du jetzt nicht sagst,

53:38

wir müssen stohisch und asketisch leben.

53:41

Es kann ich selber auch nicht.

53:42

Genau, sondern du sagst gerade,

53:44

nutzt die Chance, die Botschaft zu verstehen

53:47

und dann könnt ihr immer noch überdecken.

53:49

Wenn man es nicht aushalten möchte.

53:51

Danke für die Nachricht, heute nicht morgen wieder.

53:55

Aber zumindest die Botschaft anzunehmen,

53:57

weil wie du gerade sagst, viele Menschen hinterfragen,

54:00

ja, den Grund für diese Emotionen gar nicht,

54:02

sondern sind sofort in der Emotionsvermeidungsstrategie.

54:05

Und damit nutzt man die Körperintelligenz eben nicht aus.

54:09

Und es wissen wir alle, wenn man Botschaften,

54:11

die leisen Botschaften überhört,

54:12

dann werden die Botschaften lauter.

54:15

Und dann siehst du in deiner Praxis ja,

54:18

ich sehe es bei mir teilweise, ob das Burnout sind,

54:20

Obstmuskelverspannungen sind, Obstmigreine ist, etc.

54:23

Da wissen wir heutzutage sehr genau das.

54:25

Die frühen Botschaften, die leisen Botschaften schon da waren.

54:28

Aber Menschen ignorieren sie häufig.

54:30

Ein Teil sein kann davon eben auch.

54:33

Im Auf- und Abpodcast sprechen wir auch darüber,

54:36

wie Menschen Krisen erleben,

54:39

aber wie sie auch stärker aus Krisen zurückkommen.

54:41

Und auch da hab ich eine schöne Analogie in deinem Buch gelesen,

54:44

wo du über Wundheilung sprichst.

54:46

Ich hab früher noch gelernt, eine Wunde muss immer trocken bleiben,

54:50

damit die Krustisch-Schnell entsteht, etc. und du sagst,

54:53

jetzt heutzutage geht man teilweise auch ein bisschen anders vor.

54:56

Denn wenn man es schafft, die Wunde eher feucht zu halten,

54:59

damit sie ein bisschen geschmeidig bleibt und eben nicht wiederreist,

55:03

dann kann es zu einer nahenfreieren Heilung führen,

55:06

sag ich jetzt mal, untächnisch, du korrigierst mich gleich.

55:10

Gibt es für diese moderne Perspektive auf Wundheilung aus deiner Sicht

55:15

auch in der Psychologie, in der Trauma-Verarbeitung,

55:19

im Bewältigen von Krisen, Analogien oder in andere Sicht drauf?

55:23

Weil ich beobacht, dass viele Menschen sich durch eine Krise ablenken,

55:28

ob das hier immer wieder bei Social Media natürlich,

55:32

aber bis hin zu Alkohol oder Partnerschaften,

55:35

also ohne reflektiert zu haben, ohne die Wundheilung anzunehmen,

55:39

direkt nach vorne stürzen.

55:42

Wie guckst du auf diese Analogie?

55:46

Bei Wunden wäre so die Parallelen, wenn ich quasi anderen Wunde

55:49

immer wieder zähre, gleich ganz aktiv Sachen mache,

55:52

in dem Verwundeten Gebiet, z.B. an der Hand,

55:54

und dann schraub ich die Wild rum, oder so, dann reißt die Wunde wieder auf,

55:58

also wenn ich quasi wieder Druck und Zug und dem Keiner Ruhe gebe,

56:01

dann habe ich oft so Hypatrophenarben, die sich dann bilden,

56:06

also überschießen, dass zu viel da sein, das Gewebe,

56:10

was dann so ein bisschen Wulstik aussieht.

56:13

Dann muss ich zum Beispiel dann denken, an die Menschen,

56:15

die wir nachdem sie betrogen sind, gleich im Hass-Händy-Check

56:18

und im gar nicht mehr Vertrauen hinterherlaufen,

56:20

dass es am Eingegrochen wurde, 5 Schlösser an die Tür anbringen.

56:23

Also so ein bisschen zu viel, was dann eigentlich passiert,

56:25

wenn wir eine Wunde immer wieder aufreißende angehen.

56:28

Es gibt auch das Gegenteil, die Hypatrophenarbe,

56:31

das quasi Gewebe immer wieder sich selber abbaut,

56:34

von Immunzellen, das immer wieder so angreifen und zerfleischen,

56:37

dann fällt die Narbe so ein bisschen unter das Hautniveau.

56:39

Das wäre, wenn ich immer wieder denke,

56:41

was hab ich da bloß nur auf Halsch gemacht,

56:43

warum hab ich das nicht anders?

56:44

Also, mich immer wieder für das, was passiert ist,

56:46

was mich verwundet hat, zerfleisch und selber angreifen.

56:48

Und dann, wenn ich zum Beispiel so zwei Narben,

56:51

was ich dann an dieser feuchten Wundeilung interessant finde,

56:54

ist, dass kann man bei kleinen und sehr sauberen Wunden

56:56

einfach zu Hause mit ein Dusflaster machen.

56:58

Im Krankenhaus wird so was sonst dann gemacht,

57:00

wenn die Wunde gut gereinigt ist, zum Beispiel,

57:02

wird das möglichst schön luftdicht

57:04

oder mit bestimmten feuchten Auflagen eben besser zur Heilung gebracht.

57:08

Dann sieht eine Wunde auch anders aus,

57:10

der dann eben keinen so einen brauen Wund scharf,

57:12

sondern so einen ganz weißen Film, der ist nicht wie eithall,

57:15

nicht so gelblich oder fließt nicht ab,

57:16

sondern ist wie so ein weißer Film.

57:18

Ich habe mir auch schneller auf die Art.

57:20

Und ich hab mir das damals, als ich mich quasi so seelisch

57:23

verwundet und traurig gefühlt hab,

57:24

nach dem Tod meiner Oma, dann diesen Vorbild genommen.

57:27

Ich dachte, okay, was heißt das für meine seelische Wunde?

57:30

Kann ich mir da, kann ich es mal ausprobieren wie die hauert?

57:32

Kann ich mal gucken, ob sich da was holen lässt.

57:34

Und das war für mich dieses, okay, ja, so, passert dich ab, schließen.

57:39

Also so wirklich, kein Stress dran, nichts von außen soll reinkommen.

57:43

Das kriege ich diese Ruhe, erst mal.

57:47

Und dann Feuchtigkeit für mich immer auch so mit Lebendigkeit assoziiert.

57:51

Dann dachte ich, okay, also das Lebendige, was hält mich da jetzt irgendwie?

57:55

Also wie schmeckt mir mein Essen?

57:57

Trinke ich ein Glas Wasser, hör ich wieder irgendein Lied gerne,

58:01

richtig etwas gerne.

58:03

Also so auch wieder an das Lebendige anzukünften,

58:06

das in so einem geschützten Rahmen zu kulturen.

58:08

Wo ich weiß, es ist jetzt nicht schlimm, dass ich die Kartoffel genieße,

58:12

oder gerne mache eine Brätsel essen oder so.

58:14

Also dieses im gesternst geschützten Raum

58:17

auf mein Lebendiges zu achten und das zu kulturen.

58:20

Das hat dich mir irgendwie von dieser feuchten Wurnteilung so gedacht,

58:23

dass wir vielleicht im übertragenen Sinne was so was sein könnte.

58:26

Ist einfach mein Versuch.

58:29

Und aber auch zu wissen, was dann unter diesem Wurndverband passiert.

58:33

Das hat mir auch geholfen, weil es eben ist.

58:35

Erst mal müssen alle möglichen Kaputtenziellen abgebaut werden.

58:39

Was da gerade fehlt und in Rissen wurde,

58:40

da muss erst mal so ein bisschen drum herumgearbeitet

58:43

und plötzlich wieder Strukturen verknüpft werden,

58:46

dann kommen auch Stammzellen an Ort und Stelle,

58:48

die sonst wo ganz anders sind, wie so Eltern,

58:50

die auf einmal wieder den Kopf streichen oder eine Suppe machen,

58:53

wenn es einem ganz furchtbar Geld kommt,

58:55

die und bilden neue Zellen, um eben auch wieder etwas zu ersetzen,

58:58

was fehlt und dann auch diese Aspekt irgendwann locken,

59:01

die Wunzellen an, was sie brauchen, um zu heilen.

59:04

Und das war eben dieser Moment, wo ich dachte,

59:06

ich will auch fange nicht an, irgendwas auch anzulocken.

59:09

Ich habe mir wieder was, hab ich wieder Lust auf dem Speziehergang,

59:12

hab ich Lust auf meine Lieblingsessen,

59:15

wie diese anlockende Wunde.

59:16

Das waren dann so Fragen, die haben mir geholfen.

59:19

Ja, es ist ja wichtig, den Wendepunkt auch irgendwann mitzukriegen,

59:22

wo man erst mal von der Verarbeitung vom Wundenlecken,

59:26

in dem Fall wieder den Gang nach vorne geht.

59:29

Und nicht zerfleichen.

59:30

Ich hab nämlich dann am Anfang immer noch gedacht,

59:33

ich noch irgendwas anders machen können, hätte ich ihr noch anders helfen können.

59:36

Dann dachte ich, das ist wie die Sympotrofenabe,

59:39

ich mach jetzt irgendwie gucken,

59:41

kurz unter das Duschflaster, machen Neues drauf,

59:43

dann gebe ich dem wieder Ruhe.

59:45

Darf ich beregelt sich im Inneren undachen schon viel?

59:48

Über die Muskeln sagst du auch schöne Dinge.

59:50

Ich glaube etwas, womit sich hier alle,

59:52

die in die Zuhören auch assoziieren können.

59:55

Und zwar sagst du, zu viel Handeln steht bei ihnen richtigen Handeln im Wege.

1:00:00

Zu viel Handeln steht ihnen beim richtigen Handeln im Wege.

1:00:05

Und da machst du eine schöne Passage,

1:00:07

wo du den sehr bekannten Begriff Work-Life-Balance diskutierst.

1:00:10

Aber auch den für mich neuen Work-Work-Balance-Begriff gibt's.

1:00:16

Und ich glaube, viele können, um die Analogie ins Geschäftsleben

1:00:19

oder auch ins Leben zu geben, können unterschreiben,

1:00:24

dass sie wahnsinnig viel tun, aber sich gar nicht sicher sind,

1:00:27

ob sie das richtige tun, teilweise das richtige auch nicht passiert,

1:00:32

weil man viele unwichtige Dinge macht.

1:00:34

Man ist sehr beschäftigt, aber fokussiert nicht auf die entscheidenden Dinge.

1:00:40

Jetzt hast du vorhin gesagt, du hast zum Beispiel drei Wochen

1:00:43

an einer Perspektive gearbeitet, um das Thema Schlaf richtig anzugehen.

1:00:47

Das klingt für mich so, als wärst du zumindest nicht schlecht darin,

1:00:51

es auch auszuhalten, wenn man nicht 500 Wörter am Tag schreibt.

1:00:55

Oder so produktiv ist im eigentlichen Sinn.

1:00:58

Und ich glaube, das fehlt, vielen Menschen, sie wollen immer

1:01:00

Output kreieren, sonst werden sie nervös.

1:01:03

Teilweise auch zurecht, weil der Chef des Erwartet, die Gesellschaft erwartet.

1:01:07

Wie können wir es schaffen, trotz der Erwartungshaltung,

1:01:11

trotz Produktivität, Druck, etc.,

1:01:14

und trotzdem auf die wenigen wichtigen Dinge zu fokussieren

1:01:17

und nicht zu viel Unsinniges zu machen?

1:01:19

Ich muss da erst mal ehrlich angnüpfen und sagen,

1:01:22

ich fand das ganz lange furchtbar.

1:01:25

Ich hätte das halt wirklich lange gedauert, bis ich das aushalten konnte.

1:01:29

Weil ich auch und gerade auch der vorbe ich im Krankenhaus gearbeitet,

1:01:33

das ist eine gefehl drei Wochen nichts zu rande zu bringen, hoh, hoh.

1:01:36

Und ich fand das richtig, richtig schwer.

1:01:38

Und es gab auch nach zweieinhalb Jahren in den Moment,

1:01:41

wo ich dachte, ich breche das Ganze ab, ich glaube, das würde einfach nichts mehr.

1:01:44

Seit der wirklich auch vier Jahre gedauert, im Grunde muss ich sagen,

1:01:47

das ist ein kleines Luxusobjekt,

1:01:49

dass ich mir für manche Themen,

1:01:50

dass so diese Zeit überhaupt nehmen konnte.

1:01:52

Ich weiß, das ist nicht realistisch für alles.

1:01:54

Ich bin trotzdem dankbar, dass ich es mal machen konnte.

1:01:57

Aber schön war es oft nicht.

1:01:59

Und ich würde sagen, das hat auch erst so nach,

1:02:01

nach dem zweiten Jahr und zweieinhalb,

1:02:04

ein Gesetz, dass ich wirklich diese Frustrationstoleranz immer mehr aufgebaut hab.

1:02:09

Ich konnte am Ende vier Monate was machen, wo ich dachte, das ist Quatsch.

1:02:12

Dann ging's mir nahe.

1:02:14

Aber das war schon mein Rekord.

1:02:17

Und das war einfach Gewöhnung und so ein bisschen durchhalten.

1:02:21

Und ich wusste manchmal gar nicht genau, warum ich durchhalte.

1:02:24

Aber irgendwo war da doch was, wo ich so dachte, ich glaube, das muss es geben.

1:02:28

Ich glaube, das muss es geben. Ich will das gerne haben.

1:02:31

Es ist aber so eine Ferne-Stimme irgendwo im Hintergrund gewesen.

1:02:35

Und also vorne weg, das ist nicht einfach.

1:02:40

Darf ich da kurz einhalten, bevor du weiter machst, was mir jetzt wichtig ist?

1:02:43

Manche denken jetzt, okay, die Kollegin hier hat 8 Millionen Bücher verkauft,

1:02:47

die hat wahrscheinlich ein paar Rücklagengebildet,

1:02:48

die kann sich das leisten, mal drei Wochen kein Output zu kreieren.

1:02:52

Es geht mir aber gar nicht um die drei Wochen.

1:02:55

Weil manche Menschen sind schon nach zehn Minuten nervös,

1:02:58

wenn sie quasi nichts produzieren.

1:02:59

Also es geht nicht um die drei Wochen an deinem Beispiel jetzt, ja.

1:03:02

Aber es geht insgesamt darum,

1:03:04

dass wir es auch mal schaffen, innezuhalten, um zu priorisieren,

1:03:07

um zu fokussieren, etc.

1:03:09

Und deshalb, das, was du jetzt sagst,

1:03:11

ist aus meiner Sicht auch in normalen Jobs,

1:03:14

ohne den Luxus, den du jetzt hast, machbar,

1:03:17

wenn man an seinen Glaubenssetzen und eben diese Stimme,

1:03:19

die du ansprichst, wenn man es aushält, diese auch mal zuzuhören.

1:03:23

Weißt du, was ich mein?

1:03:24

Ja, ich hab da das Gefühl, dass bei mir was gewachsen ist,

1:03:28

in den letzten Jahren, was ich früher so auch nicht hatte,

1:03:30

und zwar immer diese Frage nach dem eigenen Sinn.

1:03:34

Und den hatte ich halt bei dem Buch.

1:03:36

Ich hab das sinnvoll und wertvoll gefunden,

1:03:38

weil ich immer dachte, wenn es dann mal so ist, wie es will,

1:03:40

dann macht es, glaube ich, richtig Sinn, dass es das gibt.

1:03:43

Und das ist für mich was, was mir erstens auch wirkliche Belohnungsgefühle

1:03:47

gibt, wenn ich es dann schaffe.

1:03:48

Aber mich eben auch immer länger mit Übungen am Ball bleiben lässt.

1:03:52

Und auch, dass ich beim Schreiben irgendwann zu mir sagen musste,

1:03:56

ich kann jetzt hier nicht über organisch und gut mit dem Körper

1:03:59

zusammenarbeiten und mal wie die Muskeln auch in Spanien bewusster,

1:04:03

als Aktivität oder Teil der Aktivität sehen oder neue Schwungen,

1:04:07

die Name, anders muss und dann selber einfach nur verkrammft,

1:04:10

am Schreibtisch sitzen.

1:04:11

Das ist ja auch irgendwie sehr widersprüchlich.

1:04:13

Da habe ich mir quasi irgendwie auch selber so ein bisschen geholfen,

1:04:16

indem ich dann gesagt hab,

1:04:17

nee, ich versuch's jetzt mal, wie die Muskeln zu sehen.

1:04:20

Es ist dann manchmal der richtige Schwung.

1:04:22

Es ist der Sprung aus der richtige Richtung.

1:04:24

Es ist das Einsetzen von gekonnten Sinne gehen bei Muskeln,

1:04:28

was eine Bewegung kräftig macht.

1:04:30

Und nicht mehr dieses, wenn bis 17 Uhr immer noch nix auf den Papier ist,

1:04:33

bin ich versagere Nummer eins.

1:04:35

So funktioniert Leistung auch im Körper nicht.

1:04:37

Leistung ist auch bei einem Schritt den Wert holen.

1:04:40

Nicht nur das Vorwärtskommen der Muskeln,

1:04:42

sondern das ein paar Muskeln,

1:04:44

eine Bewegung den Fuß auf eine bestimmte Art halten,

1:04:46

anderen Widerstand überwinden,

1:04:48

diese drei Teile der Kraft, vorwärts kommen, halten,

1:04:52

und Widerstand überwinden,

1:04:53

sind eigentlich in fast allen Bewegungen vermischt.

1:04:56

Warum soll ich den meinem Arbeitsleben

1:04:58

die anderen beiden abwärten,

1:04:59

um nur das Vorwärtskommen sehen, die gehören zusammen,

1:05:02

um Vorwärts zu kommen?

1:05:03

Als so Dinge bei mir mal eingesetzt haben,

1:05:05

dass ich die der Zuzähler und Verstehe dann

1:05:08

kam ich auch noch mal ein Stück besser zu Recht.

1:05:10

Anders zu arbeiten, nicht mehr,

1:05:12

wie die Maschine, die das Outfitbus 18 oder da haben muss,

1:05:15

sondern wie das Organsche wehsen, was irgendwas,

1:05:17

für die gar nix interessantes, mauschillekriiert und am Ende sagt,

1:05:21

guck mal, gut, oder?

1:05:23

Das ist das jetzt gibt, den Fischmeldderlung.

1:05:26

Ja, und ich will dir jetzt gar nicht zu sehr schmeicheln,

1:05:30

aber das ist wirklich ein Buch,

1:05:32

und es ist direkt wieder auf eins eingestiegen,

1:05:34

Spielebesteller in der zweiten Woche auch.

1:05:37

Ich weiß nicht, wie es weitergeht, bis das Gespräch hier veröffentlicht wird.

1:05:40

Aber ich wundern, wenn es noch Wochen lang so weitergeht.

1:05:43

Es gibt Bücher wie Sand am Meer.

1:05:45

Und viele Autoren brüsten sich auch,

1:05:47

dass sie das in vier Wochen rausgehauen haben,

1:05:49

und so ist alles in Ordnung.

1:05:51

Ich will überhaupt keine Wertung machen.

1:05:53

Ich glaube aber, das ist so ein Meisterstück.

1:05:56

Nicht im ... ich fahre mal zwei Wochen an das Meer und schreib,

1:06:00

was ich im Kopf habe, sondern das braucht diese Intensität,

1:06:03

diese Dauer, diese Reflexion.

1:06:05

Und deshalb können wir alle dankbar sein,

1:06:08

dass du dir die Basis durch dein erstes Buch geschaffen hast,

1:06:12

um so viel Zeit hier investieren zu können,

1:06:14

weil da bin ich mir einfach fest ganz sicher,

1:06:16

dass ich das in den paar Wochen 500 Wörter am Tag steht.

1:06:20

Ja, da kann ich im Grunde all den lesenden Menschen dankbar sein.

1:06:23

Also was ist ein Kreislauf?

1:06:25

Kann man uns alle gegenseitig durch das Kauf des ersten Buches

1:06:29

haben wir alle investiert, damit dieses Meisterstück entstehen konnte.

1:06:32

Gibt es noch irgendeine Analogie, ein Teil in deinem Buch,

1:06:36

den ich jetzt nicht entdeckt habe, wo du sagst,

1:06:39

der liegt ja ganz besonders am Herzen,

1:06:41

den würdest du sehr gerne noch erwähnen.

1:06:44

Ich finde das wirklich viele schöne Sachen entdeckt.

1:06:47

Ich hab immer noch so diesen Aspekt der Weichheit

1:06:50

in den schönen Finden,

1:06:51

die nicht vorhelfen ein bisschen, glaub ich, abgewertet hätte.

1:06:55

Zehle uns davon mehr.

1:06:56

Das war, als ich angefangen hab mit der Lunge,

1:06:59

und sie einfach nicht richtig bewundern konnte.

1:07:01

Weil ich auch so gemerkt hab,

1:07:03

den der Amfang hat bei allem immer so tolle und fantastisch.

1:07:05

Und es leh sich über die und denkt,

1:07:07

die ist einfach schlaf und weich.

1:07:09

Bei einer OP auch schon gesehen,

1:07:11

wenn man so einen Brusskorps reinpiekt,

1:07:12

aufgemacht, wögel, wenn dort die so zusammen,

1:07:15

ich weiß nicht, also war für mich schwierig,

1:07:18

da ein wertschätzenes Verhältnis aufzubauen.

1:07:21

Und dann so zu merken,

1:07:23

nee, das ist genau das wegen an der Stelle

1:07:26

von unserem wichtigsten Bedürfnis, die Lunge.

1:07:29

Weil diese Weichheit und auch auf eine Art,

1:07:32

eine klugepassivität besitzt,

1:07:35

es würde die Kraft nicht reichen ohne die Weichheit.

1:07:38

Wir brauchen die Weichheit damit die Kraft reicht.

1:07:41

Diese ganz weichen Fasern,

1:07:44

diese ganz weiche elastische Fasernetz,

1:07:47

macht es möglich, dass wir 20.000 mal am Tag eine Artenbewegung wiederholen.

1:07:52

Und ...

1:07:52

Ja, und während die Ticken starrer,

1:07:55

und das sind die leider bei manchen Muskelerkrankungen,

1:07:58

würde das so viel Energie kosten,

1:08:00

dass wir das nicht zur Rande bringen könnten,

1:08:02

so ein aufwendigen Stoffwechsel mit so viel Sauerstoff aufrecht zu halten.

1:08:06

Und dieses nur durch klugere Weichheit reichte Kraft,

1:08:09

das nehme ich mir jetzt zum Beispiel in stressige Momente mit.

1:08:11

Das ist dann noch härter gemacht, die Zähne zusammengebissen.

1:08:14

Und durch das ist anstrengend.

1:08:16

Und auf die Art arbeiten wir eben auch als Menschen

1:08:19

so oft gegen unsere menschliche Wesenszüge an.

1:08:21

Und es würde so viel Kraft sparen.

1:08:23

Wir könnten eher verstehen, was deren Stärken sind

1:08:27

und mit denen zusammenarbeiten, kooperieren sind,

1:08:29

da ist komplett zenthaft, ich gerne sage,

1:08:32

das würde uns viel Kraft sparen.

1:08:34

Und uns manchmal eben sogar ein Stück weiterbringen, bin ich überzeugt.

1:08:38

Ich setze jetzt Weichheit manchmal anders,

1:08:40

dass wir die Wertschätzen da und ich würde sagen, sind voller ein.

1:08:43

Das hat mir die Lunge beigebracht.

1:08:45

Und jetzt wo du das erzählst,

1:08:48

so nochmal das gesamte Buch reflektier, ich finde,

1:08:50

das ist in dem Buch als Gesamtgefühl zieht sich,

1:08:53

dass durch diese Wertschätzung an dieses geniale Konstruktkörper,

1:08:58

die haben die meisten Menschen ja verloren.

1:09:00

Und ich habe auch lange Jahre gehabt,

1:09:02

wo ich meinen Körper nicht gut behandelt habe,

1:09:04

zu wenig geschlafen, schlecht gegessen, etc.

1:09:06

eigentlich weil ich andere Ziele, andere Prioritäten hatte.

1:09:09

Aber es ist ein altes Sprichwort, aber Menschen,

1:09:12

die gesund sind am Tausend Probleme, Menschen, die krank sind,

1:09:15

haben genau ein Problem.

1:09:17

Und ich glaube, wir dürfen ab und zu, auch noch dankbarer und Wertschätzen

1:09:22

da sein, wenn dieses komplexe Konstrukt, was du schön beschreibst,

1:09:26

reibungslos funktioniert.

1:09:28

Es ist nicht normal.

1:09:29

Es ist auch mathematisch, die korrektere Sicht den Körper zu sehen.

1:09:33

Ganz einfach, also wenn wir alle diese Zellprozesse an gucken,

1:09:36

über 90 Prozent funktionieren ganz reibungslos und wundervoll und sehr ausgeklügelt,

1:09:41

und dann ab und zu auch mal ein Fehler.

1:09:43

Ja, das stimmt.

1:09:44

Aber wenn wir es ganzer sehen würden, würden wir eigentlich sagen müssen,

1:09:47

mathematisch sinnvolles Dankbarkeit und Erdfurcht,

1:09:50

klingt komisch, dann kommen wir gelb, aber es ist eigentlich so.

1:09:53

Das ist absolut so.

1:09:54

Ich möchte zum Schluss, Julia, noch ein bisschen auch normal über

1:09:57

deinen Lebensprechenden auch diesen Erfolg, den du in den letzten Jahren erlebt hast,

1:10:02

und jetzt mit dem neuen Buch auch nahtlos anschließt.

1:10:05

Jeder, der dich von außen betrachtet, der deine Verkaufszahlen sieht,

1:10:09

würde sagen, Julia, anders ist erfolgreich.

1:10:13

Meine Frage an dich ist, fühlst du dich auch erfolgreich?

1:10:17

Ja, da habe ich einen schönen Moment, den habe ich erlebt,

1:10:21

als ich meinen Doktor jetzt verteidigt habe, also nach dem Münchenprüfung.

1:10:25

Und da habe ich meine Eltern angerufen, um sie hinzusagen,

1:10:28

soll ich bei uns fertig, die in die Not und so.

1:10:30

Und dann hat mein Papa gesagt, oh, super, wieder ein Doktor in der Familie,

1:10:34

und zwar auch einfach schön und nett.

1:10:35

Und dann habe ich meine Mama angerufen, meine Mama hat einfach ganz ruhig gesagt,

1:10:39

um, findst du, du hast ordentlich gemacht.

1:10:43

Und dann war ich erst mal so höhere und habe ich gesagt,

1:10:45

ja, Mama, ich finde schon, ich hab das ordentlich gemacht,

1:10:48

und hat sie gesagt, gut.

1:10:50

Und plötzlich war das ein ganz, das war mein Erfolg,

1:10:53

das war mein Belohnungsgefühl.

1:10:55

Und so hat mich meine Mama, glaub ich, auch immer wieder erzogen

1:10:59

und immer wieder daran zurückarinnert.

1:11:02

Und das ist für mich jetzt eigentlich so ein Schlüsselmoment,

1:11:05

wo ich gemerkt habe, das war der erfolgreiche Moment.

1:11:09

Das war nicht, als ich die Not, das sagt, das war schön,

1:11:11

das war glücklich, oder ja, so, das kurze, ne,

1:11:15

Happiness in Anführungssein, aber dieses danach noch mal zu merken,

1:11:19

ich finde, ich hab das ordentlich gemacht, das war der zufriedener Erfolg.

1:11:23

Und den habe ich dann, wenn ich das Buch fertig vor mir liegen hab,

1:11:27

und ich dann sagen, ja, ich glaub, das ist jetzt eine Runde Sache,

1:11:30

gut, ich das hinkriegen konnte, hab ich das jetzt gemacht.

1:11:33

Das ist dann der Erfolg.

1:11:35

Und wenn das dann auch noch andere Menschen schön finden,

1:11:38

und das jetzt nicht irgendwie direkt in der Versenkung verschwindet,

1:11:41

dann bin ich erleichtert, und das macht mich dann zum Beispiel nicht traurig,

1:11:45

sondern froh.

1:11:46

In der Erfolg ist aber, dass ich sagen kann, ich hab das so durchgehalten,

1:11:49

obwohl es streckenweise doch auch echt anspruchsvoll war.

1:11:53

Und bin jetzt damit zufrieden und kann meiner Mama sagen,

1:11:56

ja, Mama, ich hab das ordentlich gemacht.

1:11:59

Ich finde, die Antwort deiner Mutter bemerkenswert,

1:12:02

und du sagst, wenn ich falsch verstehe, aber letztendlich hat sie doch

1:12:06

verzichtet, darauf ist selber zu bewerten.

1:12:09

Und gesagt, du sollst dich selber bewerten, oder?

1:12:12

Sie seh ich das richtig, weil ganz oft werden Kinder ja durch Elternhaus,

1:12:16

durch Lehrer, durch die Gesellschaft dazu erzogen, auf externes Lob anzuspringen.

1:12:20

Und viele richten auch ihre Handlungen danach aus,

1:12:24

Anerkennung zu ernten Lob zu kriegen, fein gemacht.

1:12:27

Wie so ein Hündchen.

1:12:29

Und ich hab da jetzt rausgehört, dass sie dir gesagt hat,

1:12:32

bewährte du dich und wenn du das gut findest,

1:12:35

dann ist das das wahre Glück.

1:12:37

Hab ich das richtig gehört?

1:12:38

Ja, und sie hat sich dann auch wirklich gefreut,

1:12:41

dass ich sagen konnte, ja, ich finde, ich hab das ordentlich gemacht.

1:12:43

Also da war dann auch nur gegenseitige Freude.

1:12:46

Und es ist, ich glaube, es ist auch nicht alles nur schlecht.

1:12:48

Schon auch wichtig, dass wir in der Menschengruppe auch gucken,

1:12:51

was belohnen die anderen,

1:12:52

weil dann machen wir auch Dinge, die für die anderen hilfreich sind.

1:12:56

Also das würde nie sagen, das eine schlecht ist,

1:12:58

andere ist die Way to Go.

1:12:59

Aber manchmal brauchen wir die Stärkung von diesem innerchen Anteil.

1:13:03

Und das ist so eine Stimme, die meine Mama immer in beiden,

1:13:06

in meiner Schwester und mir immer wieder so gestärkt hat.

1:13:09

Und das hat mir viel gebracht.

1:13:11

Voll schön.

1:13:13

Wenn man sich erfolgreiche Menschen ansieht, dann haben alle eigentlich

1:13:17

immer so mindestens eine Superpower.

1:13:19

Eins, was sie richtig gut können,

1:13:21

weil sonst Erfolg ist nie zufall ist, zumindest meine Erfahrung.

1:13:24

Was würdest du sagen, ist deine Superpower?

1:13:28

Ich glaube, ich fühle immer so ein bisschen in anderen Mit,

1:13:34

wenn ich mit den rede.

1:13:36

Also dadurch merke ich zum Beispiel, wenn meine Schwester,

1:13:39

was wirklich interessant findet beim erzählen.

1:13:42

Oder ich merke bei meinen Patientinnen,

1:13:43

das hat den jetzt echt geholfen auf die Art, wie ich es gesagt hab.

1:13:46

Oder ich merke auch, das hat jetzt nicht so gut geholfen auf die Art,

1:13:49

wie ich es gesagt hab.

1:13:51

Auf die Art und Weise bin ich einfach, glaub ich, gerne hilfreich,

1:13:58

weil es mir dann auch Freude macht, wenn ich merke,

1:14:01

so hat das gut, so kam das gut.

1:14:03

Ich glaube, dieses so erklären, dass es für andere fühlbar ist.

1:14:07

Das ist vielleicht eine Stärke von mir,

1:14:10

weil es mich auch Freudwins klappt.

1:14:13

Und ich hatte im Fall so eine Mitbewohnerin von meiner Schwester,

1:14:16

hat mir so eine schöne Geschichte erzählt,

1:14:18

der ich so ein Anteller von so wir finden konnte.

1:14:21

Und zwar war sie noch relativ klein.

1:14:23

Die kommt aus einer Familie, die war es Mathematikerin

1:14:25

und alle aus der Familie haben Mathematik studiert Mutter, Upa und so weiter.

1:14:28

Und da waren großes Gewitter.

1:14:31

Und sie hatte total Angst, dass der Baum, der vom Hausstand,

1:14:34

aufs Haus drauf kracht.

1:14:35

Und dann ist sie nach zu ihrer Mama ins Bett,

1:14:37

hat gesagt, sie hat so Angst,

1:14:39

und dann hat die Mutter mit ihr Licht angemacht

1:14:41

und ausgerechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist,

1:14:43

dass der Baum aufs Haus fällt.

1:14:45

Und danach ist sie ruhig eingeschlafen.

1:14:48

Und das ist für mich so eine Geschichte,

1:14:50

ich merke, wenn ich so ein Moment ab und zu erzeugen kann,

1:14:53

mit medizinischen Bissen, mit wissen, über dem Körper,

1:14:57

das macht mich sehr zufrieden.

1:14:59

Verlegt zu Recht.

1:15:01

Und wenn du dann natürlich noch so eine Reichweite,

1:15:03

wie deine Bücher haben hast,

1:15:05

macht sie auch wirklich einen Unterschied,

1:15:07

wenn Ängste verschwinden, dadurch Verständnis besser wird.

1:15:10

Wertschätzung, Wertschätzung, Wertgewecks, an den Körper.

1:15:14

Absolut.

1:15:15

Wir dadurch mit dem Körper auch anders umgehen hier.

1:15:17

Das treibt mich an, und ich glaube, dafür versuche,

1:15:20

ich gut zu sein.

1:15:21

Wenn ich dann hinkrieg, ist das meine Stärke.

1:15:23

Ja, ja, ja, ich würde ich sofort einen Haken dran machen.

1:15:26

Du bist ja nach wie vor im medizinischen Bereich tätig.

1:15:29

Weil du bist du gerade im Krankenhaus aktiv oder?

1:15:32

Nee, das nicht, den ganzen Zermin, aber wenn das wieder ...

1:15:34

Grundsätzlich, ja.

1:15:35

Und auch in den letzten Jahren, ja.

1:15:37

Wie hat denn der Erfolg deines ersten Buches oder jetzt auch der zweite?

1:15:41

Wie hat es denn dein Leben im Krankenhaus verändert?

1:15:44

Auf Patienten seid aber vollmache auf Kollegen seid.

1:15:47

Weil man ist ja schon in so einer ...

1:15:50

Nachschichten, Schichtdienst, Dezettere,

1:15:52

und die meisten müssen das tun.

1:15:54

Du hast jetzt von angesprochen, du hast eine gewisse Sicherheit.

1:15:57

Und hat es zu Knight geführt, ist die Wertschätzung er dadurch gestiegen?

1:16:01

Bist du nach wie vor eine von ihnen?

1:16:03

Wie hat es dein Leben im Krankenhaus in der Praxis verändert?

1:16:07

Also, ich hatte wirklich tolle Kolleginnen und Kollegen.

1:16:10

Das kann ich gar nicht anders sagen.

1:16:12

Aber er hat es zu Obererz, die haben mich ganz normal behandelt

1:16:16

und waren alle Supernet und in Ordnung und korrekt zu mir.

1:16:19

Und hilfreich, wenn ich was nicht wusste, konnte ich immer alle fragen.

1:16:22

Das gab vielleicht mal ein, zwei, die mir eine harte Zeit gegeben haben.

1:16:25

Aber das ist ja angesichts der vielen anderen völlig okay.

1:16:29

Und das darf auch mal was langweilig und blöd sein, so ein Gefühl.

1:16:32

Nee, also da hab ich wirklich von der Kollegen geschafft,

1:16:36

es einfach besser geht es, glaube ich nicht.

1:16:39

Da war ich auch immer sehr zufrieden.

1:16:41

Ich hab auch am meisten vermisst, mit unter.

1:16:43

Also so einfach die malten morgens mit jemanden schnacken.

1:16:46

Das hat man ja nicht, wenn man schreibt.

1:16:48

Manchmal war ein bisschen ...

1:16:50

Das war für mich schwierig, wenn ich im Krankenhaus nicht alles

1:16:53

in der Zeit hingekriegt hab und dann in Zimmer und so gesagt hab ich,

1:16:56

ich hab das nicht mehr was machen, hier ist der Arzt briefe ich nicht.

1:16:59

Und dann will ich zurück ins Arzt immer,

1:17:02

musste es nicht machen und hab mich super schlecht gefühlt,

1:17:04

weil ich so wusste, dass es eigentlich nicht, wie ich gerne gesprächig führe.

1:17:08

Ging jetzt heute nicht anders, also so was,

1:17:10

er geht mir da manchmal schon auch ein bisschen ...

1:17:13

Äh ... und ja, so würde ich sagen, hab ich das erlebt.

1:17:16

Und viele Patientin, da hab ich Patientin, da hab ich gar nicht erkannt.

1:17:20

Es ist wirklich, ich kann vielleicht einen zwei Händen abzählen,

1:17:24

dass man jemand gesagt hab, ach, sind sie nicht, oder so.

1:17:27

Also, das war nicht so, hat tatsächlich mein Arbeitsleben

1:17:29

gar nicht so beeinflusst.

1:17:31

Okay.

1:17:33

Find ich schön, wenn ich das bewerten darf,

1:17:35

weil das ja auch eine Leidenschaft von dir und oft ist ja so,

1:17:38

wenn man erfolgreich wird, berühmt wird,

1:17:40

wie man es auch nennen darf,

1:17:42

dass auch oft andere Bereiche leiden darunter.

1:17:44

Aber wenn du nach wie vor diesen Teil so leben kannst

1:17:46

und trotzdem, ich sag mal, einem anderen Teil deines Lebens

1:17:50

als Autorin so reessieren kannst, dann ist es ja eine wunderbare Kombination.

1:17:55

Ja, ich glaub, ob ich sie jetzt zu viel verabschlaube,

1:17:57

ich denke mal, dass ich größer bin, weil man sieht im Fernsehen

1:18:00

und so immer größer aus, ich bin halt doch ziemlich winzig.

1:18:04

Und wenn ich dann durch die Tür komme, dann irgendwie, glaub ich,

1:18:07

ich sag es schon, Leute gegenüber in der U-Bahn, die mal im Buch gelesen haben,

1:18:10

drei Tage in Folge, jeden Morgen.

1:18:12

Ich hab fast witzig gefunden, mich in den gleichen Führern zu setzen,

1:18:15

weil ich es einfach nicht gewährt hab.

1:18:17

Da war ich ja wirklich noch auf dem K-Wahr drauf.

1:18:19

Also, ich glaub, ich bin halt ziemlich gut durchgekommen,

1:18:22

dass ich jetzt durch die Nummer her.

1:18:23

Sehr schön.

1:18:24

Du gibst viele Interviews, fürst viele Gespräche, bis in Talkshows,

1:18:28

aber gibt es irgendeine Frage, die du so gerne mal beantworten würdest,

1:18:33

die aber noch niemand gefragt hat.

1:18:35

Oh, Puh, das merke ich vielleicht, dass wenn die kommt, oder?

1:18:38

Aber gibt es irgendwas, wo du sagst, zum Buch zu dir als Person,

1:18:41

was irgendwie immer durch ein Raster geht,

1:18:43

also was jetzt hätten wir die Möglichkeit, etwas zu enthüllen.

1:18:46

Oh, das sind ...

1:18:48

Ähm, das sehen sucht nach einer Frage.

1:18:55

Nee, ich fand auch heute einfach viele Fragen schön und gut.

1:18:58

Also kann ich gar nicht sagen, dass mir was fehlt.

1:19:00

Dann stell ich dir meine letzte Frage, die ich eben Gast hier stelle.

1:19:05

Wenn du dich nochmal auf eine Meta-Ebene begibt, auf dein Leben guckst,

1:19:10

auf das Auf und Ab deines Lebens, du hast ein paar Deiner Krisen auch schon erwähnt,

1:19:14

was ist für dich daraus die allerwichtigste Erkenntnis?

1:19:20

Ich kann oft nicht im Moment selber wissen, ob was schlecht ist.

1:19:24

Das war eine Erkenntnis so.

1:19:26

Dieses Durchhalten mein Buch hat sich ganz oft sehr schlecht angefühlt,

1:19:30

aber war ja dann doch für was gut.

1:19:32

Und ähnliches auch bei erst mal blöden Momenten,

1:19:36

ich glaube aber so, was erfahren viele Leute auf Dauer?

1:19:41

Das ist vielleicht eine Sache.

1:19:43

Und immer wieder dieses Zurückerden,

1:19:46

zurückerden an so die wichtigsten Werte.

1:19:49

Ich bin bei meiner Erziehung mitgenommen, hab zurückerden an den Körper.

1:19:52

Wenn ich sonst denke, warum ist jetzt dieses Schlimm und jenes zu schlimm

1:19:56

und dann schlaf ich und merke, okay, war ich nicht so schlimm,

1:19:59

oder einfach gut zu essen.

1:20:00

Also dieses Zurück zum Fundament,

1:20:03

sich nicht so in diesem oberen Rumpengefusel zu stark zu verlieren,

1:20:07

hilft immer wieder.

1:20:09

Vielleicht sind es so zwei Sachen.

1:20:11

Aber ich hab ja noch ein paar Jahre vor mir,

1:20:13

kommt dann was noch weiseres, wer weiß.

1:20:16

Dann sprechen wir wieder.

1:20:17

Vielen Dank, Julia, dass du hier warst.

1:20:19

Du hast einen sehr enggetagdeten Kalender, meine Höhre und Höhre,

1:20:23

ein bisschen sehr zu schätzen.

1:20:24

Viel Erfolg für dein Buch, der ist schon sehr erfolgreich,

1:20:27

aber ich hoffe, dass es wieder viele Millionen Menschen in die Hand kriegen.

1:20:31

Denn ich hab's ja im Vorgespräch gesagt, wer dieses Buch gelesen hat,

1:20:34

wird wertschätzen, damit sich selber mit dem Körper umgehen,

1:20:36

wird dadurch ein besserer Mensch, wird sein Umfeld besser behandeln.

1:20:40

Und damit werden wir als Gesellschaft

1:20:41

sicherlich auch einen Schritt nach vorne kommen.

1:20:43

Vielen Dank.

1:20:44

Danke, für das schöne Gespräch.

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